Beim Zünden des Turbos spiegelt sich die Umgebung in der Druckwelle! Ein wirklich umwerfend anzusehender Effekt.
Endlich kommt der überaus be-rühmte Urvater von allen futuristischen Rennspielen - nach dem mehr als überzeugenden Importtest in Ausgabe 09/2003 - auch im europäischen Raum auf den Markt. Seit 1991 versetzt die F-Zero-Serie die Spieler in regelmäßigen Abständen in einen unglaublichen Ge-schwindigkeitsrausch. Mit der neuesten Version zeigte Segas In-House-Programmierer Amusement Vision, zu welchen technischen Höhenflügen der GameCube imstande ist. Möglichkeiten und Spielmo- di, um dies unter Beweis zu stellen, sind dabei zur Genüge vorhanden. Im Grand-Prix-Modus stehen zu Beginn drei Wettbewerbe - Ruby, Sapphire und Emerald - zur Verfügung, die anfangs in drei Schwierigkeitsgraden gefahren werden können. Falls man nach dem letzten Rennen in der Punktewertung auf dem Siegertreppchen ganz oben steht, folgen die Siegerehrung und ein nettes kleines Interview.
Investition für die Ewigkeit
Für jede bestandene Meisterschaft erhält der Spieler außerdem wertvolle Punkte, die beispielsweise im Customize-Modus in weitere Gleiter investiert werden können. Kreative Naturen können sich hier zudem ihren ganz persönlichen Gleiter zusammenschustern - und zwar mit allem, was dazugehört. Man kann im Laufe des Spiels immer mehr Teile erkaufen und somit die wichtigen Attribute - Gewicht, Bodenhaftung und Boost-Verhalten - seiner Rennsemmel stetig verbessern. Wer unter den bereits vorhandenen Gleitern schon einen Liebling hat und diesen optisch etwas überarbeiten möchte, kann dies natürlich auch tun. Darüber hinaus kann man auch die Profile aller Fahrer näher betrachten oder im Replay-Modus seine abgespeicherten Wiederholungen von bestandenen Rennen anschauen. Neben Grand-Prix-, VS.-, Time-Attack- und Practice- gibt es zum ersten Mal bei F-Zero auch einen Story-Modus.
Rasante Geschichte
Hier begleitet man Captain Falcon durch mehrere Kapitel, die mit gerenderten Zwischensequenzen eingeleitet und weitererzählt werden. Jede dieser Missionen bietet eine andere Aufgabe, die gelöst werden muss, bevor man die nächste in Angriff nehmen kann. Mal sind leuchtende Bojen einzusammeln, ein anderes Mal müsst ihr Samurai Goro durch einen Canyon verfolgen. Um ein neues Kapitel freizuschalten, muss man sich im F-Zero-Shop das entsprechende Ticket kaufen. Gerade in dieser Spielvariante macht sich der verdammt harte Schwierigkeitsgrad des Titels bemerkbar. Einige Missionen sind zwar mit etwas Übung aufs dritte oder vierte Mal zu schaffen, an anderen beißt man sich aber fast die Zähne aus und kann erst ungefähr nach dem 30. Mal einen Erfolg verbuchen. Unter anderen Umständen wäre dies mit Sicherheit ein alles entscheidender Nachteil, aber F-Zero war schon immer hart - wieso sollte es bei F-Zero GX anders sein? Aufgrund der überragenden Spielbarkeit und der schnell steigenden Lernkurve ist aber jeder Aspekt des Spiels zu meistern. Mit den beiden Schultertasten kann man seinen Flitzer enger als auf dem normalen Weg durch kurvige Passagen dirigieren. Haarnadelkurven können zudem mit der neu hinzugekommenen Drehattacke (Z-Taste) genommen werden. Dieses neue spielerische Element kann auch dazu verwendet werden, einem Konkurrenten Schaden zuzufügen, bis er das Zeitliche segnet.
Realität oder Täuschung?
Technisch präsentiert sich die deutsche PAL-Version in derselben Brillanz wie schon die japanische Variante. Superflüssiges Scrolling mit 60 Bildern pro Sekunde, aufwendige Randbebauungen sowie famose Licht- und Partikeleffekte zeigen, dass der GameCube über mächtige Grafikmuskeln verfügt. Eine wundervolle Unterstützung der rasanten Rennatmosphäre findet zudem durch die sehr gut gelungenen Musikstücke und Soundeffekte statt. F-Zero GX gehört in eure GameCube-Spielesammlung wie das Amen in die Kirche. Ein Pflichtkauf für jedermann!
