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  • Geist

    Übernimmt man eine Figur, erlebt man ihre Erinnerung in einer Schwarzweiß-Rückblende. Übernimmt man eine Figur, erlebt man ihre Erinnerung in einer Schwarzweiß-Rückblende. Es gibt Situationen, in denen der Zufall einem übel mitspielt. John Raimi kann davon auf jeden Fall ein Liedchen singen. Nachdem ein Einsatz der Spezialeinheit CR-2, spezialisiert auf biologische und chemische Bedrohungen, in den unheilvollen Räumen der Volks Corporation fehlgeschlagen ist, wird Johns Seele unfreiwillig von seiner sterblichen Hülle getrennt. Fortan muss John sein Dasein als Geist fristen und zudem irgendwie wieder in seinen Körper gelangen.

    Glücklicherweise hilft ihm das kleine Geistermädchen Gigi, die ihm in der Anfangsphase mit wertvollen Tipps hilfreich zur Seite schwebt und ihm die zahlreichen Aktionsmöglichkeiten erläutert. So ist die Kontrolle von leblosen Gegenständen nach etwas Übung kein Problem mehr. Bei der Manipulation von lebenden Individuen ist die psychische Verfassung des Ziellebewesens, die durch eine farbige Aura optisch dargestellt wird, ausschlaggebend.

    Ein Wachmann, Techniker, Wissenschaftler, eine Ratte oder ein Hund lassen sich erst dann übernehmen, wenn sie völlig verängstigt und mit den Nerven am Ende sind. Die Veränderung der Aura von weiß über gelb bis hin zu rot gibt den Geisteszustand an und signalisiert außerdem, wann der Spieler die Übernahme starten kann. Im Laufe des Spiels findet man stets unterschiedliche Möglichkeiten, Menschen oder Tiere zu verängstigen.

    Im späteren Verlauf werden die einfallsreichen Poltergeist-Rätseleinlagen immer komplexer und umfassen schon mal mehrere Personen bzw. Tiere. In einer psychiatrischen Abteilung beispielsweise kann man als Patient in einer Gummizelle so richtig Rabatz machen, bis sich der zuständige Arzt aus seinem Büro entfernt. Anschließend kann man in der Rolle einer Ärztin einen wichtigen Schlüssel aus diesem Raum entwenden, um weitere Bereiche aufzuschließen.

    Leider ist die Vorgehensweise bei den Spuk-Rätseln immer streng vorgegeben, was dem Titel nach gewisser Zeit doch etwas den Wind aus den Segeln nimmt. Die trotz allem gelungenen Poltergeist-Einlagen werden oft von reinen Baller-Passagen abgelöst, die einer der Hauptkritikpunkte des Spiels sind. Für einen Ego-Shooter ist die Steuerung zu schwammig geraten und die künstliche Intelligenz der Feinde befindet sich leider auf niedrigem Niveau.

    Gegnerische Soldaten suchen keine Deckung, sondern bleiben wie angewurzelt stehen und und warten darauf, erledigt zu werden. In diesen Teilen verkommt das Spiel zu einem lieblosen und uninspiriertem Schießbuden-Geballere. Damit hat auch der Mehrspieler-Modus zu kämpfen, obwohl die coole Einbindung der Geister-Thematik in die aus anderen Shootern bekannten Spiel-Modi durchaus Laune macht.

    Es wäre mehr drin gewesen

    Geist verfügt für einen Ego-Shooter über einen ungewöhnlich hohen Adventure-Anteil. Geist verfügt für einen Ego-Shooter über einen ungewöhnlich hohen Adventure-Anteil. Grafisch ist der Titel hier und da durchaus ein Hingucker. Vor allem die vielen unterschiedlichen Blickwinkel, zum Beispiel als Stromgenerator oder als Ratte, unterstreichen das gewisse Etwas, über das Geist verfügt. Eine instabile Bildwiederholungsrate und teilweise miese Texturen hingegen schmälern den positiven Eindruck. Sowohl bei der Technik als auch auf spielerischer Seite haben die Entwickler viel Potenzial verschenkt.

    Die Geister-Passagen sind trotz der strengen Vorgaben die Highlights des Titels und machen durch die abwechslungsreiche Gestaltung der Aufgaben auch jede Menge Spaß. Zusammen mit der spannenden Story, die für den hiesigen Markt stimmungsvoll lokalisiert wurde, kann Geist durchaus punkten. Der sehr lineare Spielablauf sowie die missglückten und uninspirierten Ego-Shooter-Abschnitte verhindern eine höhere Wertung.

    Geist (GC)

    Spielspaß
    79 %
    Grafik
    7/10
    Sound
    7/10
    Multiplayer
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Fazit
    Außergewöhnliches Shooter-Adventure. Leider bleibt sehr viel Potenzial ungenutzt.
  • Geist
    Geist
    Publisher
    Nintendo
    Developer
    n-Space Inc.
    Release
    01.10.2005

    Aktuelles zu Geist

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11.11.2005
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