FlatOut: Head On (PSP) Bild: Empire Interactive
Wenn man täglich mit dem Auto in der Rush-hour festhängt, schießt einem irgendwann dieser Gedanke durch den Kopf : "Ach, ich würde am liebsten mit Vollgas zwischen den beiden Twingos durchbrechen, den Micra da vorn abdrängen und durch das Café an der Kreuzung abkürzen!" Wie gut, dass es jetzt FlatOut für die PSP gibt. Da nehmen Sie einfach mal die U-Bahn und stellen auf dem Handheld ganz schlimme Verkehrsdelikte an. Das Rennspiel des finnischen Entwicklers Bugbear basiert auf dem PS2-Game FlatOut 2, wurde jedoch um einige Herausforderungen erweitert. Sie liefern sich Rennen um den ersten Platz, behaupten sich in Crash-Events oder absolvieren absurde Minispiele, bei denen der Fahrer möglichst geschickt durch die Windschutzscheibe geschleudert werden muss.
BIESTIGE FAHRPHYSIK
FlatOut: Head On (PSP) Bild: Empire Interactive
Fahranfänger seien aber gewarnt: Der Schwierigkeitsgrad ist nicht ohne, was vor allem an der Fahrphysik der schweren Muscle-Cars liegt, mit denen die Rennen bestritten werden. Sie geraten schnell ins Schleudern und bäumen sich gerne mal an Umgebungsobjekten auf. Deshalb sollte man nicht mit Vollgas, sondern eher behutsam durch die sechs Szenarien brettern. Auf der PS2 beeindruckte vor allem die Physik, wenn Zäune, Gerüste und Reifen munter auf der Strecke verteilt wurden. Das gibt es auch bei Head On, funktioniert jedoch nicht ganz so gut. Durch den kleineren Screen sieht man oft zu spät, ob man auf eine Mauer oder einen Reifenstapel zurast. Außerdem frustriert es immer wieder, wenn man nach einem perfekten Rennen durch eine kurze Unachtsamkeit auf den letzten Platz abstürzt. Immerhin: Die Crashes und das Demolieren der Strecke machen Spaß - zudem gibt es hilfreiche Boost-Energie dafür.
SCHAUT GUT AUS
FlatOut: Head On (PSP) Bild: Empire Interactive
Rein technisch ist der Flitzer recht fein. Die Grafik läuft zwar nicht ganz ruckelfrei, bietet dafür aber viele Details und nett anzuschauende Wagenmodelle mit einem hübschen Schadensmodell. Auch der Umfang stimmt: 30 Strecken, zwölf Ragdoll-Minigames und diverse Crash- und Stock-Car-Events dürften für viel Beschäftigung sorgen. Flatout: Head On ist ein solides Spiel, steht aber im Schatten des genialen Burnout Legends, an das es einfach nicht herankommt. Außerdem frusten die sensible Fahrphysik und die unbarmherzigen Gegner nicht wenig. Wer sich der Herausforderung dagegen gewachsen sieht, kann hier aber sicher jede Menge Spaß haben.
