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  • Import-Test: Fatal Frame II

    Was wurde da wohl unter den Teppich gekehrt? Was wurde da wohl unter den Teppich gekehrt? Was tun zwei minderjährige Zwillingsmädchen mit süßen Zöpfen nachts, wenn ihnen stinklangweilig ist? Antwort: Sie rennen in einen nebligen Wald, entdecken ein verschwundenes Dorf, das eine blutige Vergangenheit hat, und mischen mittels einer Kamera ein paar hundert Geister auf! In dem Survival-Horror-Spiel Fatal Frame II: Crimson Butterfly übernehmen Sie die Kontrolle über das Geschwisterpärchen Mio und Mayu, die dem dunklen Geheimnis des Örtchens "All God's Village" auf die Spur kommen wollen. Wie seine großen Vorbilder Silent Hill 3 und Resident Evil setzt auch der zweite Teil von Fatal Frame auf ein düsteres und beklemmendes Szenario, das besser niemand alleine in seinem dunklen Zimmer erforschen sollte.

    Altbekanntes
    und ein wenig Neues Bis auf ein paar Details wurde der Vorgänger (bei uns als Project Zero erschienen) in Sachen Gameplay 1:1 kopiert. Sie steuern größtenteils das Schulmädchen Mio durch düstere Wälder, knarzige Holzhäuser und feuchte Keller. Dabei ist die Kamera genretypisch meistens fest an einem Punkt verankert, was bei plötzlichem Erscheinen eines Gegners für den einen oder anderen "In-die-Hose-mach-Effekt" sorgt. Auf Schritt und Tritt folgt Ihnen dieses Mal Mios fußkranke Zwillingsschwester Mayu; sie lässt sich allerdings nur sel-ten steuern und ist durch ihre ängstlichen Zwischenrufe eher ein atmosphärisches Beiwerk als eine Hilfe. Der Rätselanteil beschränkt sich wieder auf das gelegentliche Lösen von Schalterrätseln und das Aufsammeln von Schlüsseln. Ein wirkliches Problem sind die Gegner: keine nach menschlichen Gehirnen dürstenden Zombies, sondern kugeldurchlässige Geister stellen sich Ihnen in den Weg.

    Klick und weg
    Wer denkt, dass man bei einem Survival-Horror-Game unbedingt Messer, Schrotflinten und Raketenwerfer braucht, um sich den Feinden entgegenzustellen, der wird bei Fatal Frame II eines Besseren belehrt. Um die Astralwesen zu bekämpfen, verwenden die Schulmädchen eine exorzismusfähige Kamera. Kündigt sich ein Geist durch schlürfende Geräusche an, so zieht man per Tastendruck den Apparat aus der Tasche und visiert den Übeltäter aus der Egoperspektive heraus an. Je länger man den Sucher auf das Opfer anlegt, desto mehr Schaden wird nach dem Betätigen des Auslösers verursacht. Wenn der Spuk zu nahe kommt, kann man entweder zur Seite gehen oder die Kamera wieder einpacken und schnell etwas mehr Luft zwischen sich und den Angreifer bringen. Der Geisterbestrafer kann im Laufe des Spiels durch diverse Linsen, Zusätze und so genannte "Spiritual Orbs" verbessert werden. So erhöht man die Blendenweite, den verursachten Schaden, setzt Zielhilfen ein oder löst fotografische Combo-Attacken aus. Bei jedem Treffer erhält man weiterhin Geisterpunkte, die man zum Aufwerten der verschiedenen Komponenten verwenden kann. Munition findet man in Form von unterschiedlichen Filmen, welche sich in Schadenswirkung und Aufladezeit unterscheiden. Was sich in der Theorie vielleicht etwas langweilig anhört, ist in der Praxis ein äußerst spannendes Unterfangen; die Foto-Shoot-outs sind durchdacht und unterstützen die Gruselatmosphäre gekonnt. Auch bei den Rätseln muss die Kamera zum Einsatz gebracht werden: Leuchtet die Fotolampe blau auf, so deutet ein schnell geschossenes Bild auf einen gesuchten Raum oder ein verstecktes Objekt hin. In einem Menü können die vielen Bilder einzeln gespeichert und jederzeit bewundert werden. Ein Missionsmodus, zwei weitere Schwierigkeitsgrade und neue Garderobe für die Charaktere motivieren zum erneuten Durchspielen. Fatal Frame II: Crimson Butterfly kann mit der Konkurrenz durchaus mithalten. Die Grafik ist sehr gut und erzeugt in Kombination mit den durchgeknallten Zwischensequenzen, einer Story, die unter die Haut geht sowie dem außergewöhnlichen Kampfsystem eine Gruselatmosphäre der Spitzenklasse. Auch die Musik ist vom Feinsten: Beklemmende Orchesterstücke mischen sich gekonnt mit schaurig-schönen Melodien. Geisterstöhnen, Bodenknarzer und unheimliche Lacher aus den Wänden runden die Soundkulisse ab. Wer auf Survival-Games steht, wendet sich bitte umgehend an den Import-Dealer seines Vertrauens.

    Fatal Frame 2 (PS2)

    Spielspaß
    83 %
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Fatal Frame 2
    Fatal Frame 2
    Publisher
    Tecmo Inc.
    Developer
    Tecmo Inc.
    Release
    04.2004
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Fatal Frame II
Import-Test: Fatal Frame II
http://www.videogameszone.de/Fatal-Frame-2-Spiel-23181/Tests/Import-Test-Fatal-Frame-II-285722/
19.02.2004
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2004/02/1_11109.jpg
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