Spott-Duelle und Schimpansen-Scharade

Test Stefanie Schetter

Dämonenpirat LeChuck ist immer noch scharf auf die hübsche Elaine. Bliebe nur ein Hindernis: Ihr Ehemann. Dämonenpirat LeChuck ist immer noch scharf auf die hübsche Elaine. Bliebe nur ein Hindernis: Ihr Ehemann. Zurück aus den Flitterwochen sieht sich Jung-Pirat Guybrush mit Schrecklichem konfrontiert: Ein reicher Australier ist dabei, die gesamte Karibik zur piratenfreien Urlaubszone umzukrempeln. Keine Duelle mehr, keine Dirnen, keine Flüche und am schlimmsten: Kein Grog ohne Personalausweis! Dies treibt unseren Helden einmal mehr dazu an, sich ein neues Segelschiff zu organisieren, eine Mannschaft von zweifelhafter Moral anzuheuern und die benachbarten Inseln abzuklappern, um dem Kostverächter ins Handwerk zu pfuschen. Und dann wäre da noch der aufgeblasene Charles L. Charles, hinter dessen Maske sich der dämonische Erzfeind unseres Recken versteckt. Der hat nach wie vor ein Auge auf Elaine geworfen und plant, ihr Temperament mit Hilfe einer Furcht erregenden Superwaffe zu brechen: Der Ultimativen Beleidigung. Guybrush sollte sein Bestes tun, um zu verhindern, dass diese in die Hände seines Widersachers fällt. Und das heißt, sich die Hacken ablaufen, alles anquatschen, was nicht rechtzeitig auf den Bäumen ist, und mit den irrwitzigsten Gegenständen herumexperimentieren, bis die Birne raucht. Die Lösungen der komplexen Puzzles ergeben zwar alle einen weitestgehend logischen Sinn, doch dieser erschließt sich einem oft erst im Nachhinein. Manchmal kommen Sie also ums schlichte Ausprobieren nicht herum. Nach etlichen geistreichen Frage-Antwort-Spielen, Mini-Labyrinthen und vielem mehr erwartet Guybrush zum Show-down außerdem ein besonders skurriles Bonbon: Der Monkey Kombat. Frei nach dem Vorbild eines ähnlich lautenden Konsolen-Knallers duellieren Sie sich hier vor üppigen Dschungel-Kulissen mit Affen, indem Sie kunstvolle "Special-Moves" vollführen und kontern. Die Umsetzung von Guybrushs erstem 3D-Abenteuer ist beinahe tadellos. Da die Hintergründe unbeweglich und nur wenige Details animiert sind, treten nur sehr selten nennenswerte Ladezeiten auf. Doch obwohl die Grafik nicht mit raffinierten Effekten beeindrucken kann, wirkt sie stimmungsvoll und wie aus einem Guss. Bis auf wenige Patzer sind sämtliche Textzeilen und Dialoge treffend übersetzt und mit professioneller Sprachausgabe versehen. Zwar geht ein wenig vom Biss der englischen Version verloren, doch die Darbietung der deutschen Sprecher gehören zum Besten, was auf der Konsole zu hören ist.

Bildergalerie: Flucht von Monkey Island
Bild 1-3
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Wertung zu Flucht von Monkey Island (PS2)

Wertung:

85 /10

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