Huawai stellt Billig-Smartphone mit Android 2.2 vor
Huawei Ideos: Ab Oktober erhältlich
Hierzulande ist der chinesische IT-Konzern Huawei bislang noch weitestgehend unbekannt. Das überrascht einerseits, da es sich um ein Unternehmen mit mehreren Zehntausend Angestellten und Umsätzen in Milliardenhöhe handelt. Die Erklärung fällt (wie auch im Falle des iPhone-Produzenten Foxconn beispielsweise) relativ einfach: Huawei trat in Deutschland bisher meist nur als Auftragsproduzent beispielsweise für die Deutsche Telekom (T-Mobile Pulse) oder Telefonica O2 (Surf Stick) auf. Das ändert sich nun. Auf dem jetzt angekündigten Ideos genannten Smartphone wird nämlich erstmals auch der Produktname Huawei zu finden sein. Das Ideos ist ein Smartphone, angesiedelt im unteren Preissegment. Laut Heise können deutsche Kunden mit einem Preis zwischen 130 und 180 Euro rechnen. Erscheinen soll das Huawei Ideos bereits im Oktober dieses Jahres.
Abstriche müssen angesichts des genannten Preises vor allem beim verbauten Display gemacht werden: Dieses misst in der Diagonalen nur 2,8 Zoll und löst mit niedrigen 320*240 Pixeln auf. Davon abgesehen lässt das Billig-Smartphone nur wenige der gewohnten Features vermissen: GPS, n-WLAN, Kartenslot - alles an Bord. Ebenfalls definitiv zeitgemäß, auch und gerade im Vergleich zu so manchem ungleich teureren Konkurrenten, fällt die Software-Ausstattung aus: Als Betriebssystem kommt Googles Android in der aktuellen Version 2.2 (Froyo) zum Einsatz. Bemerkenswert ist der Verzicht auf eine proprietäre, Android übergestülpte, GUI (Gegenbeispiel: HTC mit Sense). Das muss kein Nachteil sein, ganz im Gegenteil dürften Ideos-Besitzer so doch schneller in den Genuss etwaiger Firmware-Updates kommen.
Quelle: Huawei
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Auszug:
"Huawei/ZTE ist kein Einzel- und kein Zufall. Die Methoden des Gespanns markieren den Beginn einer Strategie, die es in der Geschichte des Kapitalismus in dieser Form noch nicht gegeben hat. „Targeting“ heißt das Wort aus der englischen Sprache, das die Betroffenen dafür zunehmend gebrauchen und das frei übersetzt so viel bedeutet wie Anpeilen, Angreifen, Ausschalten. Dahinter steckt die Absicht der chinesischen Regierung, bis Ende 2010 in ihrem Land 30 bis 50 „Global Champions“ zu schaffen, die mit Spitzentechnik das Potenzial zum Weltmarktführer haben.
Die Milliarden, die Peking dazu einsetzt, stellt die Subventionen westlicher Regierungen, die linke Kritiker vor einigen Jahrzehnten als staatsmonopolistischen Kapitalismus („Stamokap“) geißelten, weit in den Schatten. Und keines der auserwählten Unternehmen geht bei der verordneten weltweiten Expansion so rigoros und teilweise so skrupellos vor wie Huawei. „Wer wissen will, was anderen Branchen blüht“, meint ein China-Kenner, „muss nur Huawei studieren.“"