Ab heute im Handel: FIFA 10-Review - Ist EA Sports mit FIFA 10 für PS3 und Xbox 360 in diesem Jahr auf Meisterschafts-Kurs?
LIZENZEN
Noch dominiert FIFA in dieser Kategorie eindeutig den Platz. Die Ausgabe 10 bietet sämtliche auch nur annähernd wichtigen Ligen der Welt mit Originaldaten, teils sogar samt der zweiten Ligen. Auch international wird FIFA seinem Namen gerecht und lässt kaum Wünsche offen. Raum zur Steigerung bleibt dennoch: Teams wie Japan oder Trinidad & Tobago, die immerhin bei den letzten WMs mitmischten, fehlen beispielsweise.
GAMEPLAY
Den Titel der meistbemühten Phrase gewinnt im Zusammenhang mit Fußball wohl definitiv der Spruch "Wichtig is‘ auf‘m Platz!" Aufgrund dessen unbestrittener Gültigkeit sollte hier die Vorentscheidung im Duell um die Gunst der Spieler fallen. Dabei strengte FIFA sich zuletzt mächtig an und feierte in der Auflage 2009 mit realistischeren Ballwechseln beeindruckende Wertungserfolge. Die erste Vorschaufassung ließ uns im Sommer ebenso frohlocken, scheinbar ging es genauso weiter und FIFA 10 setzte zu unerreichten Höhenflügen an. Doch dann folgte die finale Testversion und mit ihr die unschöne Überraschung: Die Steuerung war direkter denn je, an sich eine gute Sache. Damit einher ging jedoch ein extrem arcadiges Gameplay, das sich an den PES-Teilen 2008 und 2009 orientierte. Unter Fans gelten diese als Tiefpunkt der Serie.
Quelle: videogameszone.de
FIFA 10 (10)
Selbst dumme Fehler wie die "einfachen Tore", die Konami in seinem 2009-er Ableger schon wieder entfernt hatte, kopierte EA Sports. Wer allein auf den Torhüter zuläuft, sollte einen Heber riskieren - die Ausführung geht (zu) leicht von der Hand, die Trefferchance steigt um ein Vielfaches. So fallen unglaubwürdig viele Lupfertore. Ärgerlich: Flanken verpuffen hingegen wirkungslos. Wir erzielten in Dutzenden Partien trotz intensivem Flügelspiel so gut wie keinen Treffer nach einer Flanke - von der KI postierte Mitspieler standen einfach zu schlecht, die Verteidiger köpften ungefährdet aus dem Strafraum.
Quelle: videogameszone.de
FIFA 10 (3)
Ab dem 16-Meter-Raum in etwa scheint FIFA 10 beinahe nur noch aus geskripteten Aktionen zu bestehen. Schlägt die Kugel ein, dann meist als Resultat weniger, bestimmter Angriffsarten, Treffer gleichen sich teils wie ein Ei dem anderen. Genauso schütteln sich die Torhüter übermäßig viele Glanzparaden aus dem Handschuh und verdächtig viele Schüsse klatschen ans Aluminium oder kullern Millimeter daran vorbei. Anfangs sorgt das für Herzklopfen und Aufregung. Nach einigen Matches winkt der Fußballpurist jedoch genervt ab und ärgert sich über den starren Spielverlauf im Sechzehner.
