Electronic Arts: "Online Pass-Umsatz in Ordnung, aber nicht überragend"
Mit Project Ten Dollar hat Electronic Arts im vergangenen Jahr zwischen 10 und 15 Millionen US-Dollar Umsatz erwirtschaftet
Electronic Arts führte 2010 mit Tiger Woods PGA Tour zum ersten Mal ein neues Bezahlmodell für hauseigene Spiele ein. Man wolle damit auch nachträglich vom Gebrauchtmarkt profitieren. Mit dem Online-Pass müssen Spieler für ihre gebraucht gekauften Games eine Gebühr in Höhe von 10 Dollar entrichten, um auf alle Online-Features zurückgreifen zu können, andernfalls bleibt ihnen dieser Zugang verwehrt. Nach einem knappen Jahr blickt EA nun auf den dadurch generierten Umsatz zurück und stellt fest: Die Gewinne sind gut, aber nicht riesig. So habe man mit dem ehemaligen Project Ten Dollar seit seiner Einführung im Jahr 2010 zwischen 10 und 15 Millionen US-Dollar Umsatz erwirtschaftet. Mittlerweile enthalten sämtliche Spiele von Electronic Arts mit Online-Funktion diese Art der Zugangsbeschränkung.
Viele Hersteller sind dem Beispiel des Mega-Konzerns gefolgt und bieten ein ähnliches Bezahlmodell: Codemasters, Warner Bros., THQ, Ubisoft und nicht zuletzt Sony sind auf den Zug aufgesprungen und bitten Second-Hand-Käufer ebenfalls zur Kasse, wollen diese nicht auf die oft wichtigen Online-Features und Multiplayer-Gefechte verzichten. Man könne laut EA zwar nicht von einem "dramatisch hohen" Umsatz sprechen, letztendlich handele es sich für den Publisher aber um eine zusätzliche Einnahmequelle, die vorher quasi nicht existent war. Mit einem Jahresumsatz von ca. drei Milliarden Dollar und einem Marktanteil von etwa 25 Prozent auf dem nordamerikanischen und europäischen Markt zählt Electronic Arts zu den weltweit größten Entwicklern und Vertreibern von Computer- und Videospielen.
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