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  • Enter the Matrix

    Gegen die Agenten haben Ghost und Niobe kaum eine Chance. Gegen die Agenten haben Ghost und Niobe kaum eine Chance. Auch Enter the Matrix ist leider so ein Fall. Dabei waren die Vorzeichen eigentlich günstiger, als das bei den meisten Filmumsetzungen der Fall ist: Entwickelt wurde das Spiel von David Perrys renommierter Spieleschmiede Shiny Entertainment, die mit Action-Spielen (MDK, Wild 9s) schon viel Erfahrung haben. Die Regisseure der Matrix-Filme erdachten eigens dafür eine Story, die eng mit der des Films zusammenhängt, ohne Shiny spielerisch zu eng an Szenen aus dem Film zu binden - schließlich bedeutete dies schon oft den Tod guten Gameplays bei Film-Spielen. Und nicht zuletzt bietet sich die Matrix-Thematik für ein Videospiel so sehr an, wie kaum eine andere.
    Nur ein typisches Problem hat Hersteller Atari (ehemals Infogrames) leider nicht umgehen können: Pünktlich zum Kinostart von Matrix Reloaded musste das Spiel schon fertig sein, um einem finanziellen Desaster zu entgehen. Und genau an diesem extremen Termindruck liegt es nun in erster Linie, dass man leider heute wie im Vorfeld von einem beachtlichen erkennbaren Potential sprechen kann - bloß dass das Spiel dummerweise schon im Handel ist, ohne dass Shiny die Zeit gehabt hätte, aus diesem Potenzial durch den nötigen Feinschliff einen Top-Titel zu machen.

    Was ist die Matrix?
    Wer den ersten Matrix-Film verpasst hat, der sollte dies schnellstmöglich nachholen - der optisch beeindruckende Streifen zählt zu den Action-Highlights der letzten Jahre und dient als Auftakt einer Trilogie, deren zweiter Teil am 22. Mai in Deutschland angelaufen ist - der dritte soll schon zum Jahresende folgen. Aus Rücksicht auf diejenigen, die diesen Test lesen, bevor sie ins Kino gehen, verzichten wir an dieser Stelle auf Details der Story von Enter the Matrix. Nur so viel sei gesagt: Sie erleben in dem Spiel die Abenteuer der Freiheitskämpfer Ghost und Niobe, die auch im Film auftauchen, und lernen so mehr über einige Geschehnisse, die sich parallel zur Handlung des zweiten Films zugetragen haben.
    Hierbei sei allen Interessierten ausdrücklich geraten, erst den Film zu sehen, und erst dann das Spiel zu spielen - ansonsten wird man teilweise mit entscheidenden Szenen aus dem Film konfrontiert, ohne den Gesamtzusammenhang zu kennen. Andersrum eignet sich Enter the Matrix als Ergänzung für Kenner des zweiten Films dagegen problemlos.
    Zwar wird das Spiel unter anderem damit beworben, dass beim Dreh der Filme extra dafür zusätzliche Szenen gedreht wurden, doch sollten Sie sich davon nicht zu viel erwarten: Die entsprechenden Szenen bestehen praktisch nur aus Dialogen - sobald Action oder irgendwelche Spezialeffekte zu sehen sind, wird auf die normale Spielgrafik umgeschaltet. Hier hat man offensichtlich um jeden Preis die Kosten niedrig halten müssen. Bei der deutschen Fassung fällt der Sparkurs auch akustisch auf: Trotz Film-Verbindung hat man dem Spiel keine deutsche Synchronisation gegönnt, lediglich englischer Ton mit (teils holprigen) Untertiteln wird geboten.

    Farbarmer Genre-Mix
    Das an dieser Stelle übliche Adjektiv "bunt" bietet sich aufgrund der meist düsteren oder sterilen Farbgebung der Levels kaum an, doch zumindest spielerisch ist Enter the Matrix nicht ganz so einseitig. Den Großteil der Levels erkunden Sie zu Fuß. Rätsel gibt es praktisch keine (ab und zu muss mal ein Knopf gedrückt werden), auch wenn die einzelnen Abschnitte wie Missionen aufgebaut sind - ein Pfeil leitet Sie stets verlässlich zum nächsten Ziel, den genauen Auftrag erledigen Ghost und Niobe vor Ort dann automatisch in einer Zwischensequenz.
    Der Reiz liegt also in den Kämpfen mit den unzähligen Gegnern, die Ihnen oft in Gruppen gegenübertreten. Meist bietet es sich an, zuerst mit Schusswaffen aus der Entfernung vorzugehen, doch oft ist der Nahkampf unvermeidlich. Die Kamera schwenkt dabei aus der üblichen Von-hinten-Ansicht zur Seite und präsentiert die Kontrahenten in einer Perspektive, wie man sie aus Beat'em Ups gewohnt ist. Mit Combos, Würfen und Würgegriffen entledigen Sie sich ihrer Widersacher, auch sich von hinten nähernde Gegner können Sie problemlos mit Rückwärts-Kicks auf Distanz halten.
    An Reiz gewinnen die Kämpfe, sobald Sie per Knopfdruck Ghosts oder Niobes Geist "fokussieren" und Ihrer Spielfigur für die entsprechende Zeit besondere Kräfte verleihen. Diese kann dann schneller laufen, sieht heranfliegende Kugeln - genau wie im Film - langsam auf sich zukommen und kann leicht ausweichen, springt weiter, zielt genauer und kann mit speziellen Moves mehrere Gegner auf einmal angreifen. Überhaupt sehen die Fokus-Attacken in der Regel bedeutend cooler aus: Flugrollen mit Schraube, bei denen Sie permanent den Abzug Ihrer Pistolen betätigen, oder von der Wand abgestoßene Drehkicks sehen nicht nur durch den damit einhergehenden Zeitlupen-Effekt einfach chic aus - und bedeutend effektiver sind diese Manöver natürlich auch noch.

  • Enter the Matrix
    Enter the Matrix
    Developer
    Shiny Entertainment
    Release
    15.05.2003

    Aktuelles zu Enter the Matrix

    Aktuelle Action-Spiele Releases

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Enter the Matrix
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18.06.2003
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