Final Fantasy Crystal Chronicles

Test

Nachdem man den Endgegner erledigt hat, erhält man einen der begehrten Tropfen. Nachdem man den Endgegner erledigt hat, erhält man einen der begehrten Tropfen. Von Kontinent zu Kontinent
Erwähnenswert sind vor allem auch die Kristallbrunnen, die man in den Dungeons vorfindet. An diesen Quellen lässt sich das Element eures Kristallkelches ändern. Wenn man bereits einen Dungeon komplett gelöst hat, lässt sich das Element wechseln, ohne das Gebiet erneut betreten zu müssen. Die verschiedenen Landesteile sind durch Miasma-Ströme, die jeweils ein Element als Polarität besitzen, getrennt. Möchte man zum Beispiel einen Wasser-Übergang passieren, so muss man dem Kristallkelch erst dieses Element verpassen. Dies wiederum kann man nur bei Dungeons, die den jeweiligen Kristallbrunnen beherbergen. Jedes Jahr gilt es drei Myrrhetropfen einzusammeln und zum Heimatdorf zurückzubringen. Um an einen Tropfen dieser lebensrettenden Substanz heranzukommen, muss man sich erst durch einen Dungeon schlagen und es mit einem Endgegner aufnehmen.

Wunderschön, aber tödlich
Nach der sehr hübschen und stimmungsvollen Vorstellung des Gebietes geht die Arbeit auch schon so richtig los. Immer mit dabei ist Mugo, dem man gleich das Tragen des Kristallkelches überlassen kann. Zahlreiche Gegner, deren Angriffe sich am Anfang noch auf physische Attacken beschränken, versperren euch den Weg. Zu Beginn sind die meisten Feinde noch relativ einfach zu bezwingen. Mit fortschreitendem Verlauf werden diese allerdings zunehmend stärker und benutzen immer öfter magische Angriffe, um euch am Weiterkommen zu hindern. Allerdings ist man ja bestens für solche Konfliktsituationen gerüstet und die bösen Jungs bekommen so lange mit dem Schwert eins auf die Glocke, bis sie klein beigeben. Nach dem Ableben überlassen sie euch dann entweder Energie, Artefakte, Geld oder Zaubersteine. Letztere ermöglichen euch das Ausführen von Zauberangriffen. Generell gibt es sechs unterschiedliche Zaubersprüche, die auch miteinander kombiniert werden können. Vereinzelte Rätsel müssen auf eurem Weg ebenfalls gelöst werden - entweder durch physische Aktionen oder durch den Einsatz von Magie.

Nicht die Größe ist entscheidend
Am Ende jedes Dungeons stellt sich euch ein meist sehr imposanter Endgegner in den Weg. Während sich am Anfang noch sehr schnell eine effektive Strategie ermitteln lässt, um die Brocken zu besiegen, verlangen spätere Bosse doch einiges an spielerischem und strategischem Geschick. Nachdem man dann den Abgang des Gegners - übrigens sehr spektakulär in Szene gesetzt - beäugen konnte, erhält man einen Myrrhetropfen. Zusätzlich dazu kann man eines der Artefakte, die man ebenfalls in den Dungeons findet, auswählen und dauerhaft in seinen Besitz übergehen lassen. Diese sorgen für eine Erhöhung des angezeigten Attributes. Um den Kontakt zu seiner Familie nicht abreißen zu lassen, bekommt man nach jedem erfolgreich gelösten Dungeon einen Brief seiner Familie. Und neben einer Antwort kann man auch noch das eine oder andere Goodie zurückschicken. In Städten könnt ihr euch zudem bei Händlern mit nützlichen Gegenständen wie Fleisch, Früchten oder Waffen- und Ausrüstungsskizzen ausstatten. Letztere bringt man zusammen mit den benötigten Materialien zu einem Schmied, der euch gegen die entsprechende Bezahlung ein neues Schwert oder eine neue Rüstung anfertigt. Der Mehrspielermodus von Final Fantasy: Crystal Chronicles ist leider nicht so überzeugend gelungen wie die Einzelspieler-Variante. Schuld daran ist nicht nur die Tatsache, dass jeder Teilnehmer mit einem GBA spielen muss, sondern auch die missglückte Menüführung während des Spiels. Einzig und allein zu viert macht der Titel Laune. Vor allem, weil man sich gegenseitig den Rücken freihalten kann.

Einfach umwerfend
Auch wenn das Spielprinzip im Vergleich zu den PS2-Kollegen andere Wege geht, so bleibt dennoch die Technik auf einem gewohnt hohen Niveau. Die Charaktere und sämtliche Umgebungen wurden mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet und umgesetzt. Jede Gefahrenzone wird mit einer tollen Kamerafahrt und mystischen Erzählungen vorgestellt. Inmitten der feindlichen Linien gibt es sehr viele Unholde, an denen man sehr schön die akribische Sorgfalt von Square Enix erkennen kann. Wirklich alles ist nur so mit fantastischen Details voll gestopft. So offenbaren zum Beispiel die Zaubersteine bei näherer Betrachtung nette Runen in der Mitte. Die Licht- und Partikeleffekte passen perfekt zu dem Fantasy-Geschehen und sorgen des Öfteren für offene Münder. Steht man einem Endgegner gegenüber, wird ein geniales Effektfeuerwerk abgebrannt. Wer sich also auf diesen Final Fantasy-untypischen Rollenspiel-Exkurs einlässt, wird auf keinen Fall enttäuscht werden.

Wertung zu Final Fantasy Crystal Chronicles (GC)

Wertung:

88 /10

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