Der Name ist Programm: Das neue FSW ist wirklich hammerhart!
Dieser Araber tanzt unseren Leuten vor der Nase rum.
Mit Full Spectrum Warrior legte Pandemic im Sommer 2004 einen der Vor-zeigetitel für die Xbox hin. Der grandios spielbare Häuserkampf-Simulator fesselte mit einem äußerst taktisch geprägten Spielablauf, der die bisherigen Militärshooter wie bessere Schießbuden aussehen ließ. Auch die später nachgeschobene PS2-Umsetzung gestaltete sich fesselnd, fand allerdings aufgrund technischer Schwächen lange nicht so viele Fans. Beim Nachfolger Ten Hammers sollte dies anders werden, denn diesmal wurden beide Versionen parallel entwickelt.
Sie haben das Kommando
Im Spiel kommandieren Sie in der Regel zwei unabhängig voneinander agierende Vierergruppen von Soldaten aus einer Verfolgerperspektive. Im Gegensatz zu normalen Taktikshootern oder dem spielerisch ähnlich gestrickten Brothers in Arms haben Sie jedoch nicht direkt die Kontrolle über die Soldaten, sondern steuern lediglich indirekt deren Vorgehen.
Über einen dreidimensionalen Cursor wählen Sie Zielpositionen an und erteilen auf Knopfdruck den Marsch-befehl. Zum Feuern müssen Sie erst so genannte Feuersektoren festlegen, woraufhin Ihre Mannen alle Ziele in einem eingekreisten Bereich automatisch unter Beschuss nehmen. Das gesamte Spiel findet in der Stadt Khardiman statt, in der Sie stets mit aggressiven Aufständischen rechnen müssen, sodass behutsames Vorgehen ein Muss ist, um zu überleben.
Wer unbedacht auf Feinde losstürmt oder seine Teams einfach mitten über die Straßen spazieren lässt, der wird es bei Ten Hammers kaum bis zum nächsten Häuserblock schaffen. Nur wer sich langsam von Deckung zu Deckung vorar-beitet und stets darauf achtet, sich den Rücken und die Flanke freizuhalten, hat hier eine Chance. Generell müssen Sie sich um fast alles selbst kümmern: Wenn ein Soldat plötzlich seine Deckung verliert oder ungünstig zum Feind steht, zieht er erst auf ausdrücklichen Befehl den Kopf ein und sucht sich neuen Schutz.
Good Morning, Zekistan!
Aus dem ersten Stock haben wir diesen Platz schnell unter Kontrolle.
Wie schon vor knapp zwei Jahren führt Sie die Handlung auch diesmal wieder in den fiktiven Nahost-Staat Zekistan, in dem nach der erfolgreichen Entmachtung des Diktators Al Afad ein Bürgerkrieg auszubrechen droht. Parallelen zum Verlauf des Irakkriegs sind da natürlich rein zufällig. Neben amerikanischen Truppen ("Shit!") befehligen Sie in einigen Missionen diesmal auch britische Soldaten ("Bollocks!") und können im Online-Multiplayer-Modus die Straßenkämpfe auch mal vonseiten der Aufständischen erleben.
Doch generell hat sich am Spielablauf gar nicht so viel geändert; die vielleicht größte Neuerung ist, dass Sie diesmal auch Treppen hinauflaufen und Ihre Gegner aus höher gelegenen Fenstern ins Visier nehmen können. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, Fahrzeuge zu befehligen (darunter auch Panzer), doch kommt dies im Verlauf des Spiels nicht allzu häufig vor.
Auf die Details kommt es an
Viel entscheidender sind die kleinen Details, zu denen sich Pandemic Gedanken gemacht hat. So können Sie Ihre Teams jetzt bei Bedarf nochmals aufteilen in so genannte "Buddy Teams" mit je zwei Mann, sodass Sie Ihren Gegnern mit geschicktem Taktieren auch dann in die Flanke fallen können, wenn das Bravo-Team gerade am anderen Ende der Stadt in ein Scharmützel verwickelt ist.
