Dragon Quest IX im Test: Ein absolutes Rollenspiel-Highlight für Nintendo DS
Packshot von Dragon Quest IX
Routinierte N-ZONE/Videogameszone-Leser erinnern sich bestimmt an unseren Vorschau-Bericht zum neuesten Ableger der Dragon Quest-Reihe in der Ausgabe 06/10. Nun steht endlich der genaue Release-Termin des Spiels für Deutschland fest: Am 23. Juli – ziemlich genau ein Jahr nach der Veröffentlichung in Japan – steht es auch bei uns in den Läden! Viele von euch haben vielleicht noch nie einen Dragon Quest-Teil gespielt.
Das ist nicht verwunderlich, denn außerhalb Japans erfreute sich die kunterbunt designte Rollenspiel-Reihe bisher nur relativ geringen kommerziellen Erfolges. Doch wenn ein Ableger der Serie die Chance hat, dies zu ändern, ist es mit Sicherheit Dragon Quest IX, das bis dato meisterverkaufte Spiel der Reihe. Geselliges Beisammensein: In dieser Taverne organisiert ihr eure Multiplayer- Ausflüge oder stellt Gruppen für Solo-Abenteuer zusammen.
Die packende Story von Dragon Quest IX
Im Kampf verwendet ihr Angriffe, Magie oder Spezialattacken.
Zu Beginn des Spieles begebt ihr euch in himmlische Gefilde und helft als Engel heimlich den Menschen auf der Erde, für deren Augen ihr unsichtbar seid. Zunächst widmet ihr euch dabei rollenspieltypisch einfacheren Aufgaben, indem ihr kleinere Probleme eurer Schutzbefohlenen löst, zum Beispiel verschwundene Ringe wiederbesorgt. Das alles geschieht aus gutem Grund, denn die Dankbarkeit der Erdbewohner materialisiert sich in sogenanntem Benefizit, das ihr im Spielverlauf einsammelt. Eure Mission als frisch gebackener Schutzengel besteht darin, diese mysteriöse Substanz dem Weltenbaum im Himmel darzubieten, um so den Weg ins Reich des Herrn zu öffnen. Sobald ihr genügend Benefizit beisammenhabt, solltet ihr eigentlich an Bord eines himmlischen Gefährts dorthin gebracht werden – doch es kommt alles anders als erwartet: Der zugförmige Sternenexpress explodiert direkt vor euren Augen und ihr findet euch – ohne Flügel und Heiligenschein – als normaler Mensch auf der Erde wieder. Ihr meint, damit ist die Geschichte aus und vorbei? Pustekuchen, denn nun beginnt das Abenteuer von Dragon Quest IX erst richtig.
Dragon Quest IX bietet ungewöhnliche Optik
Geselliges Beisammensein: In dieser Taverne organisiert ihr eure Multiplayer-
Ausflüge oder stellt Gruppen für Solo-Abenteuer zusammen.
Bevor ihr euch ins Geschehen werft, schustert ihr nach Belieben einen Helden zusammen, den ihr dann durch die fröhlich gestaltete Welt des Spiels führt. Manga-Fans wird gleich auffallen, dass das Charakter-Design aus der Feder von Künstler Akira Toriyama stammt, der auch für die Dragon Ball-Fernsehserie verantwortlich zeichnet. Dessen ganz eigener Stil sowie der sympathische Humor der Dragon Quest-Reihe tragen maßgeblich dazu bei, dass die Reihe in Japan seit Jahren ein Verkaufsschlager ist. Wie in anderen Genre- Vertretern erkundet ihr eine weitläufige Welt, die jede Menge Geheimnisse für euch bereithält. Erstmals müsst ihr euch in der Reihe nicht mit Zufallskämpfen herumschlagen, sondern seht die Gegner auf der Weltkarte umherstreifen. Sobald ihr einem der – oftmals ziemlich putzigen und gar nicht bösartig wirkenden – Widersacher zu nahe kommt, geht’s auf in den rundenbasierten Kampf! Hier verwendet ihr Angriffe, Magie oder Spezialattacken, wie ihr wollt, und sammelt so genügend Erfahrungspunkte, um nach und nach im Level aufzusteigen.
Mehrspieler-Modus: Ein Highlight in Dragon Quest IX
Gefährlich: Wenn euch eines der Monster auf der Weltkarte entdeckt, erscheint ein Ausrufezeichen über ihm und es verfolgt euch, um euch anzugreifen. Entweder ihr kämpft oder ihr nehmt die Beine in die Hand!
Das Spiel hält euch auch abseits der Hauptgeschichte auf Trab: Als hilfsbereiter Ex-Engel geht ihr nach Belieben optionalen Quests nach, wobei oftmals besondere Belohnungen für euch herausspringen. Zudem bietet der neueste DS-Ableger der Serie ein ausgefeiltes Alchemie- System, dank dem ihr eine Fülle an verschiedenen Items und Ausrüstungsgegenständen erschafft. Wer sich bei der Rezept- Suche Mühe gibt, wird gleich doppelt belohnt. Denn die Rüstungen verbessern nicht nur unterschiedliche Attribute, sondern verändern auch das Aussehen eurer Figur. Das ist gut so, da ihr euch via Online-Verbindung mit eurem individuell gestalteten Charakter mit bis zu drei Freunden auf Erkundungstour begeben könnt! Hierfür wird relativ früh im Spielverlauf eine Taverne freigeschaltet, in der ihr eure kleinen Gruppen-Ausflüge organisiert. Daneben dient das Gasthaus bei Solo-Spielen dazu, die richtige Kampforganisation zu finden: Ihr erstellt nach Belieben weitere Party-Mitglieder und zieht mit diesen ins Abenteuer. Was anfangs ziemlich spaßig ist, ist gleichzeitig aber auch der eine große Nachteil des Games, denn eure selbst designten Gefährten sind komplett stumm. Das macht es ziemlich schwierig, eine emotionale Bindung zu ihnen aufzubauen, wie sie in vielen anderen japanischen RPGs extensiv gepflegt wird. Doch die fesche Grafik, die abwechslungsreichen Musikstücke und vor allem der großartige Mehrspieler- Modus machen dieses Manko locker wett!
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Meiner Meinung ein Pflichtkauf für alle DS-Besitzer und Rollenspielfans!
Das sollte man sich nicht entgehen lassen.