Disney Micky Epic im Test für Wii: Designlegende Warren Spector macht ein Spiel zur berühmtesten Comic-Maus der Welt - da kann doch nur ein Action-Klassiker bei rauskommen, oder? Unser Review zum Micky-Maus-Abenteuer klärt auf.
Das hat uns an Disney Micky Epic nicht gefallen:
Miserable Kamera, zickige Steuerung
Es hatte sich bereits bei einigen Preview-Events angedeutet und bestätigt sich leider im finalen Spiel: Micky Epics größte Schwäche ist die Kamera! Ständig müsst ihr mühsam mit dem Digikreuz nachjustieren, damit ihr den Überblick behaltet. Einige Sprungeinlagen werden dadurch zur Qual. Ebenfalls nicht gerade komfortabel: die Steuerung. Deren Tastenbelegung ist nicht gut gelöst und zudem reagieren alle Kontrollen dezent träge. Was uns außerdem aufgefallen ist: Wenn man in die Ego-Sicht wechseln will (Taste 1) darf man den Knopf nur kurz antippen - drückt man ihn hingegen etwas länger, passiert gar nichts. Sowas darf nicht sein!
Quelle: vg247.com
Wenn man fünf mal von einem NPC zum anderen rennen soll, um irgendwelche Dinge auszuliefern, ist das schlicht öde.
Qualitativ schwankendes Missionsdesign
Es gibt viele kluge Aufträge, aber auch viele total beknackte. Wenn man fünf mal von einem NPC zum anderen rennen soll, um irgendwelche Dinge auszuliefern, ist das schlicht öde. Zudem sind einige Missionen, die komplett unklar sind. Da soll Micky Blumen für einen Strauß sammeln, darf aber nicht die unzähligen nehmen, die direkt vor der Türe der Auftragsgeberin wachsen. Nein, er soll bestimmte suchen. Wo die sind? Wir haben keine Ahnung, wir haben sie nicht gefunden! Außerdem kommen im späteren Verlauf einige Quests dazu, die monströs unfair sind, weil sie auf ausufernden Kämpfen basieren. Siehe nächster Punkt! Und noch ein echter Amateurfehler: Wenn ihr einen Auftrag erledigt und dann zum Auftraggeber geht, gibt er euch zuerst NEUE Quests (teils auch gleich 2 Stück). Erst wenn ihr dann NOCHMAL mit ihm sprecht, blickt er, dass ihr die vorherigen Missionen schon gemacht habt.
Im späteren Verlauf arg nervige Kämpfe
Gegen Ende werden die Gefechte derart chaotisch und nervig, dass wir fast mit dem Spielen aufgehört hätten! Wenn fünf Feinde gleichzeitig auf einen einstürmen und Micky innerhalb von Sekunden umbringen, wird's absurd. Wegen der hakeligen Steuerung hat man zudem niemals eine Chance, solche Szenen wirklich sauber zu schaffen. Wir haben dann dauernd aus versteckten Winkeln auf die Gegner geschossen, weil die KI damit überfordert ist. Das kann aber nicht der Sinn des Designs sein. Übrigens: Auch wenn IGN etwas anderes behauptet, es gibt eine Lock-On-Funktion. Diese hilft aber leider nur bedingt weiter.
