God of War II
Wie viel Belastung halten die Schultern eines Kriegsgottes aus?
Kratos hat ganz üble Laune und lässt sie an den Menschen aus.
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Gibt es das perfekte Spiel? Das 100%-Spiel? Das Spiel, das alles richtig macht? Natürlich nicht, aber es gibt Spiele, die so gut wie nichts falsch machen, und God of War war im letzten Jahr eines dieser seltenen Exemplare. Klar, wer wollte, der fand Fehler - und sei es nur die Innovationslosigkeit des Titels. Doch selbst wenn man sich noch so sehr anstrengt, wird man den Entwicklern nicht absprechen können, dass sie bereits vorhandene Ideen hervorragend weiterentwickelten, handwerklich zu den Besten der Branche gehören und besonders in den Bereichen Präsentation und künstlerische Gestaltung nahezu perfekte Arbeit abgeliefert haben. Arbeit, die diese Entwickler nun selbst toppen wollen.
Großes Kino II
Der Koloss von Rhodos kann über Kratos' Gegenwehr gar nicht lachen.
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Aus dem Kino wissen wir, dass Fortsetzungen in den seltensten Fällen an das Original heranreichen oder dies gar übertreffen können. Auch im Videospielbereich ist die Zahl 2 nicht immer ein Garant für hervorragende Unterhaltung, auch nicht dann, wenn sie römisch geschrieben ist. Doch der erste Level von God of War II macht deutlich, dass die Entwickler nicht etwa ideen- und tatenlos herumgesessen haben, sondern ihr Erstlingswerk tatsächlich in den Schatten stellen wollen. Ob das wirklich gelingt, kann erst eine wirklich fertige Version zeigen, doch der knapp 15 Minuten lange Abschnitt des ersten Levels zeigt deutlich die Richtung, in die man in den Santa Monica Studios von Sony geht: nach vorn!
Der Zorn eines Gottes
In Teil 1 war's die Hydra, in Teil 2 ist der Koloss von Rhodos der erste Bossgegner.
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Wir erinnern uns: Kratos konnte am Ende von Teil 1 den Kriegsgott Ares besiegen und wurde von den Göttern fortan selbst in den Rang des Kriegsgottes erhoben. Doch selbst als Gott quält ihn seine grausame Vergangenheit und seine innere Wut. Kratos tut, was ein Kriegsgott eben so tut: Er bringt Zerstörung und Vernichtung über die menschliche Welt. Gerade als er selbst hinabsteigt und als gigantische zweibeinige Abrissbirne ordentlich aufräumen will, macht ihm Athena einen Strich durch die Rechnung. Sie schrumpft Kratos auf Menschengröße und erweckt niemand Geringeren als den Koloss von Rhodos zum Leben.
Dieser Knabe ist nicht nur eines der sieben Weltwunder, sondern auch ziemlich kompromisslos in seiner Jagd nach dem Titelhelden. So beginnt der erste Level als eine Mischung aus Flucht, Kampf gegen menschliche Soldaten und gelegentliche Boss-Auseinandersetzungen, in denen Kratos dem Koloss ordentlich zusetzt, sofern der Spieler die bereits bekannten Quicktime-Events (plötzliche Tasteneinblendungen müssen in Windeseile ausgeführt werden) schafft. Diese Quicktime-Events sind es auch, die am meisten Eindruck hinterlassen, denn erneut sind diese Gefechte bombastisch inszeniert.
Schon vorbei
Kratos lehnt das Angebot, als Nagelpfleger zu arbeiten, ganz offensichtlich ab.
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Einzige echte Neuerung im spielbaren Abschnitt war der Greifhaken, mit dem sich Kratos über Abgründe schwingen kann. Das Kampfsystem blieb weitgehend erhalten, doch neue Items versprechen mehr Magie-Attacken und natürlich sind auch neue Kampfmanöver im Spiel enthalten. Leider war in der uns vorliegenden Version kaum etwas davon ausprobierbar und dennoch verflogen die 15 Minuten Spielzeit in Windeseile. Hoffen wir, dass der Rest des Spiels an die Qualität des ersten Abschnitts anknüpfen kann, dann könnte God of War II tatsächlich an seinen Vorgänger heranreichen. Vielleicht reicht es ja sogar zur Überflügelung eines der besten Action-Adventures der PS2.