Haben Sie Lust, am Steuer mal wieder so richtig die Sau rauszulassen?
Als vor etwas über einem Jahr FlatOut für die PS2 erschien, sorgte das witzige Rennspektakel zwar nicht für eine Genre-Revolution, wusste aber durchaus zu gefallen. Die actionreichen Rennen und demolierbaren Strecken waren hübsch anzusehen, jedoch hatte der erste Konsolentitel von Entwickler Bugbear noch einige Schwachstellen. So war die Fahrphysik der weich gefederten Ami-Karossen derart realistisch, dass die Wagen sich sehr leicht aufschaukelten und dadurch schwer zu steuern waren.
Auch die zerstörbaren Streckenobjekte bremsten den Spieler so stark ab, dass man darum besser einen Bogen machte. Natürlich waren wir sehr gespannt, ob der in Kürze erscheinende Nachfolger noch mit den gleichen Problemchen zu kämpfen hat. Schon nach kurzer Spielzeit stellte sich jedoch heraus, dass bei FlatOut 2 die oben angesprochenen Kritikpunkte der Vergangenheit angehören und das Spiel zudem deutlich umfangreicher als der Vorgänger ist.
Spielerisch geht es nach wie vor darum, sich durch verschiedene Turniere in drei Rennklassen nach oben zu arbeiten, Geld zu verdienen und neue Autos zu kaufen. Dabei gibt es nun 40 Fahrzeuge, mehr als doppelt so viele wie im Vorgänger. Die haben ordentlich Feuer unterm Hintern, denn jedes Fahrzeug besitzt einen Nitro-Boost. Im Rennen müssen Sie waghalsige Sprünge vollführen, Ihre Gegner rammen oder die Strecken demolieren, um die Boost-Leiste aufzufüllen.
Klingt wie Burnout, spielt sich aber etwas anders. Denn schnell fällt die realistische Fahrzeugphysik auf, bei der sich die Karossen je nach Antriebsart, Motorleistung und Untergrund verschieden handhaben. Neben Asphalt wartet vor allem Matsch und Schotter auf der Fahrbahn, wodurch waghalsige Drifts möglich sind. Mit zunehmender Motorisierung müssen Sie diese allerdings sehr vorsichtig durchführen, sonst machen Sie schnell Bekanntschaft mit der Streckenbegrenzung. Rechtzeitiges Bremsen ist bei FlatOut 2 weitaus wichtiger als in Burnout, welches sich durch das gefällige Fahrverhalten eher wie ein Geschicklichkeitsspiel steuert.
Den Sieg heimzufahren, verlangt Ihnen also einiges ab. Zwar hilft das Spiel ein wenig nach - die Gegner werden langsamer, wenn Sie weit zurückliegen - aber ein Turnier mit einer Goldmedaille zu beenden, bleibt eine Herausforderung. Gut, dass auch Bronze reicht, um voranzuschreiten.
Chaos nach dem Startschuss
In den Rennen bricht ein herrliches Chaos aus, wenn der Startschuss gegeben wurde. Dann drängen sich acht PS-starke Vehikel auf der Strecke, rammen sich gegenseitig und legen die Umgebung in Schutt und Asche. Wenn sich das Feld verteilt, haben Sie endlich Zeit, die gelungenen Kurse zu betrachten. Die schlängeln sich durch sechs verschiedene Szenarien wie Wald, Stadt, Dorf oder Wüste und bieten viele Sprünge und Abkürzungen.
Die Streckenvielfalt entsteht durch die Kombination verschiedener Straßenabschnitte. Dabei sind die Umgebungen sehr detailliert und abwechslungsreich gestaltet. So rasen Sie über Campingplätze, durch Baustellen, Bauernhöfe, einen Flugzeugfriedhof oder durch ein Einkaufszentrum. Neben den normalen Kursen können Sie auch besondere Destruction-Arenen besuchen, wo es einzig darum geht, den Gegner zu schrotten. Auch kleine Rundkurse, zum Teil mit fiesen Kreuzungen, laden zum fröhlichen Rennchaos ein.
