Eragon

Test Thomas Eder

Schwerter, Pfeile, Zauber und Drachenpower!

Die Flugabschnitte sehen gut aus, könnten aber besser ausbalanciert sein. Die Flugabschnitte sehen gut aus, könnten aber besser ausbalanciert sein. Während in deutschen Kinos kürzlich die Verfilmung der beliebten Fantasy-Bücher anlief, versorgt Vivendi Universal die Fangemeinde mit dem dazugehörigen Spiel. Wie nicht anders zu erwarten schlüpft der Spieler darin in die Rolle des Bauern­jungen Eragon, der durch Zufall in den Besitz eines Eies kommt, aus dem kurze Zeit später die Drachenlady Saphire schlüpft. Fortan sind die beiden ein unzertrennliches Team, das gegen die Schergen des Königs Galbatorix kämpft, der den letzten Drachenreiter samt seinem beschuppten Fluggerät auslöschen möchte.

Das Gameplay von Eragon erinnert stark an das der ersten Herr der Ringe-Titel für die alte Xbox: mit Schwertern, Bögen und diversen Zaubern kämpfen Sie gegen eine Vielzahl verschiedener Widersacher. Zusätzliche Abwechslung bringen die Fluglevels, in denen Sie auf Saphire durch die Gegend gleiten und Galbatorix' Gefolge von oben aus einheizen. Den Großteil des Spiels aber metzeln und zaubern Sie sich Abschnitt für Abschnitt durch die Spielwelt voran, in der sich keine Möglichkeit bietet, den direkten Weg zum Level-Ende zu verlassen. Anspruchsvolle Rätsel sucht man in dem linearen Titel vergeblich und auch die Gefahr, sich in den doch relativ großen Levels zu verlaufen, ist kaum vorhanden. An Ihrer Seite kämpft Ihr treuer Begleiter Brom (später Murtagh), über den jederzeit ein zweiter Spieler die Kontrolle übernehmen kann - so können Sie gemeinsam den Feinden trotzen.

In technischer Hinsicht präsentiert sich Eragon sehr wechselhaft: Grafik und Sound sind meist recht ordentlich, auch wenn die Animationen nicht ganz auf dem doch recht hohen Niveau einiger der Umgebungen sind. Die akustische Untermalung des Titels überzeugt durch orchestrale Klänge und eine gelungene Sprachausgabe, während die Steuerung präziser sein dürfte und auch das Button-Layout anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist. Oft schwächelt zudem die Kamera­führung, sodass Sie nicht immer den perfekten Überblick haben und zum Beispiel auf Gegner schießen, die sich außerhalb Ihres Sichtfelds aufhalten. Das größte Manko allerdings ist der Umfang, der mit fünf bis acht Spielstunden alles andere als üppig aus­gefallen ist.

Insgesamt ist Eragon eine weitere Filmumsetzung, die leider nicht in jeder Hinsicht überzeugen kann: Story und Atmosphäre stimmen, die Technik ist meist recht ordentlich, beim Gameplay offenbaren sich aber Schwächen.

Bildergalerie: Eragon
Bild 1-3
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Wertung zu Eragon (X360)

Wertung:

72 /10
Pro & Contra
Spannende StoryTeilweise sehr schöne GrafikSpaßiger Koop-Modus
Geringer UmfangMacken bei der Kamera
Fazit

Solide Filmumsetzung mit netter Story und guter Atmosphäre. Allerdings trüben die Kameraführung und der Umfang den Spielspaß

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