Düster, spannend, faszinierend und trotz Zukunftssetting technisch gnadenlos veraltet - Deus Ex: Human Revolution holt die Zukunft direkt in euer Wohnzimmer. In unserem Test verraten wir, wo Deus Ex 3 für Xbox 360 und PS3 punktet und wo nicht.
Quelle: Videogameszone
Deus Ex: Human Revolution im Test für PS3 und Xbox 360 - Düster und spannend ist es, aber technische Macken trüben den Spaß manchmal. (14)
Veraltete Grafikqualität und Clipping-Fehler
Auch wenn das Äußere bekanntermaßen nicht alles ist, könnte man meinen, Eidos' Sci-Fi-Rollenspiel wäre rein grafisch schon von vor fünf Jahren erschienen. Matschige Texturen sind ein gewohntes Bild und während Innenräume und die Städte wie erwähnt sehr detailliert gestaltet wurden, finden sich aber auch viele Stellen (vor allem in Missionsgebieten) die nüchtern wirken. Zudem bekleckern sich die Entwickler nicht gerade mit Ruhm für ihre detailarmen Nebencharaktere. Manche Spielfiguren wirken, als wären sie dem Jahrtausendbeginn entsprungen und bestehen scheinen aus einer sehr überschaubaren Anzahl von Polygonen zu bestehen. Die unsauberen, teilweise sogar abgehackten Animationen – allen voran die rudimentären Mundbewegungen und die quasi gar nicht vorhandenen Gesichtsregungen – im Spiel runden das grafisch veraltete Gesamtbild von Human Revolution endgültig ab. Eigentlich hatten sich die Entwickler bewusst extra viel Zeit genommen, um intensives Bugfixing zu betreiben. Außerdem krankte die von uns getestete Version von Human Revolution gelegentlich an Clipping-Fehlern. Die wirken oft unfreiwillig komisch, behindern aber immerhin nicht den Spielfluss.
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Deus Ex: Human Revolution im Test für PS3 und Xbox 360 - Düster und spannend ist es, aber technische Macken trüben den Spaß manchmal. (20)
Abstriche in der Glaubwürdigkeit der Spielwelt
Die Welt von Deus Ex 3 wirkt zwar insgesamt stimmungsvoll, doch ein paar Ungereimtheiten trüben den eigentlich guten Eindruck. NPCs reagieren beispielweise nicht immer nachvollziehbar auf Adams Aktionen. In den meisten Arealen können wir uns ungehindert an PCs und Schreibtischschubladen anderer Leute zu schaffen machen, ohne dass diese überhaupt mit den Schultern zucken. An anderer Stelle rufen Charaktere plötzlich (zu Recht!) nach der Polizei oder wir werden direkt von den Ordnungshütern angepflaumt, wenn wir uns an Schlössern zu schaffen machen. Wieso diese Inkonsequenz? Ebenfalls schädlich für die Glaubwürdigkeit der Spielwelt, beziehungsweise derer Bewohner: Bis auf wenige Ausnahmen bewegen sich NPCs die gesamte Spielzeit nicht vom Fleck und agieren immer gleich (oder gar nicht), wenn wir an ihnen vorbei kommen.
Anspruchslose Bosskämpfe
Im Gegensatz zu den fordernden Kämpfen mit gewöhnlichen Gegnern, enttäuschen die Auseinandersetzungen mit den Bossen in Deus Ex 3 praktisch auf ganzer Linie. Statt eine besondere Strategie oder einen bestimmten Trick zu erfordern, bedarf es lediglich stumpfer Feuerkraft. Ein paar Granaten und drei, vier gut platzierte Schüsse mit der Schrotflinte oder dem Revolver und schon liegt der angeblich so mächtige Feind am Boden. Der Endkampf enttäuscht sogar in ganz besonderem Maße, da er nicht nur viel zu leicht, sondern auch (besonders für Kenner des ersten Teils) uninspiriert wirkt. Da wäre so viel mehr drin gewesen bei diesem mehr als ergiebigen Setting!
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Oftmals dümmliche Gegner-KI
Während den Schusswechseln agieren die Widersacher zumeist nachvollziehbar und sinnvoll. Sie schießen gezielt aus der Deckung, werfen Granaten auf Adam, wenn er sich zu lange verschanzt und versuchen ihn ab und an auch zu umkreisen. Bei Letzterem scheitern die Gegner allerdings oft an der Wegfindung oder schießen teilweise aus den unmöglichsten Winkeln auf Adam, sodass sie ihn niemals treffen könnten. Am dümmsten handeln Adams Feinde aber, wenn sie den Helden noch nicht entdeckt haben. Schaltet ihr beispielweise unentdeckt eine Wache aus und wird sie von anderen Typen gefunden, stehen die einige Zeit dumm daneben und sehen sich um. Die Perfekte Gelegenheit für weitere, Schallgedämpfte Schüsse. Auf diese Art haben wir teilweise ganze Leichenberge hervorgebracht ohne überhaupt entdeckt zu werden. Und das ist nur eines von diversen Beispielen für die fehlende Cleverness der gegnerischen KI.
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