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  • Dragon Quest Heroes im Test: Spaßiger Action-Ausflug mit verschenktem Potenzial

    Dragon Quest macht auf Action. Gute Kombination oder schlechte Idee? Dieser Frage gehen wir im Test zu Dragon Quest Heroes auf den Grund.

    Seit 29 Jahren fungiert Dragon Quest als Sinnbild für das absolut klassische Japan-Rollenspiel und setzt dabei seit jeher auf die gleichen Tugenden. Im Zentrum der Handlung steht immer der Kampf zwischen Licht und Finsternis, die Charaktere sind stets klar einem der beiden Lager zugeordnet, das Artdesign grundsätzlich farbenfroh und locker, als Setting dient klassische Mittelalter-Fantasy, die Monster sind eher niedlich als furchteinflößend und das Kampfsystem allzeit rundenbasiert. Auch Dragon Quest Heroes: Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe setzt diese Tradition in fast allen Punkten fort, lediglich bei der Spielmechanik zeigt sich Square Enix experimentierfreudig. Denn anders als die Hauptspiele, setzt die Heroes-Subserie auf ein Action-Kampfsystem in Echtzeit, das sehr stark an Dynasty Warriors angelehnt ist und leider auch dessen Nachteile mit sich bringt. Doch eines nach dem anderen…

    Arboria in Gefahr

          

    Für Fans: Das Monsterdesign ist wieder einmal herzallerliebst. Überhaupt gibt sich Heroes bei der Umsetzung vieler serientypischer Elemente keine Blöße. Für Fans: Das Monsterdesign ist wieder einmal herzallerliebst. Überhaupt gibt sich Heroes bei der Umsetzung vieler serientypischer Elemente keine Blöße. Quelle: Play4 / Square Enix In Dragon Quest Heroes habt ihr zu Beginn des Abenteuers die Wahl zwischen den beiden Protagonisten Lucian und Rita, wobei ihr diese serientypisch auf Wunsch auch umbenennen dürft. Lucian ist ein begnadeter Stratege, der sich immerzu furchtbar umständlich ausdrückt, während Rita ein ungestümer Hitzkopf ist und sich am liebsten direkt in den Kampf stürzt. Auf wen eure Wahl fällt, ist dabei zweitranging, da sich beide Charaktere sehr ähnlich spielen und der jeweils andere sowieso ebenfalls Teil eurer Heldentruppe ist. Die beiden sind Hauptmänner in der Königsgarde von Arboria und werden in ihrer Funktion ordentlich auf die Probe gestellt, als eine dunkle Macht die einst friedlichen Monster plötzlich ausrasten lässt und ganze Heerscharen plötzlich die Stadt und deren Bewohner angreifen.

    Zusammen mit ihrem König Dorik und ihrem Heilschleim-Freund Meditschi schlagen die Helden die Attacke zurück und beschließen, auch den Rest der Welt vor der Bedrohung zu beschützen und die Hintergründe dieser Ereignisse aufzudecken. Auf der damit verbundenen Reise schließen sich dann wie gewohnt weitere Recken an, wobei es sich beim Großteil um Helden bisheriger Dragon Quest-Hauptspiele handelt. Mit von der Partie sind unter anderem Kyrill und Elena aus Dragon Quest IV, Bianca und Nera aus Dragon Quest V, Vincent aus Dragon Quest VI sowie Yangus und Jessica aus Dragon Quest VIII. Warum diese alten Bekannten in der Welt von Lucian und Rita gestrandet sind, wird erst später im Storyverlauf geklärt und soll von uns hier natürlich nicht gespoilert werden.

    Viele Monster, wenig Moves

          

    Auflockerung: Ab und an sorgen kleinere Besonderheiten wie diese Teleporter für etwas Abwechslung in den Missionen. Das kommt nur leider zu selten vor. Auflockerung: Ab und an sorgen kleinere Besonderheiten wie diese Teleporter für etwas Abwechslung in den Missionen. Das kommt nur leider zu selten vor. Quelle: Play4 / Square Enix Unter den Helden befindet sich auch die Erfinderin Eila, die der Gruppe praktischerweise schon sehr früh im Spiel das Luftschiff "Der Wolkenbrecher" als Transportmittel zur Verfügung stellt. Bevor sich Dragon Quest-Veteranen nun wundern, ob das nicht die Erkundung der Spielwelt in Heroes komplett auf den Kopf stellt: Eine frei erkundbare Oberwelt wie in den Hauptspielen gibt es in diesem Spin-off sowieso nicht. Stattdessen setzt der Action-Ableger auf ein Missionssystem, wobei ihr den nächsten Auftrag auf einer Weltkarte auf der Brücke des Wolkenbrechers auswählt. Das ist zwar wenig spannend, erfüllt aber seinen Zweck.

    Ist die Mission gestartet, landet ihr direkt am Einsatzort, wo es den Monstern dann an den Kragen geht. Das Kampfsystem ist im Grunde identisch zu den Warriors-Spielen, nur mit ein paar kleineren Anpassungen: Mit Viereck verteilt ihr leichte Schläge, mit Dreieck schwere und beides kombiniert ihr zu Combo-Abfolgen. Wenn ihr R1 gedrückt haltet, stehen euch zudem bis zu vier Zauber oder Spezialangriffe zur Verfügung, die allerdings euren Mana-Vorrat aufbrauchen. Zu guter Letzt füllt ihr mit euren Attacken die Konzentrationsleiste auf. Ist diese voll, könnt ihr in bester DQManier in einen Zustand hoher Konzentration wechseln. Dadurch seid ihr für kurze Zeit unverwundbar, verbraucht für Zauber und Spezialattacken kein Mana, haut deutlich stärker zu und könnt als krönenden Abschluss des Konzentrationszustands einen extrem mächtigen Finishing-Move zum Besten geben, was gerade in Bosskämpfen unverzichtbar ist.

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    Dragon Quest Heroes kann ab sofort vorbestellt werden. Das Spiel erscheint am 16. Oktober 2015 für PS4. PS4 0

    Dragon Quest Heroes: Trailer stellt die Charaktere vor - jetzt vorbestellen

      Dragon Quest: Heroes erscheint am 16. Oktober für PS4. Anlässlich der bevorstehenden Veröffentlichung präsentieren Sony und Square Enix einen neuen Trailer.

    Und damit haben wir auch schon das gesamte Kampfsystem zusammengefasst. Das klingt reichlich flach und ist es leider auch, zumal das Repertoire an unterschiedlichen Combos pro Charakter sehr klein ausfällt. Das komplette Arsenal ist in höchstens einer Stunde verinnerlicht, die stärkste Combo schnell erkannt und künftig immer und immer und immer wieder runtergespult. Dazu werden dann hin und wieder Spezialfähigkeiten sowie der Konzentrationsmodus eingestreut und fertig ist das Dragon Quest Heroes-Geschnetzel(te). Mit diesem Rezept kommt ihr problemlos durch den Großteil der Kämpfe; lediglich wenn größere Monster wie Trolle, Killermaschinen, Königsschleime, Hacksaurier oder gar Bosskämpfe anstehen, ist etwas Finesse gefragt. In diesen Fällen müsst ihr dann sogar mal die Ausweichrolle sowie den Schildblock nutzen oder zur Monster-Beschwörung greifen.

    Die besiegten Schleime, Ghouls, Skelette und Konsorten lassen nämlich nicht nur Alchemie-Zutaten und Goldstücke fallen, sondern hin und wieder auch Monstermedaillen ihrer Selbst. Dank einer weiteren von Eilas Erfindungen nutzt ihr diese Medaillen, um das entsprechende Monster für eure Seite kämpfen zu lassen. Einige Monster dienen dabei als Wachposten, während euch andere einen einmaligen Effekt spendieren. Flederkühe füllen beispielweise euren Konzentrationsbalken an, während Minidämonen bei ihrer Beschwörung einen Angriffszauber wirken. Das erweitert die Kämpfe um eine weitere Ebene, die meiste Arbeit müsst ihr aber natürlich dennoch selbst übernehmen.

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    Monotone Missionen

          

    Das flache Kampfsystem ist allerdings nur ein untergeordnetes Problem von Dragon Quest Heroes, denn es ist der grundlegende Ablauf der Schlachten, dem es an Abwechslung fehlt. Egal ob eure Aufgabe darin besteht, eine Position zu halten, jemanden zu eskortieren oder alle Portale zu deaktivieren, aus denen die Monster wellenweise strömen: Es läuft sowieso immerzu darauf hinaus, alle Gegner unter die Erde zu schicken – denn erst dann wird ein neuer Abschnitt zugänglich oder ein neues Ereignis enthüllt. Wenn sich so mancher Verteidigungslevel obendrein zieht wie Kaugummi und ständig frische Monsterportale samt Angriffswellen auftauchen, kratzt das mitunter schon merklich an der Langzeitmotivation. Ab und an kommt eine neue Idee hinzu, etwa stationäre Kanonen, mit denen ihr eure Widersacher ins Visier nehmt oder Abgründe, in die ihr die Monster schubsen könnt, um diese sofort zu erledigen. Doch diese Beispiele kann man an einer Hand abzählen.

    Viel zu tun im Lande Arboria

          

    Seitenwechsel: Wenn ihr die Monster im Kampf bezwingt, lassen sie ab und an Medaillen fallen, mit denen ihr sie für eure Seite beschwören könnt. Diese Golems dienen zum Beispiel als Wachposten für euch. Seitenwechsel: Wenn ihr die Monster im Kampf bezwingt, lassen sie ab und an Medaillen fallen, mit denen ihr sie für eure Seite beschwören könnt. Diese Golems dienen zum Beispiel als Wachposten für euch. Quelle: Play4 / Square Enix Glücklicherweise halten Handlung und Rollenspiel-Aspekte ausreichend bei Laune, um die etwa 25-stündige Kampagne dennoch durchzuziehen. Zwischen den Aufträgen dient der Wolkenbrecher als mobile Einsatzbasis. Hier bestimmt ihr, welche Helden euch in den Kampf begleiten (DQ-typisch geht es zu viert in den Kampf), besorgt euch bei den bordeigenen Händlern neue Ausrüstung, werft Zutaten im Alchemiekessel zusammen, um Accessoires zu erstellen und schnappt euch bei der Quest-Vermittlerin neue Nebenaufträge. Letztere gibt es in den Varianten "bring mir X von Gegenstand Y", "erledige folgende Anzahl dieser Monstersorte" oder "fiese Monster bedrohen folgenden Ort, bitte hilf den Leuten dort". Das lässt sich meist gut nebenbei im Verlauf der Hauptgeschichte erledigen und birgt vor allem wertvolle Belohnungen wie die Vergrößerung eures Inventars oder die Erhöhung der Slots für die Nutzung von Monstermedaillen.

    Insgesamt gibt es über 100 Nebenquests zu erledigen, wobei einige erst nach Abschluss der Story verfügbar sind. Auf Wunsch könnt ihr zudem jederzeit bereits bekannte Orte immer wieder aufsuchen, um dort Erfahrung, Goldstücke oder Alchemiezutaten zu grinden. Mit gesammelten Erfahrungspunkten erhaltet ihr wie gewohnt für Stufenaufstiege nicht nur gesteigerte Attribute, sondern auch Talentpunkte, die ihr in einem simplen Talentbaum gegen aktive und passive Fähigkeiten tauscht. An Umfang fehlt es Heroes also nicht, zumal sogar ein New-Game-Plus-Modus parat steht und sämtliche DLC-Inhalte, die japanische Spieler noch separat kaufen mussten, in der westlichen Umsetzung bereits kostenlos mit drin sind.

    Ein Fest für Fans

          

    Dicker Brocken: Große Monster wie dieser Troll und Bossgegner sind wesentlich schwieriger zu überwinden und erfordern daher sogar etwas Taktik. Dicker Brocken: Große Monster wie dieser Troll und Bossgegner sind wesentlich schwieriger zu überwinden und erfordern daher sogar etwas Taktik. Quelle: Play4 / Square Enix Was Heroes deutlich vom Dynasty Warriors-Allerlei abhebt, ist die grandiose Dragon Quest-Atmosphäre, die in jedem Winkel des Spiels wunderbar zu spüren ist. Von der unverwechselbaren Intro-Musik über die berühmten DQ-Soundjingles bis hin zur treuen Umsetzung der Fähigkeiten und Items werden Serienfans durchgehend mit einer dicken Packung Nostalgie verwöhnt. Selbst das Sammeln von Minimedaillen, die ihr bei König Flaminio gegen Alchemierezepte und seltene Items tauscht, sowie die seltenen Metallschleime haben es ins Spiel geschafft. Helden und Monster sind außerdem wunderbar umgesetzt und haben den Übergang in die HD-Ära rigoros überstanden. Und dann wäre da noch die vorbildliche Lokalisierung. Die deutschen Texte strotzen serientypisch nur so vor Alliterationen, Wortspielen und feinen Details, während die englische Sprachausgabe durchweg gelungen ist und hier und da zusätzlich mit charmanten Akzenten begeistert. Dadurch rettet sich Heroes trotz seiner monotonen Kämpfe zu einem guten Spin-off für Fans, das aber noch ein starkes Stück hinter der sehr hohen Güteklasse der Hauptspiele bleibt.

    Fazit und Wertung

          


    Dragon Quest: Heroes (PS4)

    Spielspaß
    78 %
    Grafik
    -
    Sound
    -
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Grandiose Dragon Quest-Atmosphäre
    Fabelhafte, verspielte Lokalisierung
    Starker Umfang
    Umständliche Menüführung
    Flaches Kampfsystem mit wenig Moves
    Sehr monotoner Spielablauf
    Fazit
    Ordentlicher Action-Ableger, der von seiner Atmosphäre lebt.

    04:54
    Dragon Quest Heroes: King Doric's Royal Overview-Trailer
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Dragon Quest: Heroes
Test: Spaßiger Action-Ausflug mit verschenktem Potenzial
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http://www.videogameszone.de/Dragon-Quest-Heroes-Spiel-54813/Tests/Test-1173937/
09.10.2015
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2015/10/dragon_quest_heroes_test_0005-pc-games_b2teaser_169.jpg
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