GTA IV: The Lost and Damned im Test
Ihr steuert den Biker Johnny Klebitz und gehört einer Gang mit dem Namen "The Lost" an. Deren Boss Billy kehrt zu Beginn der Handlung aus der Entzugsklinik zurück und nimmt sofort wieder das Heft in die Hand. Sein selbstmörderischer Führungsstil führt jedoch schnell zu Konflikten zwischen ihm und dem Hauptdarsteller Johnny. Als treuer Untergebener befolgt Johnny Billys Befehle vorerst jedoch und so nimmt das Schicksal seinen Lauf.
Checkpoints! Endlich!
In altbewährter GTA-Manier erledigt ihr für verschiedene Kontaktpersonen Aufträge. Die Missionen laufen ab wie gewohnt: Erst fahrt ihr zu eurem Kontakt, dieser erklärt euch anschließend, was ihr zu tun habt, daraufhin rast ihr zum Einsatzort, dort ballert ihr in der Regel alles über den Haufen oder klaut etwas und zu guter letzt müsst ihr vor dem Feind oder der Polizei flüchten. Diese Art von Missionsdesign macht auch weiterhin jede Menge Spaß, in der Vergangenheit war es dennoch immer extrem ärgerlich, wenn man am Ende einer Mission scheiterte und nochmal komplett von vorne beginnen musste. Doch damit ist nun Schluss. Rockstar hat euer Flehen erhört und Kontrollpunkte in den Missionen eingebaut. Wenn ihr einen Auftrag vergeigt und diesen neu startet, müsst ihr nun beispielsweise nicht mehr erst lange Fahrtwege zurücklegen, sondern legt direkt wieder zu Beginn einer Schießerei los, in der ihr zuvor den Löffel abgegeben habt.
Wie im Hauptspiel geht auch im Add-on mächtig die Post ab. Explosionen sehen prima aus.
Born to be wild
Als Mitglied einer Biker-Gang heizt euer Held am liebsten mit einem Motorrad durch den Schauplatz Liberty City. Satte 17 neue Hobel haben die Entwickler dem Spiel spendiert und sogar deren Fahrphysik massiv verbessert. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Motorräder viel zu feinfühlig auf die Lenkeingaben reagierten und schwere Stürze regelmäßig an der Tagesordnung waren. Die Mopeds liegen nun richtig gut auf der Straße.
Wie es sich für echte Biker gehört, brettert ihr aber nicht nur alleine durch die Stadt. In etlichen Missionen seid ihr mit euren Kumpels unterwegs und fahrt sogar in einer Formation. Haltet ihr die Formation korrekt ein, erscheint ein Symbol hinter dem Anführer auf dem Asphalt. Berührt ihr dieses Symbol für kurze Zeit, lädt sich eure Energieleiste auf und der Zustand eures Bikes verbessert sich auch wieder. Einziges Ärgernis dabei: Eure Kollegen versuchen manchmal etwas rabiat die Formation einzuhalten und rauschen euch rücksichtslos in die Seite.
Rückendeckung
Doch damit noch lange nicht genug der Gang-Verbundenheit: In einem großen Teil der Missionen dürft ihr sogar eure Kumpels Clay und Terry telefonisch zu Hilfe rufen. Diese eilen in Windeseile auf ihren Feuerstühlen herbei und unterstützen euch tatkräftig in Schusswechseln. Ihr könnt und müsst sogar deren so genannte Kampferprobtheit nach und nach hochleveln. Je höher der Wert der beiden steigt, desto stärker greifen sie euch unter die Arme. Vor allem in den späteren Missionen erweist es sich als klarer Vorteil, wenn ihr das Duo häufiger um Hilfe gebeten habt. Doch ihr werdet nicht nur von diesen beiden Jungs unterstützt, sondern auch andere nicht spielbare Charaktere gesellen sich regelmäßig an eure Seite. Wird ein Mitstreiter eliminiert, ersetzt ihn ein anderes Mitglied der Lost.
Neben den Story-Missionen dürft ihr euch erwartungsgemäß auch in vielen Nebenmissionen austoben. Dazu gehören auch die obligatorischen Rennen. Zwölf verschiedene Wettläufe hat The Lost and Damned zu bieten und diese werden ausschließlich auf Motorrädern ausgetragen. Allerdings kommt es dabei nicht nur auf eine hohe Geschwindigkeit an. Mit einem Baseballschläger haut ihr andere Fahrer aus dem Sattel und arbeitet euch so im Teilnehmerfeld nach vorne.
Die Fahrphysik der Motorräder wurde verbessert und diese liegen nun besser auf der Straße.
Eure Gang macht Bang
Außerdem könnt ihr euch in 25 so genannten Gang-Kriegen austoben. Ein Symbol auf der Karte zeigt euch, wo sich so eine Auseinandersetzung mit einer rivalisierenden Bande starten lässt. Dies funktioniert aber nur, wenn ihr auf einem Motorrad sitzt. In jedem Gang-Fight werdet ihr von Lost-Mitgliedern unterstützt und müsst eure Feinde zunächst mit dem Navi aufspüren, ehe es zu einem Duell auf Leben und Tod kommt. Wir empfehlen euch dabei den Einsatz einer neuen Waffe: der abgesägten Schrotflinte! Durch deren hohe Streuwirkung holt ihr problemlos Feinde von deren Moped.
Sogar im grafischen Bereich konnte The Lost and Damned im Vergleich zum Hauptspiel einen Tick zulegen. Die Gesichtsanimationen sehen für unseren Geschmack etwas echter aus und auch der ein oder andere aufgemotzte Lichteffekt fiel uns auf. Gepaart mit dem erneut immensen Detailreichtum erwartet euch auch im Add-on eine wunderbar authentisch simulierte, offene Spielwelt. Die Genre-typischen Ruckler und Pop-Ups sind da absolut zu verschmerzen. Wie angekündigt ließ sich auch Rockstars Sound-Abteilung nicht lumpen. Über 50 neue Lieder wurden den Playlisten diverser Radiosender hinzugefügt, zudem erwarten euch auch jede Menge neue, urkomische Moderationen, Werbe-Spots und Hörer-Anrufe. Richtig klasse klingen auch die grollenden Sounds der Motoren der Bikes.
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Hast Recht.
Der wurde…