Ghost Recon 2

Test

Flach auf den Boden gelegt hat man größere Überlebenschancen. Flach auf den Boden gelegt hat man größere Überlebenschancen. Unzählige Spiele trugen bereits den Namen Ghost Recon im Titel und doch kommt erst jetzt Teil 2 in den Handel. Nicht ohne Grund, denn bisherige Ableger der Serie wirkten stets eher wie sehr umfangreiche Add-ons für den Erstling. Besonders der letzte Sprössling Ghost Recon Jungle Storm machte deutlich, dass im Bereich der Optik gegenüber der starken Konkurrenz kein Stich mehr zu machen war. Es war Zeit für eine
Generalüberholung, deren Ergebnis jetzt unter dem - ausnahmsweise mal nicht mehr überlangen - Namen Ghost Recon 2 im Laden steht. Muss sich SOCOM warm anziehen oder gar die Krone des besten Online-Shooters abgeben?

Endlich schön

Auf den ersten Blick möchte man frohlockend ein lautes "Ja" hinausposaunen, doch ganz so einfach wollten wir es uns dann doch nicht machen. Klar, die Grafik hat mit dem Billig-Look früherer Teile nicht mehr viel gemein und kann es locker mit SOCOM II aufnehmen. Zwar läuft auch Ghost Recon 2 nicht immer ganz flüssig, punktet aber mit schicken Effekten, guter Weitsicht und detailreichen Umgebungen. Lediglich die Animati-onen der Figuren wirken manchmal etwas steif. Doch stellt die Qualität der Grafik bei einem Taktik-Shooter nicht das allerwichtigste Merkmal dar - entscheidender ist die Technik unter der Haube. Und hier haben die Entwickler ein wenig gepatzt. Die künstliche Intelligenz der eigenen Mitstreiter und Gegner kann noch immer nicht überzeugen. Situationen, in denen die Teamkameraden minutenlang vor eine Wand laufen, kamen uns ebenso zu Gesicht wie unüberlegt oder nur schlecht gezielt geworfene Granaten in Richtung eigenes Team. Schlecht zu zielen scheint ohnehin eine bemerkenswerte Eigenschaft der Ghosts zu sein, wie sonst wäre es zu erklären, wenn zwei professionelle Elite-Soldaten gemeinsam an einem in zwei Metern Distanz stehenden Gegner scheitern, den wir dann mit einem gezielten Schuss aus 20 Metern Entfernung locker ausschalten? Derlei Situationen tauchen in unschöner Regelmäßigkeit auf und knabbern an Atmosphäre und Spielspaß. Denn auch wenn ein Bildschirmtod eines Ihrer Kollegen normalerweise keinen Hindernisgrund für ein erfolgreiches Abschließen der Mission darstellt, leidet doch der Team-Gedanke darunter. Man fühlt sich wie ein Babysitter und ärgert sich über das eigene Ableben, weil die Kollegen mal wieder ihre Unfähigkeit demonstriert haben. Und ein Bildschirmtod tut immer weh - schließlich sind keine Checkpoints vorhanden und im Gegensatz zur Xbox-Version des Spiels darf auch nicht jederzeit gespeichert werden. Wenigstens gibt es drei verschiedene Schwierigkeitsgrade und generell ist der Titel um einiges leichter als das Xbox-Pendant. Entschieden mehr Spaß machen die Missionen übrigens im Spiel-Modus "Einsamer Wolf". Bereits absolvierte Missionen dürfen Sie in diesem Modus erneut angehen, sind dann aber komplett auf sich allein gestellt. Dank modernstem Equipment kommt man dennoch sehr gut ans Ziel und muss sich nicht um seine mitgereisten Kollegen kümmern - perfekt.

Hausmannskost

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