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  • Eat Lead: The Return of Matt Hazard für die Xbox 360 im Test

    Die Secret Soldiers of the Wafferthin zeigen sich von  ihrer zweidimensionalen Schokoladenseite. Die Secret Soldiers of the Wafferthin zeigen sich von ihrer zweidimensionalen Schokoladenseite. Quelle: Computec Media AG Matt Hazard ist als Kind offensichtlich in ein Fass voller Testosteron gefallen. Jedenfalls ist der Action-Held derart von sich überzeugt, dass er dem Chef des Videospielkonzerns Marathon Megasoft, Wally Wellesley, ein Dorn im Auge ist. Jeden Videospielgegner konnte dieser als Kind besiegen, nur an einem biss er sich regelmäßig die Zähne aus: Matt Hazard. Dummerweise hat der Macho einen Vertrag auf Lebenszeit und kann nicht gefeuert werden. Also lässt Wellesley sämtliche Videospielgegner auf Hazard los, die Marathon Megasoft je programmiert hat, in der verzweifelten Hoffnung, Hazard ein für alle Mal ins virtuelle Nirwana zu pusten.

    Gute Zeiten ...
    Um diese geniale Idee herum zimmerten die Entwickler leider nur einen Third-Person-Shooter von der Stange, und zwar von jener, an der die langweiligsten Spielelemente hängen. Gäbe es nicht die vielen witzigen Einfälle, Eat Lead wäre es nicht wert, überhaupt ins Laufwerk eingelegt zu werden. Unverhofft tritt Matt beispielsweise an einer Stelle durch eine Tür und die (nicht besonders gute) Next-Gen-Grafik verwandelt sich in eine platte 2D-Umgebung, die Genre-Fans sofort an einen beschlagnahmten Uralt-Shooter erinnern lassen. Hier beharken chronisch untertexturierte Nazi-Soldaten den Helden mit Maschinengewehren und drehen sich zur Seite, um Matts Schüssen auszuweichen. Schließlich bietet eine zweidimensionale Textur keine seitliche Fläche, die man treffen könnte. In einem Hinterhof zwischen modernen Lieferwagen ertönt plötzlich Westernmusik und Cowboys lassen ihre Colts rauchen. Eine Treppe höher verwandelt sich der Level übergangslos in eine Cyberpunk-Bar. Der spielerische Höhepunkt des Spiels ist aber der Kampf gegen Altos Tratus, der direkt einem alten Japano-Rollenspiel entsprungen sein könnte. Weil es seinerzeit noch keine Sprachausgabe gab, klickt sich Matt im Dialog durch Textpassagen, bevor Tratus Meteoriten regnen lässt, wie das in Nippon-Rollenspielen so üblich ist.

    Schlechte Zeiten ...
    Mit einer Kalaschnikow gegen einen Rollenspielcharakter: Altos Tratus ist dennoch eine harte Nuss. Mit einer Kalaschnikow gegen einen Rollenspielcharakter: Altos Tratus ist dennoch eine harte Nuss. Quelle: Computec Media AG Doch statt den Spieler durch permanenten Nervenkitzel in derart inszenierten Bosskämpfen zu unterhalten, werden wir mit anspruchslosen Kämpfen abgespeist, in denen das Prinzip „Masse statt Klasse“ gilt. Space Marines, Zombies, Bauarbeiter, russische Soldaten, weibliche Roboter oder Sam-Fisher-Verschnitte mit Schweißermasken täuschen Abwechslung nur vor. Schnell geht das Abschlachten in Routine über: in Deckung gehen, zielen und abdrücken. Und das – wie es sich für einen Action-Helden gehört – ein paar hundert Mal. Zu keiner Zeit werden Durchschnittsspieler von der KI gefordert, die zwar nicht dumm, aber auch nicht sonderlich anspruchsvoll agiert. Bei den meisten Zwischengegnern sind simple Quicktime-Events angesagt. Fahrzeug-Abschnitte? Fehlanzeige. Riesiges Waffenarsenal? Die paar Handfeuerwaffen, eine AK47, ein Plasmagewehr sowie eine Maschinenpistole, von denen der Held – hört, hört! – sogar eine in jede Hand nehmen kann, sind arg dürftig. In der offensichtlich geschnittenen, deutschen Version lässt das Feuer-Upgrade die Feinde in blauen „Flammen“ aufgehen, die eher an einen Beam-Vorgang aus der Fernsehserie Raumschiff Enterprise erinnern. Immerhin dreht das Spiel gegen Ende hin noch einmal auf, wenn sich die Avatare der Spieleentwickler und Tester von Marathon Megasoft selbst in das Spiel laden, um Matt Hazard auszulöschen. Nicht von schlechten Eltern ist das Deckungssystem, das den Helden unter anderem per Knopfdruck bequem von Deckung zu Deckung sprinten lässt, dorthin, wo es der Spieler gerne hätte. Auch die Musikuntermalung reißt anfangs durchaus mit, wiederholt sich später aber ständig. Die deutschen Sprecher der Hauptfiguren sind okay, die englischen aber um Klassen besser. So besitzt der Zwischengegner Sniper Scope – von Matt liebevoll Snipey genannt – in der Originalfassung einen österreichischen Schwarzenegger-Akzent. Der deutsche Sprecher spricht dagegen Hochdeutsch. Da das Spiel keinen Mehrspielermodus besitzt, sollten sich leidensfähige Spielenostalgiker Eat Lead einfach mal ausleihen, in acht bis zwölf Stunden durchspielen und dann schnell wieder zurückgeben.

    Eat Lead: The Return of Matt Hazard (X360)

    Spielspaß
    61 %
    Grafik
    5/10
    Sound
    7/10
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Genialer Grundgedanke
    Gutes Deckungssystem
    Mehrere Frustpassagen
    Anspruchslose Massenschießereien
    Nur scheinbar abwechslungsreich
    Fazit
    So viel verschenktes Potenzial, dass es fast schon eine Schande ist.
  • Eat Lead: The Return of Matt Hazard
    Eat Lead: The Return of Matt Hazard
    Publisher
    D3Publisher
    Developer
    Vicious Cycle Software
    Release
    20.03.2009

    Aktuelles zu Eat Lead: The Return of Matt Hazard

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Eat Lead: The Return of Matt Hazard
Eat Lead: The Return of Matt Hazard für die Xbox 360 im Test
http://www.videogameszone.de/Eat-Lead-The-Return-of-Matt-Hazard-Spiel-22437/Tests/Eat-Lead-The-Return-of-Matt-Hazard-fuer-die-Xbox-360-im-Test-679304/
19.03.2009
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2009/03/X3_xbox_360_t_Eat_Lead_The_Return_of_Matt_Hazard_01.jpg
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