10-Dollar-Programm von EA: Wenn DLCs zum Kauf neuer Spiele anregen sollen
Wollt ihr für Mass Effect 2 neue Zusatz-Inhalte, benötigt ihr Zugang zum Cerberus-Netzwerk.
Electronic Arts geht's schlecht. Seit die Führung EAs von John Riccitiello übernommen wurde, kennt der Aktienkurs des Unternehmens nur eine Richtung: abwärts. Demzufolge ist Electronic Arts auf jede mögliche Einnahmequelle angewiesen und hatte etwa im Herbst vergangenen Jahres grünes Licht für sein neues 10-Dollar-Programm gegeben. Beispiel Mass Effect 2: Wollt ihr euch optional erhältlichen Download-Content auf eure Xbox-360-Festplatte schaufeln, benötigt ihr Zugang zum Cerberus-Netzwerk. Um diesem beizutreten, liegt dem Spiel ein entsprechender Key bei, der sich allerdings lediglich einmal einlösen lässt. Wer das Spiel gebraucht kauft, hat die Brille auf: Dann muss das Cerberus-Netzwerk für circa 10 Euro erworben werden - sofern man das Spiel um neue Items, Missionen und Waffen erweitern möchte und der Key vom Vorbesitzer schon eingelöst wurde. 10 Euro um Zugang zu - kostenpflichtigen - Download-Contents zu erhalten? Ja, wir sind auch verwirrt, verstehen aber die Intention EAs: Wer das entsprechende Spiel neu kauft, der bekommt - oftmals schon am Release-Tag - diverse Gratis-Inhalte obendrauf. Als Belohnung für das Erstehen eines neuen Spiels, sozusagen. Für den Gebrauchtmarkt resultieren daraus Nachteile: Denn mit diesem Programm versucht EA den Markt für gebrauchte Spiele unattraktiver zu gestalten. Ob's gelingt wird sich wohl erst in den nächsten Monaten zeigen.
John Riccitiello versucht mit dem 10-Dollar-Programm den Markt für gebrauchte Spiele unattraktiver zu gestalten.
Mit herunterladbaren Zusatzinhalten verdienen sich die Publisher ein ordentliches Zubrot. Egal, ob Musikspiele wie Lips oder Guitar Hero oder neue Action-Games wie Modern Warfare 2 oder Heavy Rain: Download-Content kostet den Zocker meist ordentlich Geld. Trotzdem, Vorteile für den Spieler bringen etwa stärkere Rüstungen oder neue Missionen und Level mit ordentlich Spiellänge. Rätselhaft hingegen ist, wieso beispielsweise in Need for Speed oder Dante's Inferno (etwa das 5.000-Seelen-Pack für 320 Microsoft-Points) Items, die im Hauptspiel freigespielt werden können, zusätzlich als kostenpflichtiger Download angeboten werden. Ein Schelm, der hier an Abzocke denkt. Für John Riccitiello riecht es nach einer neuen Einnahmequelle. Klar, der EA-Boss muss schnellstmöglich für Goldtaler in den Kassen seines Unternehmens sorgen. "Wenn sich nicht bald etwas ändert, muss sich Riccitiello in naher Zukunft einen neuen Job suchen", prognostiziert der Wirtschaftsanalyst Michael Pachter. Einen umfassenden Rückblick über gute Spiele und schlechte Finanzen von EA lest ihr auf pcgames.de.
Interessantes zum Weiterlesen:
Die Schattenseiten der Konsolen-Welt: Nervige Nachteile und Probleme von PS3 und Xbox 360
- Schlagwörter:
- , ea electronic arts
Zu den Zeit=Geld DLC:
xxx Seelen, alle Autos, alle Waffen ... gefällt mir…
EA wagt einfach mehr was ich positiv finde. Das kann mal…