Dissidia Final Fantasy-Test: Simples Kampfsystem, scher zu meistern

Test Maik Koch

Dissidia Final Fantasy-Review: Zehn Helden gegen zehn Schurken. Hält das Dissidia, was die Vorschauversion für PSP versprach?

SCHWER ZU MEISTERN
Das Kampfsystem ist im Kern ganz simpel: Mit der Kreis-Taste klaut ihr dem Gegner Motivationspunkte, mit der Viereck-Taste teilt ihr dann Schaden in Höhe der angesammelten Punkte aus. Zusätzlich könnt ihr durch das Sammeln kleiner Glöckchen eine Spezialleiste auffüllen, durch die ihr eure Statuswerte kurzzeitig erhöht und sogenannte EX-Moves vom Stapel lasst: spektakulär inszenierte, individuelle Attacken jedes Kämpfers. Und tatsächlich gewinnt ihr die ersten paar Kämpfe durch simples Button-Mashing recht flott. Das ist aber kein Kritikpunkt. Vielmehr handelt es sich dabei um eine optimal aufgebaute Lernkurve. Denn sobald ihr euch erst mal mit der Steuerung und dem Kampfsystem zurechtfindet, bekommt ihr es auch schon mit den ersten Gegnern zu tun, die ihr nicht mehr so leicht in die Tasche steckt.

Dissidia Final Fantasy (3) Quelle: videogameszone.de Dissidia Final Fantasy (3)

Die weichen dann euren Schlägen aus und kontern mit heftigen Attacken. Gerade wenn es zu Konter-Duellen kommt, ist Timing gefragt. Geht ihr aber siegreich aus den Kämpfen hervor und erfüllt dabei auch noch optionale Ziele (z. B. den Gegner innerhalb eines bestimmten Zeitlimits niederstrecken), erhaltet ihr dafür Items und Erfahrungspunkte, mit denen ihr die Kontrahenten Sephiroth & Co. freischalten und jeden eurer vorhandenen Kämpfer ausrüsten könnt.

Dissidia Final Fantasy (6) Quelle: videogameszone.de Dissidia Final Fantasy (6)

Dissidia Final Fantasy (5) Quelle: videogameszone.de Dissidia Final Fantasy (5) Egal ob ihr an den Fertigkeiten arbeitet, neues Equipment auswählt oder Esper-Attacken zuweist - der Rollenspielaspekt ist zwar nicht so komplex, wie man es aus einigen Final Fantasys kennt, aber unglaublich umfangreich! Sogar das ganze Drumherum, etwa ein Kalender, der euch für das Spielen an bestimmten Tagen belohnt, fügt sich optimal in dieses System ein. Der Ad-hoc-Mehrspieler-Modus, in dem ihr mit Freunden digitale Visitenkarten austauscht, um gegen sie anzutreten, ist da nur das Sahnehäubchen. Die eigentliche Motivation entfaltet sich aber beim Aufleveln der Charaktere im Einzelspielermodus und den sich daraus ergebenden, vollkommen übertrieben inszenierten Fights. Als Beat ‘em Up ist Dissidia somit nicht mit offensichtlichen Genre-Kollegen wie Street Fighter oder Tekken vergleichbar. Das ist aber nicht schlimm. Wer die beiden genannten Titel auf der PSP gespielt hat, weiß, dass sich ein klassisches Prügelspiel nicht so einfach auf das Handheld portieren lässt. Dissidia hingegen ist ein optimal auf die Hardware abgestimmter Genre-Mix.

Bildergalerie

Wertung zu Dissidia: Final Fantasy (PSP)

Wertung:

9.0 /10
Pro & Contra
Simples Kampfsystem, hinter dem aber mehr steckt als stumpfes Button-Mashing.Umfangreicher und sehr motivierender RollenspielanteilSpektakulär inszenierte Kämpfe in zerstörbaren Umgebungen …
… zum Teil sind die Arenen aber etwas trist umgesetzt - einziges Manko der Grafik.Ausrüstung beeinflusst nur die Statuswerte. Keine optische Modifikation.
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