Test zu Dragon's Dogma für PS3 und Xbox 360: Mit dem neuen Fantasy-Rollenspiel will Capcom als japanischer Entwickler ein westliches Rollenspiel abliefern - und das gelingt überraschend gut. Dank des Grafikstils und Schwierigkeitsgrads fühlt sich Dragon's Dogma an wie ein Hybrid aus Skyrim und Dark Souls.
Das hat uns an Dragon's Dogma nicht gefallen:
Die Story
Zwar hat die Geschichte vom fiesen, herzessenden Drachen durchaus Potential, bis die Story aber in Fahrt kommt, vergehen mehrere Spielstunden, in denen ihr relativ ziellos durch die Welt zieht, grob den Storymissionen folgt und ansonsten euer eigenes Glück sucht. Diese spielerische Freiheit ist zwar nett, einen etwas röteren Faden zu Beginn des Spieles hätten wir uns aber trotzdem gewünscht. Dafür ist die dreckige Atmosphäre gut umgesetzt - immerhin auch etwas.
Die Technik
Die technische Umsetzung ist wohl der größte Kritikpunkt, den man Dragon's Dogma anlasten kann. Die einzelnen Charaktermodelle und deren Animationen sind zwar größtenteils gelungen, von den Umgebungsgrafiken kann man dies jedoch nicht behaupten. Texturen sind oft grob aufgelöst und matschig und - was noch viel schlimmer wiegt - werden teilweise erst geladen, wenn ihr bereits neben ihnen steht. So könnt ihr bei manchen Wänden quasi zuschauen, wie die Textur geladen wird. Ähnliches gilt für Objekte und NPCs, die mitunter erst sehr spät auftauchen. Wenn ihr beispielsweise laut Minimap bereits bei einem Questgeber steht, dieser aber erst Sekunden später in eurem Sichtbereich aufploppt, schlägt das gehörig auf die Stimmung.
Die Steuerung
Eigentlich funktioniert die Steuerung bei der Navigation durch die Spielwelt und in den Kämpfen wirklich gut, es gibt aber eine Ausnahme: die Kletterei. Vor allem an Stellen, an denen ihr euch an Gegnern hochhangelt, wirkt die Steuerung sehr hakelig. So hängt ihr oftmals in Kniekehlen oder Armbeugen fest, kraxelt quer an den Gegnern herum oder veranstaltet andere, nicht nachvollziehbare Dinge. Dadurch verkommt diese taktische Komponente oftmals zu einem Glücksspiel und somit zur Nervenprobe.
