Fantastic Four

Test

Fantastic Four So kann beispielsweise die Unsichtbare ihre Freunde durch einen Schutzschild schützen und ermöglicht dadurch das Passieren von Laserbarrieren. Die speziellen Fähigkeiten der vier sind dabei oft gefragt: Die lebende Fackel schweißt Wasserrohre zusammen, Mr. Fantastic überbrückt mit seinem elastischen Körper tiefe Schluchten und das Ding verstopft mit Geröll feindliche Tunnelsysteme. Diese kleinen Rätsel und Spezialaufgaben lockern das sonst geradlinige Gameplay etwas auf, bringen aber langfristig zu wenig Abwechslung.

Um etwas Pepp in das wilde Gerangel zu bringen, haben die Entwickler kleine Rollenspiel-Elemente integriert. Von Zeit zu Zeit erhaltet ihr für jeden Charakter individuelle neue Special Moves, die zusätzlich in je drei Ausbaustufen verfügbar sind. Abhängig von euren Fähigkeiten als Straßenkämpfer erhaltet ihr für gelungene Schlagkombinationen oder spezielle Aufgaben Bonuspunkte, die jederzeit in eure Fähigkeiten investiert werden können.

Optische Unterschiede seht ihr bei den stärkeren Attacken zwar nicht, aber sie richten einen wesentlich größeren Schaden an. Die Spezialangriffe stehen euch allerdings nicht immer zur Verfügung, hierfür braucht ihr kosmische Kräfte. Gott sei Dank hinterlassen die Fieslinge genug Energie, um mit den Superkräften richtig auszuteilen. Wem das nicht schlagkräftig genug ist, der aktiviert die Super-Moves - damit schafft die Unsichtbare noch stärkere Kraftfelder und Mr. Fantastic rollt als menschliches Rad über Gegner hinweg - effektvolle Inszenierung inklusive.

Wo bleibt die Stimmung?

Fantastic Four Obwohl die Fähigkeiten des Gespanns gut umgesetzt sind und auch die Schauplätze des Films ihren Weg in das Spiel gefunden haben, kommt keine richtige Atmosphäre auf. Dies mag zum einen an der eher schlichten Präsentation liegen, zum anderen an den kleinen Zwischensequenzen, die oftmals den Spielfluss unterbrechen, aber auch an aufgesetzten Spiel-Elementen und lieblos aneinander gereihten Szenarien.

Während des gesamten Spiels hatte ich den Eindruck, die Entwickler hätten versucht, dem Spiel eine gewisse Tiefe zu verleihen und die Stimmung des Films einzufangen, was aber leider nie gelingt. Die miserable Kameraführung zerrt dabei zusätzlich an den Nerven und bringt euch in so manche missliche Situation, in der ihr komplett den Überblick verliert.

Auch in puncto Geradlinigkeit treibt das Spiel seltsame Blüten, denn die mangelnde Bewegungsfreiheit, starre Abläufe und häufige Logikfehler mindern den Spielspaß weiter. Die Geradlinigkeit führt so weit, dass euer Charakter neben einem Fahrstuhl steht, die passende Stelle farblich markiert ist und der zu drückende Button auch noch angegeben ist - ein wenig Denkarbeit darf doch wohl noch erwartet werden, oder? Richtig Spaß machen die vier Superhelden jedoch im Zweispieler-Kooperations-Modus. Fantastic Four ist ein solides Beat ’em Up mit überflüssigen Rollenspiel-Elementen, das aufgrund der lieblosen Präsentation und des eintönigen Spielprinzips jedoch in erster Linie Kinofans ansprechen dürfte.

Wertung zu Fantastic Four (GC)

Wertung:

65 /10
Fazit

Etwas lieblose Superhelden-Versoftung mit tollen Helden, aber zahlreichen Schwächen.

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