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  • Devil May Cry 2

    Leider nicht selten: Dante feuert auf einen Gegner, den Sie nicht sehen. Leider nicht selten: Dante feuert auf einen Gegner, den Sie nicht sehen. "Never change a winning team" - dieses Motto hat Capcom bei Devil May Cry 2 zwar im übertragenen Sinne angewendet, wörtlich genommen hat man's aber nicht: Der zweite Teil von Shinji Mikamis Actionknaller wurde dem Capcom-Neuling Tsuyoshi Tanaka übertragen. Dumm nur, dass sich der Wechsel letztendlich weniger in neuen Ideen als vielmehr in einer geringeren Produkt-Qualität niedergeschlagen hat. Devil May Cry 2 entpuppt sich im Härtetest nämlich als lauer Aufguss, der dem Original nicht das Wasser reichen kann!

    Dantes Rückkehr
    Auf den ersten Blick mag man das gar nicht bemerken, so stark ähneln sich die Spiele. Na gut, Dante sieht ein wenig anders aus und schwingt sein Schwert ein wenig träger, aber sonst? Am grundsätzlichen Spielablauf hat man fast nichts geändert: Weiterhin vermöbelt Dante im Akkord kleinere Gegner-Grüppchen mit flotten Schwert-Combos, schleudert seine Widersacher hoch in die Luft und nimmt sie mit diversen Waffen unter Beschuss. Mit dem diesmal "serienmäßigen" Doppelsprung - sich von einer Wand abstoßend oder einfach so mitten in der Luft - erreicht er auch hoch gelegene Plattformen, kämpft immer wieder gegen trickreiche Level-Endgegner und löst ab und zu mal ein Alibi-Rätsel nach dem Schema "finde den unübersehbaren Gegenstand X und benutze ihn fast automatisch an Ort Y". Selbst die Musik ähnelt mit der Mischung aus atmosphärischen Klängen und harten Industrial-Begleitung der Kämpfe dem Vorgänger. Wo also liegt nun genau das Problem?

    Stylisch war gestern
    Dem ersten Devil May Cry wurde oft vorgeworfen, mehr Stil als Spiel zu bieten. Unglücklicherweise schwächelt der Nachfolger gerade in der ehemaligen Paradedisziplin. Mag man den trist-bräunlichen Anfangslevel noch als schlichte Einleitung abtun, so ist auf Dauer ein sich wiederholendes Muster erkennbar: Die Levels sind größer als beim ersten Teil, aber dadurch auch längst nicht so detailverliebt entworfen. Gerade farblich gestaltet sich das Spiel sehr eintönig - die meisten Levels sind in Braun-, Grau- und Grüntönen gehalten, ein weitgehend violetter Abschnitt sticht da schon als besonders "bunt" heraus.
    Man kann auch nicht behaupten, dass dies hier als Stilmittel verwendet würde - dafür haben viele Levels einfach zu wenig Atmosphäre. Gab's beim Vorgänger noch Szenen, wo man dachte "das haben die jetzt nur eingebaut, weil's cool aussieht", so ist man beim zweiten Teil schon froh, überhaupt eine bemerkenswerte Szene zu erleben. Einige Ausrutscher bei der Auswahl der Gegner tragen da auch ihren Teil zu bei, dass nicht die richtige Stimmung aufkommen will. Oder finden Sie es passend, wenn Dante zwischen untoten Skeletten, dunklen Magiern und fliegenden gehörnten Wesen mal einen Kampf gegen einen Panzer und einen Hubschrauber einstreut? Stand der Vorgänger noch für "Stylish Hard Action", so muss man Devil May Cry 2 daher oft eher einen Mangel an Stil vorwerfen.

    Alte und neue Schwächen
    Der wohl am häufigsten genannte Kritikpunkt bei Devil May Cry war die Kameraführung. Verbessert wurde in dieser Hinsicht wenig, nach wie vor haben Sie keinerlei Einfluss auf die Perspektive und müssen sich oft mit nutzlosen Blickwinkeln herumärgern. Eher kann man aufgrund der zahlreichen fliegenden Gegner sogar von einer Verschlechterung sprechen: Sehr oft feuert man aus allen Rohren auf einen Gegner, den man gar nicht sieht. Dank der automatischen Zielerfassung ist das zwar kein größeres Problem, Spaß macht das aber nicht.
    Der erste Teil von Devil May Cry wurde beim normalen Schwierigkeitsgrad beim ersten Endgegner schon ziemlich schwer - im Easy-Automatic-Modus dagegen war er zu einfach. Auch beim zweiten Teil wird nach einigen erfolglosen Anläufen auf "normal" ein Easy-Modus freigeschaltet, nötig ist er diesmal aber nicht: Das Spiel ist nämlich generell zu leicht! Klar, auf den höheren, erst später anwählbaren Schwierigkeitsgraden wird's schon herausfordernd, aber allzu groß ist der Reiz eigentlich nicht, das Spiel mehrere Male durchzuspielen. Und beim ersten Mal stellen weder die Gegnerhorden noch die zahlreichen Bossgegner wirklich eine Herausforderung dar. Durch die automatische Zielerfassung entledigt sich Dante mehrerer Gegner durch schnelles Drücken auf den Schlagknopf oder Gedrückthalten des Feuern-Buttons. Nur durch passives Rumstehen bringen Sie ihn in ernsthafte Gefahr.
    Selbst die Bosse sind durch Dauerfeuer, Ausweichen und gelegentliche Nahkampf-Angriffe fast immer leicht zu besiegen und benötigen kaum besondere Taktiken. Die Designer besaßen sogar die Dreistigkeit, die Willkürlichkeit der automatischen Zielerfassung bewusst gegen Dante auszuspielen - in manchen Situationen müssen Sie dieses Feature ausdrücklich per Knopfdruck ausschalten, damit Dante sein eigentliches Ziel und nicht irgendwelche zur Ablenkung gedachten kleineren Ziele ins Visier nimmt.
    Wird's wider Erwarten doch mal brenzlig, können Sie immer wieder auf Dantes kurzzeitige Verwandlung in die Teufelsform zurückgreifen - in dieser stören ihn gegnerische Angriffe nicht weiter und er teilt mit Blitzen und Energieschlägen so heftig aus, dass selbst die mehrfachen Energieleisten der Endgegner rasend schnell schrumpfen.
    Die vereinfachte Automatic-Steuerung mit Dauerfeuer ist diesmal übrigens Standard, was zu begrüßen ist. Das beim Vorgänger noch reizvolle Aufrüstsystem, bei Sie für den Dämonenjäger neue Moves dazukaufen und so seinen Kampfstil individuell wählen konnten, wurde dagegen leider zum Schlechteren verändert. Immerhin lernt Dante nach und nach neue Fähigkeiten dazu, die er in der Teufelsform einsetzen kann.

  • Devil May Cry 2
    Devil May Cry 2
    Release
    26.03.2003
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Devil May Cry 2
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http://www.videogameszone.de/Devil-May-Cry-2-Spiel-21351/Tests/Devil-May-Cry-2-147701/
19.03.2003
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