F1 2010 im Hands-On-Test: Codemasters und Rennspiele? Eine tolle Ehe!
Regen: Die dynamischen Wettereffekte sahen beim Probezocken beeindruckend aus. Je länger es regnete, desto größer wurden die Pfützen auf der Strecke.
Inzwischen konnten wir die Xbox-360-Version von F1 2010 ausgiebig anspielen. In unserer Vorschau erfahrt ihr alles, was ihr vor dem Release der neuen Formel-1-Simulation wissen müsst. Und schon geht's los: In der Vergangenheit liefen die Karriere-Modi in Formel-1-Spielen häufig sehr monoton ab. In der Regel durftet ihr nur ein Rennen nach dem anderen absolvieren. F1 2010 soll sich durch seine Inszenierung von allen bisherigen Formel-1-Spielen abheben. Ihr schlüpft nämlich in die Rolle eines Fahrers und seht aus seiner Perspektive das Drumherum des Formel-1-Zirkus. Im Fahrerlager beratet ihr euch beispielsweise mit eurer Agentin und vor dem Wohnwagen eures Rennstalls tummeln sich - je nachdem, wie erfolgreich ihr in den Rennen abschneidet - mehrere oder wenige Boxenluder. Diese Art der Präsentation haben die Macher bei Colin McRae Dirt 2 von einem anderen Codemasters-Rennspiel abgekupfert, aber auch in F1 2010 gefiel uns diese bereits sehr gut.
Entscheidungen
Ansichtssache: Das Drumherum seht ihr aus der Sicht des Fahrers, in den Rennen stehen euch aber verschiedene Perspektiven zur Verfügung.
Zu Beginn des Karriere-Modus nehmt ihr als Neuling im Formel-1-Zirkus an einer Pressekonferenz teil. Durch die Beantwortung der Fragen legt ihr den Schwierigkeitsgrad fest oder bestimmt den Realitätsgrad der Spielmechanik. Außerdem gebt ihr an, ob ihr drei, fünf oder sieben virtuelle Jahre als Motorsportler absolvieren möchtet. Entscheidet ihr euch für den längsten Zeitraum, landet ihr zunächst bei einem unbedeutenden Rennstall und müsst euch erst einen Platz im Cockpit bei Ferrari oder Red Bull verdienen. Je nachdem, bei welchem Rennstall ihr unterkommt, unterscheiden sich auch die Ziele, die man euch auf gibt. Als Ferrari-Pilot lautet euer Auftrag natürlich von Anfang an, Weltmeister zu werden. Im Laufe des Geschehens sammelt ihr Erfahrungspunkte, die ihr in Verbesserungen für euren Formel-1-Boliden investiert. Mit der Spielmechanik von F1 2010 möchte Codemasters viele Zielgruppen ansprechen. Eingefleischte Formel-1-Fans dürfen das komplette Regelwerk berücksichtigen. Wer mit den Grundsätzen des Formel-1-Zirkus nicht vertraut ist, passt die Regeln an. An die Grundlagen müsst ihr euch aber auf jeden Fall halten. Wer beispielsweise überholt, wenn die gelbe Flagge angezeigt wird, wird bestraft. Fahrt ihr zudem zu rabiat und stoßt zu häufig mit euren Kontrahenten zusammen, werdet ihr disqualifiziert.
Realismus muss sein
Aktualität: Im Gegensatz zu den bisherigen Screenshots gibt es nun die Fahrzeuge der laufenden Saison zu bestaunen.
Die Fahrphysik reagierte bei unserer Probefahrt sehr authentisch, selbst mit aktivierten Fahrhilfen. Wer sich verbremst, landet im Kiesbett oder dreht sich auf der Strecke. Solche Fehler könnt ihr mit einem Spielelement namens "Instant Replay" ungeschehen machen. Pausiert nach einem Patzer einfach das Spiel und spult wie bei einem DVD-Player bis zu einer Stelle vor dem Fehler zurück, um es anschließend besser zu machen. Sehr gut gefiel uns auch die grafische Qualität der gezeigten Pre-Beta-Version. Die Strecken überzeugten mit detaillierten Zuschauertribünen und auch alle aktuellen Formel-1-Fahrzeuge sahen ihren realen Vorbildern verblüffend ähnlich. Lediglich das Schadensmodell sah unspektakulär aus. Immerhin bleiben Trümmerteile aber auf der Fahrbahn liegen und können beim Darüberfahren Schäden verursachen. Auch die Lichteffekte sahen bereits prima aus. Obwohl beim Nachtrennen in Singapur noch Beleuchtungseffekte fehlten, spiegelten sich die Lichter realistisch auf dem Lack unseres McLaren. Am meisten beeindruckten uns die dynamischen Wettereffekte. Während unserer Rennen fing es auch an zu regnen und nach und nach bildeten sich immer größere Pfützen. Die Strecke trocknete dort am schnellsten, wo die Autos am häufigsten fuhren.
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