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  • Destiny im Test: Fazit und Wertung zum ambitionierten MMOG-Shooter

    Destiny im Test, jetzt mit Fazit und Wertung. Quelle: Bungie

    Nachdem wir uns für den Destiny-Test im Laufe einer Woche lang durch die Story-Kampagne gekämpft, unser Level in die Höhe getrieben und über das Wochenende hinweg ausgiebig das Endgame erforscht haben, liefern wir euch nun das finale Test-Update samt Wertung zu Destiny.

    Seit gut einer Woche ist bei uns Destiny im Test, und wir haben mittlerweile von den ersten Missionen bis zum Endgame alles gesehen. Eines vorneweg: Wer mit der Einstellung an den Titel herangeht, einfach nur ein spannendes und gelungenes Singleplayer-Erlebnis zu erhalten und ihn anschließend nicht mehr zur Hand zu nehmen, muss gar nicht weiterlesen. Destiny geht den üblichen Weg aller MMO-Spiele und liefert eine ebenso uninteressante wie vorhersehbare Story, die primär dazu dient, Spieler an das Gameplay des Titels heranzuführen. Dabei startet die Geschichte rund um die Suche der letzten Überbleibsel der Menschheit in einer postapokalyptischen Zukunft eigentlich recht stark, fällt dann aber nach kürzester Zeit massiv ab und endet in einem Finale, dass keinerlei offene Fragen auflöst. Zudem endet die Story so abrupt, dass man zuerst gar nicht mitbekommt, dass man sie soeben durchgespielt hat.

    Repetitives Missionsdesign

    Das ist doppelt schade, denn die generelle Atmosphäre des Spiels ist durchaus gelungen. Das Design der Welt und ihrer Bewohner erinnert an die erste Star Wars-Trilogie, die generelle Mythologie hat Potenzial und einige Figuren wie euer plauderfreudiger mechanischer Begleiter, ein sogenannter Geist, könnten sich im Rahmen einer tiefgründigeren Handlung zu interessanten Charakteren entwickeln.

    Aber auch bezüglich des Gameplays kann die Kampagne nur bedingt fesseln, denn das Prinzip ist immer dasselbe: Ihr lauft über offene Flächen oder geschlossene Gänge, lasst euren Geist ein Computerterminal, ein Artefakt oder etwas anderes in der Art scannen und besiegt währenddessen mehrere Wellen an Gegnern. Anschließend wiederholt sich das Schema, oftmals sogar mehrmals innerhalb einer Mission.

    Klassenkämpfer

    Der Faustschlag ist ungemein mächtig. Zumindest gegen schwächere Gegner ist er oftmals sogar den Schusswaffen vorzuziehen. Der Faustschlag ist ungemein mächtig. Zumindest gegen schwächere Gegner ist er oftmals sogar den Schusswaffen vorzuziehen. Quelle: PC Games Nach all der Kritik wollen wir uns nun aber den positiven Aspekten von Destiny zuwenden. Wie es sich für ein gutes MMO-Spiel gehört, finden sich die wirklich interessanten Inhalte ohnehin abseits der Kampagne, und hier spielt der Titel seine Stärken aus. Zu Beginn des Spiels entscheidet ihr euch, mit welcher der drei verfügbaren Klassen Jäger, Titan oder Warlock ihr in das Weltraum-Abenteuer ziehen wollt. Jede Klasse verfügt über ihr eigene Eigenschaften; der Titan etwa ist eine wahre Kampfmaschine und verfügt über viel Feuerpower, Jäger erweisen sich als die Fernkampf-Experten und als Warlock verfügt ihr über magische Fähigkeiten wie einen mächtigen Energie-Schlag. Andere Aspekte des Figuren-Editors wie die Wahl der Rasse haben hingegen nur Auswirkungen auf das Aussehen eures Avatars.

    It's the loot, stupid

    Im Endeffekt unterscheiden sich die drei Klassen allerdings nur im Detail. Die richtige Individualisierung eures Helden funktioniert hingegen anhand von Ausrüstung und Waffen. Beides erhaltet ihr als Loot von Gegnern, wobei es beim Besiegen von besonders mächtigen Feinden und Bossen natürlich bessere und höherklassige Gegenstände zu ergattern gibt. Zu Beginn sind viele der Schießprügel und Kleidungsstücke wie Brustpanzer, Armschienen und Helme durch Mindestlevel gesperrt und können erst angelegt werden, sobald ihr euch in Auseinandersetzungen genug Erfahrungspunkte verdient habt. Einmal angelegt, werden eure Gegenstände durch Nutzung individuell aufgelevelt und können anhand kleiner Skill Trees weiter verbessert werden. Auch eure Spielfigur verfügt über einen Talente-Baum, anhand dessen ihr ungemein praktische Fähigkeiten wie verschiedenen Granaten-Varianten, den unverzichtbaren Doppelsprung und diverse klassenspezifische Fertigkeiten freischalten könnt.

    Eurer Geist hilft euch bei der Navigation, ruft euer Gefährt herbei und bringt euch bei Bedarf zurück zu eurem Raumschiff. Eurer Geist hilft euch bei der Navigation, ruft euer Gefährt herbei und bringt euch bei Bedarf zurück zu eurem Raumschiff. Quelle: PC Games Ab Erfahrungslevel 15 könnt ihr zudem einen weiteren Skill Tree freischalten. Obwohl die Individualisierungsmöglichkeiten jeweils für sich genommen nicht allzu umfangreich sind – die Talent-Bäume fallen allesamt recht klein aus – ergeben sich durch die schiere Masse dennoch viele Möglichkeiten, den eigenen Helden stark zu personalisieren. Übrigens ist auch nach dem eigentlichem Level Cap von 20 noch nicht Schluss: Anschließend könnt ihr spezielle, legendäre Ausrüstung freischalten, die ihr anhand einer besonderen Licht-Währung erweitern könnt. Auf diese Weise könnt ihr den Erfahrungslevel eurer Figur über die eigentliche Höchstgrenze hinaus nach oben treiben.

    Destiny im Video-Review

    05:13
    Destiny: Testvideo - Die Shooter-MMO-Revolution bleibt aus

    Welten-Hüpfer

    Anstatt einer offenen Spielwelt erwarten euch in Destiny insgesamt vier Planeten – die Erde, der Mond, der Mars und die Venus, die ihr mit eurem jederzeit herbeirufbaren Gefährt unsicher machen könnt. Alle Missionen, seien es Story-Aufgaben oder spezielle Strike-Herausforderungen gegen mächtige Bosse, finden innerhalb dieser vier Gebiete statt. Das hört sich nicht nach allzu viel an und ist derzeit auch einer der großen Kritikpunkte an Destiny: Beim zigsten Streifzug durch dieselben Landschaften kommt irgendwann Langeweile auf, auch, wenn die Landschaft noch so hübsch ist – grafisch macht das Spiel zumindest auf den Next-Gen-Konsolen nämlich ordentlich was her.

    Gerade in den sogenannten Patrouillen-Missionen, in denen ihr die Maps frei erforschen und diverse Mini-Aufgaben ausführen könnt, fallen die repetitiven Areale stark ins Gewicht. Es ist anzunehmen, dass Bungie hier im Laufe der kommenden Monate weitere Gebiete als Download bereitstellen wird, aktuell ist's aber schlicht und ergreifend zu wenig.

    Routine-Patrouille

    In den Patrouillen-Missionen erforscht ihr frei die Maps und nehmt kleine Missionen an. In den Patrouillen-Missionen erforscht ihr frei die Maps und nehmt kleine Missionen an. Quelle: PC Games Das Wichtigste ist aber ohnehin, dass das Gameplay Spaß macht, und hier spürt man die Erfahrung der Entwickler mit der Halo-Reihe sehr deutlich. Die unzähligen kleinen und großen Schießprügel lassen sich sehr gut bedienen und fühlen sich allesamt unterschiedlich an, Moves wie Sprünge oder Schläge gehen gut von der Hand und auch die Fahrzeuge steuern sich angenehm. Egal, ob man gegen einen großen Boss oder gegen Wellen an Feinden vorgeht: Als Spieler hat man stets das Gefühl, die Kontrolle zu haben. Die Suche nach Loot und Erfahrung macht also viel Spaß.

    Zu schade, dass der fehlende Variantenreichtum der Story-Missionen sich auch im offenen Spiel fortsetzt. Die Aufgaben – vor allem die Mini-Herausforderungen bei den Patrouillen-Missionen – ähneln einander zu stark und die Anzahl an verschiedenen Boss-Strikes und anderen Herausforderungen ist zu gering. Irgendwann hat man einfach das Gefühl, man hat alles gesehen. Es ist fraglich, wie lange die Suche nach besserem Loot bei diesem übersichtlichen Gerüst motivieren kann. Derzeit ist vom versprochenen Spielspaß-Potenzial über Monate oder gar Jahre hinweg nämlich wenîg zu spüren.

    Immerhin, Bungie sind sich dieses Umstands anscheinend bewusst, und schon im Laufe des Septembers wird eine Reihe an neuen Inhalten veröffentlicht. Schon morgen, am 16. September, startet endlich die erste der heiß ersehnten Raids-Herausforderungen für sechs Spieler. Diese Raids werden bewusst weniger eindeutige Anweisungen geben als die ansonsten strikt linearen Missionen des Spiels, euch vor exklusiv für den Modus produzierte und extrem starke Bosse setzen und teils mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Wer eine dieser Missionen starten will, sei aber gewarnt: Für den ersten Raid wird ein Erfahrungslevel von 26 empfohlen, Spieler mit einem deutlich niedrigeren Level werden ihn aus gutem Grund nicht einmal starten können.

    Auf dem Turm, da ist was los

    Der kompetitive Mehrspieler-Modus erinnert stark an Halo. Der Fokus liegt aber klar auf dem kooperativen Spiel. Der kompetitive Mehrspieler-Modus erinnert stark an Halo. Der Fokus liegt aber klar auf dem kooperativen Spiel. Quelle: PC Games Die Raids dürften damit die konsequente Fortsetzung der kooperativen Strike-Missionen sein, die trotz der zu geringen Anzahl bisher das Spielspaß-Highlight von Destiny darstellen und sich als eine echte Herausforderung entpuppen. Generell kommt der Koop-Gedanke aber gar nicht mal so stark zum Tragen, wie man es sich von einem MMOG erwarten würde. Abseits der Missionen, in denen Teamarbeit verpflichtend vorgeschrieben ist, lassen sich die meisten Aufgaben auch recht gut alleine erledigen. "Richtiges" MMOG-Feeling kommt zudem nur selten auf, denn ihr seid stets nur mit einer Handvoll anderer Spieler gleichzeitig auf den Maps unterwegs. Immerhin laufen die Server dadurch stets flüssig; in unserer gesamten Testphase kam es zu keinen erwähnenswerten Server-Problemen.

    Mehr soziale Kontakte knüpfen könnt ihr auf dem sogenannten Turm, der Lobby des Spiels. Hier trefft ihr euch aber nicht nur mit anderen Spielern, sondern kauft neue Waffen und Ausrüstung, lest eure Ingame-Post, nehmt Zusatz-Herausforderungen für eure Missionen an und mehr. Das interaktive Sammelbecken ist sehr hübsch gestaltet, erweist sich im Endeffekt aber als wenig intuitiv: Die Laufwege sind zu lang, viele der Shops würden sich mühelos zusammenlegen lassen und einige Anlaufpunkte wie den Kryptarchen, der verschlüsselte Ausrüstungsgegenstände gegen Geld für euch freischaltet, hätten am besten direkt ins Options-Menü integriert werden sollen. De facto verbringt man also einfach viel zu viel Zeit damit, auf dem Turm von einem Ort zum anderen zu laufen, Zeit, die man durch ein etwas intelligenteres Design anderweitig hätte investieren können. In Verbindung mit den teilweise sehr langen Ladezeiten geraten ungeduldige Spieler hier schnell an ihre Frustrationsgrenze.

    Gegeneinander statt miteinander

    Auf dem Turm kauft ihr Ausrüstung, plaudert mit anderen Spielern oder nehmt spezielle Herausforderungen an. Auf dem Turm kauft ihr Ausrüstung, plaudert mit anderen Spielern oder nehmt spezielle Herausforderungen an. Quelle: PC Games Wer von Koop-Gameplay und Turm-Geplänkeln genug hat, kann im kompetitiven Mehrspieler-Modus sein Talent beweisen. Auch hier zeigt sich einmal mehr, dass die Männer und Frauen von Bungie ihr Shooter-Handwerk verstehen: Die Duelle machen viel Spaß und erinnern sehr stark an jene der Halo-Spiele. Die (ebenfalls auf den Planeten-Oberflächen) angesiedelten Maps sind zudem toll gestaltet und halten für alle Spieler-Naturen, vom Freizeit-Rambo bis zum geduldigen Sniper, etwas bereit.

    Bei all dem Lob ist aber dennoch ersichtlich, dass der Fokus des Spiels ganz klar woanders liegt; so existieren so gut wie gar keine Einstellungen bezüglich Rundenzeit, KO-Zahl und anderen Multiplayer-Standards und Ranglisten gibt es derzeit noch überhaupt nicht. Auch die Anzahl an Spielmodi ist mit fünf nicht gerade üppig und hält die üblichen Klassiker wie Team Deathmatch bereit. Dabei wurde die Anzahl an Spielmodi schon erhöht: Ursprünglich konnten ihr aus lediglich vier verschiedenen Spiel-Varianten wählen.

    Unfertig, aber sehr spaßig

    Wir geben Entwarnung bezüglich der Gegner: DIe Vielfalt an Standard-Feinden ist zwar tatsächlich nicht riesig, dafür trefft ihr aber regelmäßig auf toll gestaltete Spezial-Bösewichte. Wir geben Entwarnung bezüglich der Gegner: DIe Vielfalt an Standard-Feinden ist zwar tatsächlich nicht riesig, dafür trefft ihr aber regelmäßig auf toll gestaltete Spezial-Bösewichte. Quelle: PC Games Dieser Umstand zeigt erneut, dass es die Entwickler mit ihrem Versprechen, Destiny durchgehend mit neuen Inhalten zu versorgen, anscheinend ernst meinen. Es bleibt abzuwarten, wie regelmäßig diese Updates nach der ersten Content-Welle noch erscheinen werden. Notwendig wäre ein konstanter Nachschub ohne Frage, denn aktuell leidet Destiny daran, dass es schlicht und ergreifend zu wenig zu tun gibt. Wollte man dem Spiel wirklich gerecht werden, dürfte man es in Wahrheit erst in einem halben Jahr zu spielen beginnen, denn derzeit fühlt es sich der tollen Technik und des angenehmen Spielgefühls zum Trotz einfach unfertig an. Wer sich den Titel kauft, holt sich einen Work-In-Progress mit offenem Ausgang bezüglich der endgültigen Qualität. Das Gute ist, dass dieser Work-In-Progress schon jetzt sehr viel Spaß macht, auch, wenn er zum jetzigen Zeitpunkt an allen Ecken und Enden hinter den Möglichkeiten zurückbleibt. Wem das genug ist, der erhält einen gutes Spiel, das sich irgendwann zu einem sehr guten Spiel entwickeln könnte.

    Destiny (PS4)

    Spielspaß
    82 %
    Grafik
    -
    Sound
    -
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Beeindruckende Technik
    Motivierendes Loot-System
    Gut gestaltete Boss-Kämpfe in den Strikes
    Sehr unterhaltsame kompetitive Schlachten
    Tadellose Steuerung
    Gut funktionierendes Koop-Gameplay
    Zu wenig Inhalte nach Abschluss der Kampage
    Langweilige Story und Story-Missionen
    Wenig Einstellungsmöglichkeiten im kompetitiven Multiplayer
    Repetitives Missionsdesign
    Wenig intuitiv gestalteter Lobby-Turm
    Teils sehr lange Ladezeiten

  • Destiny
    Destiny
    Publisher
    Activision Blizzard
    Developer
    Bungie Studios (US)
    Release
    09.09.2014
    Es gibt 4 Kommentare zum Artikel
    Von carlosblanka
    Ne Danke. Da spiele ich lieber weiter Borderlands 2 auf der ollen PS3 und freue mich auf Borderlands the pre sequel.
    Von Ruffy151
    Bis Level 20 gehts ja recht flott und ist auch motivierend. Danach rackert man sich Stunden ab um sein Level noch…
    Von snowmanch
    Ich finde das Spiel mit der Zeit langweilig. Man sucht sich ein neues Ziel aus und das sieht dann wieder gleich aus…

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Destiny
Test: Fazit und Wertung zum ambitionierten MMOG-Shooter
Nachdem wir uns für den Destiny-Test im Laufe einer Woche lang durch die Story-Kampagne gekämpft, unser Level in die Höhe getrieben und über das Wochenende hinweg ausgiebig das Endgame erforscht haben, liefern wir euch nun das finale Test-Update samt Wertung zu Destiny.
http://www.videogameszone.de/Destiny-Spiel-21308/Tests/Test-Fazit-und-Wertung-zum-ambitionierten-MMOG-Shooter-1135356/
16.09.2014
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2014/09/wallpaper_destiny_27_2560x1600-pc-games_b2teaser_169.jpg
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