Ghostbusters: Sanctum of Slime im Test - Guter Umfang, aber wenig Abwechslung
Klein, fein und besonders zu viert unterhaltsam gestaltet sich das neue Ghostbusters: Sanctum of Slime für PlayStation Network und Xbox Live Arcade. Ihr spielt als einer von vier Geisterjäger-Neulingen in einem Viererteam. Richtig! Kein Dr. Venkman, kein Ray Stantz und kein Dr. Spengler. Auf den ersten Blick könnten Geisterjäger-Fans das Spiel sofort wieder ausschalten. Sollten sie aber nicht! Ghostbusters: Sanctum of Slime für PSN und Xbox Live Arcade bietet knackige Arcade-Action mit großem Umfang, die im 4-Spieler-Koop so richtig aufdreht.
Die Lichteffekte sind hübsch anzuschauen. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Die aufgesetzte Comic-Story überspringen wir glatt und machen uns sofort auf ins Spiel. Zu Beginn wirkt die Action arg einfach und phasenweise langweilig. Während ihr zunächst mit dem üblichen Protonenstrahlern auf Geisterjagd geht, bekommt ihr im Verlaufe des Spiels neue, weiterentwickelte Waffen. Diese bringen eigentlich nur Farbe ins Spiel und verdonnern euch dazu, verschiedenfarbige Gegner mit der richtigen Waffe zu eliminieren. Für uns als absolute Ghostbusters-Fans war es zunächst befremdlich, weshalb nur der letzte Geist eines Levels mit der typischen Falle gefangen wird. Hier hätten wir uns ein cooles Highscore-System á la "Macht-so-viele-Fallen-wie-möglich-voll" gewünscht. Mehr taktische Möglichkeiten hätte es durch den Falleneinsatz obendrein gegeben. Etwa wenn eine Horde kleiner Geisterkäfer aus den Ecken gekrochen kommt. Während drei Spieler die Käfer mit den Protonenstrahlern einfangen, stellt Spieler 4 eine Falle auf und heimst so mehrere Geister-Gegner auf einmal ein.
Besonders in Sachen Bossfights kann Sanctum of Slime punkten. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Optisch und akustisch macht Ghostbusters: Sanctum of Slime nichts falsch, reißt aber auch keine Bäume aus. Die Lichteffekte in den dunklen Levels sind hübsch, das Geister-Design ist abwechslungsreich. Gerade durch die coolen Bossgegner. In Sachen Sound hätten wir uns als Gimmick den Ghostbusters-Song am Ende eines Levels oder beim Einsammeln von Bonus-Gegenständen gewünscht.
Ghostbusters: Sanctum of Slime ist allerdings trotzdem ein gutes Spiel, besonders im Koop-Modus. Nicht zuletzt aufgrund des großen Umfanges. Zwar wiederholen sich die Schauplätze nach einer gewissen Zeit, trotzdem spielt ihr gute 8 bis 10 Stunden bis zum Ende. Jede Menge Gegnerwellen machen Einzelspieler-Freunden dabei das Geisterjagen zur Hölle. Die Mitspieler-KI der computergesteuerten Kumpels ist nämlich mehr als dürftig. Zu viert im Koop-Modus macht Ghostbusters: Sanctum of Slime allerdings jede Menge Spaß. Zumindest wenn ihr nichts anderes als einen simplen Action-Twinstick-Shooter (beziehungsweise Action-Twinstick-Strahler) erwartet. Für 800 Microsoft Points oder 7,99 Euro dürft ihr ruhig zuschlagen. Falls ihr noch unentschlossen seid, wartet ihr vielleicht lieber auf eine erste Preissenkung. Mehr spielerische Abwechslung hätte aus Ghostbusters: Sanctum of Slime locker einen Hit gemacht.
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Vorteil der Multi ist, dass die Intelligenz des mitspielers die KI leicht übertrifft..…