Dragon Age 2 (PS3)

Release:
10.03.2011
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Electronic Arts

Dragon Age 2 im Test für PS3 und Xbox 360 - Ab heute im Handel erhältlich

10.03.2011 12:22 Uhr
|
Neu
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Mass Effect 2 hat es vorgemacht: Der Action-Anteil steigt, RPG-Elemente werden reduziert. Geht Bioware für Dragon Age 2 genau so vor? Dragon Age 2 glänzt durch actionreiche Kämpfe. Doch was ist mit den klassischen Rollenspielelementen? Unser Test sagt euch, was Sache ist!


Kein Dragon Age ohne Drachen - logo - die Burschen sind taktisch anspruchsvoll, was den ansonsten recht leicht geratenen Kämpfen guttut. Kein Dragon Age ohne Drachen - logo - die Burschen sind taktisch anspruchsvoll, was den ansonsten recht leicht geratenen Kämpfen guttut. [Quelle: PC Games] Im Vorfeld äußerten viele Spieler ihre Hoffnungen und Befürchtungen bezüglich Dragon Age 2. Im Test stellt sich heraus, dass beides berechtigt ist: Dragon Age 2 setzt nicht das klassische Rollenspielkonzept des Vorgängers Dragon Age: Origins nahtlos fort. Aber es ist auch kein "nur auf Action getrimmtes Mass Effect 2 im Fantasy-Gewand". Zur Erinnerung: Mass Effect 2 bot etlichen Spielern viel zu wenig klassisches Rollenspiel im Vergleich zum Vorgänger. Als Bioware schließlich kurz nach der Veröffentlichung von Dragon Age: Origins verkündete, man wolle etliche Elemente für den zweiten Teil überarbeiten, war die Angst vor dem "Mass Effect-Effekt" geboren.

Wie viel Action darf nun ein modernes Rollenspiel überhaupt haben? Welche Zutaten sind generell wichtig, um es dem Spieler schmackhaft zu machen? Um diese zwei Fragen kreisen unsere Gedanken, nachdem wir in Dragon Age 2 über 40 Stunden lang Quests gelöst, Dialogen gelauscht und Charaktere entwickelt haben. Stunden, in denen wir den anfänglichen Flüchtling Hawke in einen strahlenden Recken verwandeln und in denen wir zusammen mit seinen Begleitern die wildesten Kämpfe bestreiten und spannende Geschichten erleben. Nicht alle im Test beleuchteten Features lassen sich als simple "Pro"- oder "Kontra"-Argumentation klassifizieren, denn in Dragon Age 2 prallen einfach zwei Welten aufeinander. Was klassischen Rollenspielern wichtig ist, wird von Actionfans vielleicht müde belächelt und umgekehrt. Daher haben wir versucht, zu möglichst vielen Punkten unterschiedliche Sichtweisen zu berücksichtigen. Was sich an dieser Stelle schon festhalten lässt: Auch wenn wir all den klassischen Rollenspielelementen, die Origins noch besaß, nachtrauern: Die hervorragend inszenierte, actionreiche Story, die packenden Gefechte, die coolen Bossgegner, die kernigen Dialoge – das alles passt sehr gut zusammen und bietet einfach viel Spaß.

Das hat uns an Dragon Age 2 gefallen

Dragon Age 2: Zum Glück konnten wir den riesigen Oger einfrieren. Dragon Age 2: Zum Glück konnten wir den riesigen Oger einfrieren. [Quelle: PC Games] Eine gut erzählte Geschichte mit starken Charakteren ist das Salz in der Suppe!
"Wir wollen gute Storys bieten", lautet das Motto der Entwickler. Darin war Bioware schon immer gut und ist es in vielen Punkten auch in Dragon Age 2. In Rückblenden erzählt, erfährt die Familiengeschichte rund um die Hauptfigur Hawke viele Wendungen. Nach dem jedoch recht kurz geratenen Abriss der Ereignisse des Vorgängers sorgt Hawkes Flucht aus seiner Heimat Lothering für erste Auswirkungen im Spiel. Wie das? Eure Wahl der Charakterklasse bestimmt schon, welcher von Hawkes beiden Geschwistern – Carver (Krieger) oder Bethany (Magierin) – euch weiter durch das Spiel begleitet. Das Ziel der spielbaren Fluchtsequenz, geschickt als Tutorial genutzt, führt euch zur Stadt Kirkwall, dem Hauptschauplatz und leider auch der einzigen Stadt von Dragon Age 2. Innerhalb der Stadtmauern findet eure Flüchtlingsgruppe zunächst nur eine schäbige Unterkunft bei Hawkes Onkel. Das prächtige Familienanwesen der Familie: von ebenjenem Onkel verkauft; die Lage: aussichtslos. Der Plan lautet, Geld zu beschaffen, um schnell wieder zu Besitz und Wohlstand zu gelangen, schließlich ist man ja von edlem Geblüt.

Was zunächst nach einfallslosem Klischee klingt, entwickelt sich rasch zu einer Hauptgeschichte, die so ziemlich alle Register zieht, die gute Fantasy braucht. Verrat, Freundschaft, dunkle Magie, Mord, Krieg, Familienzwist, politische Querelen zwischen Magiern, Templern und der Kirche, Rassenhass, Banditen, Sklaverei, Drachen und Monster – Bioware peitscht den Spieler förmlich von einer Geschichte zur nächsten, ohne sich jedoch dabei zu verzetteln. Dafür sorgt die kluge Unterteilung all der Quests im schlicht gehaltenen Journal nach Haupt- und Sekundär-Quests, Gefährten- und Nebenaufgaben sowie Gerüchten.

Die beste Story nützt nichts, wenn die dazugehörigen Charaktere unglaubwürdig wirken. Sowohl Origins als auch Mass Effect 2 waren voll einzigartiger Figuren und diese Tradition setzt Bioware auch in Dragon Age 2 fort. Egal ob es der sympathische Zwerg Varric ist, der seine Armbrust liebevoll "Bianca" nennt, oder die kesse Piratenbraut Isabela, die euch ein ums andere Mal an der Nase herumführt – sich mit den Gefährten zu beschäftigen und deren Freund- oder Feindschaft zu erlangen, ist eine der Stärken von Dragon Age 2. Je nachdem, welche der sieben verfügbaren Begleiter ihr in eure Vierergruppe für eine Quest mitnehmt, ergeben sich unterschiedliche Situationen. Sei es, dass sich die Begleiter zanken, miteinander diskutieren oder euch ganz praktisch bei Questdialogen unterstützen. Um die Beziehungen zu euren Gefährten zu vertiefen, müsst ihr diese in ihren Behausungen in Kirkwall aufsuchen. Ein Gemeinschaftslager wie in Origins gibt es nicht.

Sämtliche Szenen in den Zwischensequenzen mit den Begleitern sind gut inszeniert, bannen einen förmlich an die Konsole. "Wie wird Isabela reagieren, wenn ich ihr nicht bei ihrem Anliegen helfe?" - "Was geschieht, wenn ich versuche, mit Fenris anzubändeln?" Man ist stets neugierig, wie sich das Beziehungsgefüge zwischen den Figuren entwickelt. Schade nur, dass sich die Begleiter außerhalb der cineastischen Szenen nicht ihren Gesprächspartnern zuwenden. Stur geradeaus blickend, geben sie ihre Kommentare ab. Das dämpft die Atmosphäre. Insgesamt macht es jedoch sehr viel Spaß, sich mit den sehr unterhaltsamen Questreihen rund um die Begleitcharaktere zu beschäftigen, auch wenn es nicht ganz an die erzählerische Dramaturgie eines Mass Effect 2 herankommt.

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10.03.2011 12:22 Uhr
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Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
15.03.2011 15:12 Uhr
bin jetzt 30 stunden dran und noch lange nicht durch. ich finde das spiel sehr geil, nicht so gut wie das meiner meinung nach geniale (unterbewertete) origins, aber auf jedem fall sehr zockenswert. die story entfaltet sich auf jedem fall erst wirklich, wenn man auch die sidequests spielt (und die story ist…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
14.03.2011 12:05 Uhr
Bin enttäuscht,hab schon 100mal denselben Plunder"zerrissene Hose" gefunden und die Umgebungen wie Höhlen etc gleichen sich zu sehr.Sieht etwas nach schnellschuss aus,da wäre mehr möglich gewesen.Der erste ist der bessere Teil.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
10.03.2011 15:24 Uhr
Zitat: (Original von linktheminstrel;9175711)
@paul23
es ist ja auch ne ganz andere story, außerden glaube ic kaum, dass 18 monate entwicklungszeit für die unterschiedlichen charakterarten etc gereicht hätten.
Das stimmt allerdings.
Holen werde ich es auch, die Frage ist wann. So heiss bin ich auf das Game nach der Demo nicht. Habe noch genug mit ME2 zutun.  

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http://www.videogameszone.de/Dragon-Age-2-PS3-234083/Tests/Dragon-Age-2-im-Test-fuer-PS3-und-Xbox-360-Ab-heute-im-Handel-erhaeltlich-814949/
10.03.2011
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2011/03/Dragon_Age_2_PC.jpg
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