GoldenEye: Rogue Agent

Test

GoldenEye: Rogue Agent Jeder von uns hat ihn schon einmal erlebt: einen richtig besch... Tag, an dem einem einfach alles und jeder so richtig auf die Nerven geht. An dem man am liebsten so richtig böse wäre und ein freundliches "Guten Morgen, wie geht’s denn so?" mit einem Faustschlag ins Gesicht beantworten würde. Zum Glück halten uns der gesunde Menschenverstand und die Kon-sequenzen, die so ein Verhalten nach sich ziehen würde, zurück.

Der Protagonist in EAs neuem Ego-Shooter GoldenEye: Rogue Agent hingegen pfeift auf jegliche Moralvorstellungen und mögliche Konsequenzen. Er begegnet kriminellen Subjekten mit rücksichtsloser und skrupelloser Brutalität. Die-ses Verhalten wurde von seinem Arbeitgeber, dem britischen Geheimdienst MI6, dem auch Agent 007 James Bond angehört, lange Zeit mit zwei zugedrückten Augen hingenommen. Doch die Geduld endet, als 007 bei einem Einsatz ums Leben kommt. MI6 macht den namenlosen Agenten für den Tod von James Bond verantwortlich und suspendiert ihn kurzerhand. Goldfinger hat während des letzten Einsatzes das brutale Potenzial des Agenten erkannt und ihm ein Angebot gemacht, das er nach seinem Rauswurf natürlich dankend annimmt. Fortan kämpft er gegen Dr. No, der mit Goldfinger einen erbitterten Krieg um die Herrschaft über die Unterwelt führt.

Schau mir ins Auge, Kleines
Während des Einsatzes in Fort Knox verliert er nicht nur einen Kollegen und dadurch später auch seinen Job, sondern auch sein rechtes Auge. Hochtechnisierten Ersatz in Form eines mechanischen, goldenen Auges bekommt er von Francesco Scaramanga, der ihm damit auch zu seinem neuen Namen verhilft: GoldenEye. Das wertvolle Sehorgan beschert dem Rogue Agent und somit auch dem Spieler insgesamt vier besondere Fähigkeiten (siehe Extrakasten auf Seite 50). Ganz seiner mörderischen Veranlagung entsprechend lässt GoldenEye allerdings überwiegend die Waffen sprechen. Und derer gibt es genug, um jeden Shooter-Fan zufrieden zu stellen. Zum Glück ist man nicht auf eine Waffe beschränkt, sondern kann auch zwei Bleispritzen gleichzeitig mit sich herumtragen. Der Clou an der ganzen Sache ist die getrennte Steuerung beider Hände über die L- und R-Schultertasten und die daraus resultierende Kombination zweier unterschiedlicher Waffenarten. Für dicke Wummen wie den Raketenwerfer, die Chaingun, das schwere MG AR4 Commando oder die fiese Omen-XR-Waffe, die bei einem einzigen Treffer das Opfer in seine Atome aufspaltet, benötigt man jedoch beide Hände. Diese Einschränkung wird aber durch die erhöhte Durchschlagskraft wieder ausgeglichen.

Köpfchen ist alles
Die Entwickler von EA Los Angeles haben sich sehr viel Mühe gegeben, allen Gegnern eine überzeugende Prise Grips zu verpassen, um dem Spieler das Leben schwer zu machen. Und das ist zweifelsfrei wirklich beeindruckend gelungen. Dr. Nos Einheiten agieren so überzeugend schlau, dass sie oftmals eine ganz eigene Herausforderung darstellen. Sie suchen Schutz hinter Kisten, versuchen euch einzukreisen und rufen Verstärkung. Gerade in späteren Levels treten Feinde mit dicker Panzerung und starker Bewaffnung auf, die dem Spieler einiges an Können abverlangen und in einigen Fällen schneller ein Bildschirmleben kosten, als einem lieb sein kann. Einfaches Drauflosstürmen in Rambo-Manier führt demnach fast immer zum Tod.

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