Dissidia Final Fantasy: Unser Test zum PSP-Mix aus RPG und Beat'em Up
Da soll einer die Videospiel-Entwickler verstehen! Letzten Monat hieß es noch klipp und klar, dass unsere spielbare Version von Dissidia ausschließlich zu Preview-Zwecken gedacht ist. Diesen Monat erhalten wir eine Mail, dass wir dieselbe UMD jetzt auch testen dürfen. Sei's drum, so können wir beim Chef immerhin rechtfertigen, wieso wir zwei Monate am Stück permanent vor der PSP sitzen. Denn der Mix aus Rollenspiel und Beat ‘em Up funktioniert prima und ist so umfangreich, dass sich uns die wahre Komplexität erst durch die zusätzlichen Spielstunden eröffnete. Satte zehn Kampagnen, in denen ihr die Helden der ersten zehn Final Fantasys von Kampf zu Kampf begleitet, benötigen eben viel Spielzeit.
SPIELERISCHE VIELFALT
Dabei war unsere größte Sorge noch, dass Dissidia eine halbgare Schlachtplatte werden könnte, mit der Fans das Geld aus der Tasche gezogen werden soll. Eine Befürchtung, die sich absolut nicht bestätigt hat. Das Zusammentreffen der zehn Helden-Generationen wird durch eine Story um den Kampf Gut gegen Böse tatsächlich "gerechtfertigt" und funktioniert richtig gut. Allerdings darf man keine Epik erwarten. Die Charaktere sind hier nicht halb so vielschichtig inszeniert wie in den Originaltiteln. Durch die ungewohnten Figuren-Konstellationen kommt es aber immer wieder zu Situationen, bei denen sich Fans ein Schmunzeln kaum verkneifen können. Aber nicht nur das, die Recken steuern sich im Kampf tatsächlich alle unterschiedlich.
Der namenlose White Knight aus dem ersten Final Fantasy geht zum Beispiel mit Stoßattacken ran, Cloud schwingt sein übergroßes Schwert und Magierin Terra Branford lässt die Arenen durch Elementarzauber erbeben. Dass die leider etwas trocken designten Kampfplätze dadurch auch mal in Mitleidenschaft gezogen werden, ist ein schönes Detail, das über die optische Tristesse dieser Umgebungen hinwegsehen lässt - oder besser: ihr müsst einfach darüber hinwegsehen, denn für Sightseeing-Touren habt ihr gar keine Zeit. Die Kämpfe in Dissidia sind so flott inszeniert, dass ihr schnell mal die Übersicht verliert, wenn ihr nicht aufpasst.
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Ich persönlich würde dem Spiel nach 26 Stunden Spielzeit auch eine wertung von 9X% zusprechen.