Wachablösung im Action-Genre - Rockstar entthront sich selbst!
Wenn die Action auf dem Bildschirm tobt, dann kommt es auch schon mal zu Rucklern.
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Von allen GTA-Spielen gehört GTA: Vice City (dt.) eindeutig zu den beliebtesten der Reihe. Das liegt zum einen an der überschaubaren, aber dennoch ordentlichen Größe der Umgebung, zum anderen aber natürlich ganz bestimmt auch am Setting. Die Achtzigerjahre waren schräg, bunt und von Geschmacklosigkeiten geprägt - und wer außer Rockstar Games sollte diese Epoche besser durch den Kakao ziehen können?
So verwundert es nicht, dass die Erwartungen an den PSP-Ableger Vice City Stories geradezu unerreichbar waren, doch strafen die Entwickler am Ende alle Kritiker Lügen und legen die Messlatte für Handheld-Action tatsächlich noch ein Stück höher? Jein, denn auch wenn Vice City Stories besser ist als sein Vorgänger Liberty City Stories, Gameplay und Technik sind dennoch von der Perfektion so weit entfernt wie Ralf Schumacher von einem WM-Titel. Doch der Reihe nach.
Out of the army now
Moralapostel Vic und sein Bruder Lance geraten von einem schmierigen Gesellen an den nächsten.
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Victor Vance hat's nun wirklich nicht leicht. Mit seinem Job bei der Army muss er seinen Lebensunterhalt verdienen, gleichzeitig aber auch genug Kohle scheffeln, um die kranke Mutter und den Bruder Lance durchzubringen. Lance Vance ist Spielern von GTA: Vice City (dt.) natürlich ein Begriff, schließlich war der Sonnyboy in diesem Spiel der Partner von Hauptfigur Tommy Vercetti.
Vice City Stories spielt einige Jahre vor Vice City (dt.) und Lance kommt erst während des Spiels in die Stadt. Vorher muss Vic feststellen, dass die Welt nicht fair ist. Sein durchgeknallter Vorgesetzter schickt ihn auf brandheiße Besorgungsfahrten, die schließlich in Vics Rausschmiss aus der Army enden, als dieser mit einem gestohlenen Wagen und einer Prostituierten auf dem Beifahrersitz im Stützpunkt ankommt und erklären muss, wieso man Drogen in seinem Quartier gefunden hat.
Doch es geht bergauf. Nach und nach lernt Vic illustre Charaktere kennen, die ihm kleinere Jobs anbieten, mit denen er sich etwas dazuverdienen kann, und mit der Zeit baut sich der clevere Bursche ein regelrechtes Imperium auf. Hier kommt endlich mal wieder Bewegung in die Reihe, die mit Liberty City Stories ja nicht gerade vor Innovationen strotzte.
Die Welt ist nicht genug
Die neuen ATVs bieten Fahrspaß, sind aber keinesfalls leicht zu beherrschen.
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Neben dem alltäglichen Geschäft - Besorgungsfahrten, bewaffneten Auseinandersetzungen und Verfolgungsjagden - gibt es in Vice City Stories das so genannte Empire Building. Ähnlich wie im kürzlich für die PS2 erschienenen Scarface: The World is Yours erwirbt Vic Geschäfte, deren Ausrichtung er selbst bestimmen darf. Anfangs stehen Schutzgelderpressung, Kredithai und Bordell zur Auswahl, später können drei weitere Etablissements eingerichtet werden.
Drei verschiedene Größen stehen zur Auswahl, die sich in den Kosten, aber auch im Ertrag unterscheiden. Erträge sind ganz entscheidend, schließlich ist man im Amerika der Achtzigerjahre nichts ohne eine gut gefüllte Brieftasche. Praktischerweise dient jedes betriebene Geschäft auch als Speicherpunkt, was lästige Fahrten durch die halbe Stadt mit der Zeit unnötig macht.
