Unternehmen Titelverteidigung: EA ruht sich nicht auf alten Lorbeeren aus, sondern arbeitet mit FIFA 12 weiter an der ultimativen Fußballsimulation. PES 2012 ist dieses Jahr deutlich stärker geworden - schafft es FIFA 12, vorne zu bleiben? In unserem Test zu FIFA 12 auf PS3 und Xbox 360 erfahrt ihr es.
Quelle: Electronic Arts
Weitere Screenshots aus dem Test zu FIFA 12. Das Spiel begeistert und kann sich gegen PES 2012 durchzusetzen. (16)
Die Meisterschale sichert sich EAs jährlicher Kick letztlich aber im Bereich Atmosphäre. Bereits die Rekordzahl an Original-Ligen, -Klubs und -Spielern lässt Fan-Herzen höherschlagen. Und auf dem Platz legt FIFA 12 erst richtig los: Die Ränge erstrahlen in den passenden Farben, die Münchner Südkurve und die Gelbe Wand des BVB sind gut erkennbar. Aus den Lautsprechern schallen dazu originale Fan-Gesänge, die für mächtig Stimmung sorgen. Einsteiger und Gelegenheitsspieler dürften aufgrund des leichteren Einstiegs statt PES 2012 sowieso EAs Produkt bevorzugen, hier lässt sich einfach leichter ansehnlicher Fußball produzieren. Aber auch Profis bekommen durch die neuen Zweikämpfe mehr zu tun. Auf dem Platz setzt das Team von EA somit seine Erfolgsformel fort und beeindruckt dazu wie eh und je mit großartiger Stadionatmosphäre.
Quelle: Electronic Arts
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Während jährliche Sport-Updates mit Reformen meist zögerlich umspringen, leistet sich FIFA 12 in der Defensive überraschend heftige Veränderungen. Bisher reichte eine Taste, um den Verteidiger Richtung Gegenspieler zu hetzen und diesem anschließend den Ball abzunehmen. Dieses Vorgehen spaltete EA Sports bei FIFA 12 allerdings in zwei Phasen auf und dementsprechend belegt es auch zwei Knöpfe. Mit der ursprünglichen Tackle-Taste (standardmäßig X) läuft euer Defensivmann zwar noch immer zum ballführenden Kontrahenten, begleitet diesen aber nur noch. Mit dem Stick des Gamepads verändert ihr dabei den Abstand zum Ballbesitzer und beschränkt somit dessen Laufwege und Spielmöglichkeiten. Scheint euch der Moment schließlich günstig, stellt ihr per Druck auf die Viereck- bzw. Kreis-Taste (bisher: Zweiten Mann dazuholen) das Bein eures Verteidigers in den Weg und versucht so, den Ball zu stibitzen. Das erfordert gutes Timing. Die nützliche Funktion des zweiten Bewachers lagerten die Entwickler auf die Schultertasten aus. Somit wirkt das Verhalten der Defensive zwar realistischer, wird zugleich aber kniffliger für den Spieler und fordert das gleichzeitige Nutzen vieler Tasten - umständlich. Wer mit den Änderungen überhaupt nicht warm wird, kann erfreulicherweise im Optionsmenü unter dem Punkt Steuerung die klassische Verteidigungsart aktivieren. Dann funktioniert alles wie bei FIFA 11. Es gibt noch eine nette Neuerung: Per Tastendruck fahrt ihr nun im Sprintduell den Arm aus und drängt den Widersacher so unter Umständen ab. Auch das erfordert viel Übung, denn zu tölpelhaftes Vorgehen resultiert in einem Foul. Insgesamt eignen sich die Änderungen im Zweikampfverhalten vor allem für Hardcore-Spieler, die das Maximum aus FIFA 12 herausholen wollen.
