From Dust im Test für Xbox 360: Wir haben die Göttersimulation für Xbox Live Arcade für euch getestet und verraten euch, was das neue XBLA-Spiel aus dem Hause Ubisoft zu bieten hat. From Dust ist auf der Xbox 360 Teil des Summer of Arcade-Programms.
Das hat uns an From Dust nicht gefallen
Keine Story
Anstelle einer klugen Geschichte bietet die Kampagne nur eine Abfolge von Missionen, der aber ein erzählerischer Rahmen . Vor jedem Level gibt's lediglich eine kurze Zwischensequenz, die sich aber in jeder Mission wiederholt, gefolgt von einem kurzen Einleitungstext, den eine Erzählstimme in unverständlichem Kauderwelsch vorträgt. Das schadet der Atmosphäre zwar nicht, macht die Spielerfahrung aber auch nicht gerade besser.
Auf Dauer etwas eintönig
So faszinierend es auch sein mag, Wasser und Lava umzuleiten und bergeweise Sand aufzuschütten – sehr viel mehr als das tut man nunmal nicht. Die Pflanzen und Zauber fügen der Spielerfahrung zwar etwas mehr Tiefgang hinzu, ändert aber das Grundprinzip nicht. Das volle Potenzial des Spiels wird somit nicht ausgeschöpft: Konkurrierende Götter, Zeitdruckmissionen, überraschende Entdeckungen, Nebenaufgaben, Entscheidungen, verschiedene Arten von Dorfbewohnern oder dergleichen, das sind nur einige der vielen Möglichkeiten, die Ubisoft Montpellier ungenutzt lässt.
Geringer Umfang
Obwohl From Dust als günstiger Download-Titel erscheint, ist der Umfang ein bisschen zu kurz geraten. Die 13 Missionen lassen sich in unter sechs Stunden meistern, je nachdem, wie geschickt man sich anstellt. Fast jede Karte bietet zudem ein Nebensmissionsziel, nämlich einen Großteil der Landmasse mit Vegetation zu überziehen – wer diese simple Aufgabe erfüllen will, kitzelt nochmal ein paar zusätzliche Spielminuten raus. Einen Mehrspielermodus gibt es zwar nicht, dafür aber eine Handvoll Herausforderungsmissionen, die im Verlauf der Kampagne freigeschaltet werden. Diese Bonus-Level haben stets eine bestimmte Aufgabenstellung, etwa ein paar Dorfbewohner sicher an Wasserfällen vorbeizuschleusen – ein kurzer Zeitvertreib, der dem Spiel wenig hinzufügt.
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Wenig Musik
Wenn in From Dust überhaupt mal Musik zu hören ist, klingt sie in der Regel gut und stimmungsvoll. Doch meistens kommt das Spiel ohne einen Soundtrack aus. Stattdessen gibt es zwei Musikstücke, die immer dann erklingen, wenn ein Dorf – durch Magie geschützt – eine Wasser- oder Feuerkatastrophe abwehrt. Dann wird im Dorf kräftig getrommelt, getrötet und geflötet – anfangs klingt das unheimlich passend und stimmig, später aber kann es Nerven kosten. So sehr, dass wir den Sound von From Dust zwischendurch auch mal abgestellt haben.
Wegfindung
Der Spielert steuert seine Untertanen nicht direkt; stattdessen gibt er ihnen per Knopfdruck nur den Befehl, eine bestimmte Statue einzunehmen oder einen Zauber auf der Karte aufzusammeln. Mehr Befehle gibt es nicht, die Menschlein suchen sich ihre Wege also komplett selbstständig. Meistens klappt das auch gut, doch hin und wieder reagiert die Wegfindung der Menschen zu empfindlich – dann bleiben sie auch mal vor winzigen Hindernissen stehen und rufen so lange um Hilfe, bis man ihnen einen neuen Weg aufschüttet. Auf manchen Karten wählen die Untergebenen auch nicht immer den intelligentesten Weg – wenn einem glühende Lavamassen entgegenwalzen, sollte man doch bitteschön selbst auf die Idee kommen, den Rückswärtsgang einzulegen.
