Electronic Arts-Boss outet sich als Infinity Ward-Fan und zweifelt an Treyarchs Fähigkeiten
Infinity Ward galt über Jahre hinweg als klare Shooter-Nummer 1 im Hause Activision. Anfang/ Mitte 2010 kam es dann plötzlich zu Meinungsverschiedenheiten mit der Konzernmutter und IW büßte diesen Status ein.
Was macht man in beinahe jedem Zweig der Industrie, wenn man von der eigenen Produktqualität nicht vollends überzeugt ist? Genau, man macht die Konkurrenz schlecht und sucht angebliche Fehler bei ihr. Electronic Arts-CEO John Riccitello meint nun einen solchen bei Widersacher und Branchenführer Activision Blizzard ausgemacht zu haben. Die Entmachtung der Modern Warfare-Entwickler Infinity Ward zu Beginn des Jahres sei schlicht unbegreiflich. Treyarch tauge nicht zum führenden Shooter-Entwickler. "Die" hätten bis heute kein einziges Spiel mit einer 90iger-Wertung herausgebracht. Vermutlich hätten die Verantwortlichen bei Activision und Vivendi diese Entscheidung getroffen, ohne Modern Warfare beziehungsweise Black Ops (Treyarch) jemals gespielt zu haben.
Man könne einen Entwickler nicht zur Nummer 1 ernennen, indem man einfach ultimativ feststelle, dass das ab jetzt so sei: "Entscheidend ist doch die Frage, welcher Entwickler dazu in der Lage ist, einen Ego Shooter zu machen, der das Genre weiterbringt, so wie es Infinity Ward geschafft hat." Treyarch traut Riccitello das offenbar nicht zu: "Ich denke, es ist keineswegs erwiesen, dass die Konsumenten Treyarch-Titel auf dem selben qualitativen Level ansiedeln wie Werke aus dem Hause Infinity Ward."
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