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  • Der Puppenspieler im Test: Ein vor Kreativität übersprudelndes Meisterwerk

    Weitere Screenshots aus unserem Test zu Der Puppenspieler für PlayStation 3. (2) Quelle: PC Games

    Der Puppenspieler im Test für PS3: Der Puppenspieler ist eine große Bühnenshow mit rotem Vorhang, einem Erzähler, Marionetten als Figuren und Kulissen aus Polygon-Pappmaché. Sogar an ein (unsichtbares) Publikum haben die Entwickler gedacht, das mit großem Eifer Szenenapplaus gibt, überrascht aufstöhnt, laut lacht oder spitze Schreie von sich gibt. Das Ergebnis überzeugt durch liebevoll gestaltete Kulissen, die bei jedem Szenenwechsel auf amüsante Weise aufklappen und die Illusion von Tiefe erzeugen.

    Test zu Der Puppenspieler für PlayStation 3: Durchweg brillant ist zudem das Hin und Her zwischen Erzähler und Figuren: Oftmals geben die illustren Charaktere wie die fette, warzige und komödiantisch veranlagte Mondhexe Widerworte oder korrigieren den Erzähler. Dann wieder muss sich der Mann hinter den Kulissen mit dem Overacting einer ungebabten Krötenschauspielerin herumschlagen oder ein fieser Rattengeneral wirbt in einer Verkaufssendung für sein Wunderelixier. Wer dabei nicht in schallendes Gelächter ausbricht oder zumindest ab und zu kichert, hat einfach keinen Humor! Das Beste an diesen tollen Dialogen, die praktisch unentwegt aus den Lautsprechern dringen: Sie sind exzellent ins Deutsche übersetzt. Selten haben wir so eine bis in die letzte Rolle perfekt besetzte deutsche Vertonung gehört.

    Der Junge im Mond

    Der Spieler übernimmt in Der Puppenspieler die Rolle des kleinen Erdenjungen Kutaro – dessen Seele steckt nachts wie die zahlloser anderer Kinder in einer Marionette auf dem Mond fest. Dort nutzt der böse Mondbärenkönig die beseelten Puppen als Sklaven, nachdem er die gütige Mondgöttin verbannt und ihren Mondkristall in zahlreiche Teile zersplittert hat. Kutaros Aufgabe: die Kristallsplitter zu finden und den Mondbärenkönig innerhalb von sieben Akten mit einer Gesamtspielzeit von acht bis zwölf Stunden aus seinem wandelnden Maschinenschloss zu vertreiben. Kutaros Problem: Er hat keinen Kopf. Den hat ihn sein scheinbar übermächtiger Gegenspieler abgebissen.

    Allerdings findet Kutaro im Spielverlauf bis zu 100 Ersatzköpfe, deren Design vom Tintenfisch über eine Fledermaus bis hin zum Hamburger reicht. Maximal drei Häupter schleppt Kutaro mit sich herum und wechselt zwischen ihnen hin und her. Kriegt Kutaro einen Treffer ab, verliert der Protagonist seinen Kopf und muss ihn fix wieder einsammeln, bevor er verschwindet. Die Köpfe erfüllen so die Rolle von Herzen oder Leben in anderen Jump & Runs, sind aber auch anderweitig von Nutzen: Per Tastendruck führt Kutaro die mit dem jeweiligen Haupt verknüpfte Spezialaktion aus. Dadurch öffnen sich an markierten Stellen Eingänge zu Bonuslevels oder es ergießt sich ein Schauer der zu sammelnden Lichtpunkten über Kutaro.

    Abwechslung pur

    Die Levels sind wunderbar abwechslungsreich gestaltet. Die Levels sind wunderbar abwechslungsreich gestaltet. Quelle: Sony Der Mond ist in Der Puppenspieler keine von Kratern gesäumte Einöde, ganz im Gegenteil: Die Levels sind wunderbar abwechslungsreich gestaltet und führen uns eben noch durch saftig grüne Wälder, finstere Schlösser oder einen stinkenden Sumpf, bevor wir auf und im Bauch einer Riesenschlange durch die Wüste reiten oder Piraten in der Takelage eines Segelschiffs bekämpfen, nur um schließlich unter Wasser den Dreizack des Neptuns aus dem Klammergriff eines Kraken zu befreien. Die Umgebungen sind mit so viel Liebe zum Detail gestaltet und wechseln Hüpf-, Renn- und Kampfeinlagen in so einem perfekten Tempo miteinander ab, dass man schon bald mit Spannung den nächsten Level erwartet. Und das alles nur, um herauszufinden, was für verrückte Ideen die Entwickler als Nächstes umgesetzt haben.

    Schnipp, schnipp

    Kutaro erlernt eine Reihe von Spezialfähigkeiten, die den zu Beginn noch sehr sanften Schwierigkeitsgrad gemächlich in die Höhe treiben. Mit einem Haken zieht er Objekte zu sich heran, außerdem zerstört er Hindernisse mit Bomben. Dazu kommt die magische Schere Calibrus. Die ist nicht nur in den simplen Kämpfen unverzichtbar, mit ihr schneidet sich der Held auch durch Blätter, Fahnen und Wandteppiche, um höhere Ebenen zu erreichen. Das geht leicht von der Hand und sorgt zusammen mit Verfolgungsjagden und Bosskämpfen für einen spaßigen Gameplay-Mix.

    Nach dem Abschluss der mitreißend erzählten Geschichte kehrt ihr auf Wunsch in frühere Levels zurück, wo sich durch die neuen Tricks des Helden andere Routen eröffnen. Anlass zur Kritik gibt es nur in zwei Punkten: Zum einen entpuppen (haha!) sich die bildgewaltigen Bosskämpfe gegen fliegende Webstühle oder einen elefantengroßen Tiger als recht formelhaft. Jedes Duell verläuft in den immer gleichen drei Phasen mit anschließendem Quick-Time-Event. Zum anderen gehören zum Theaterambiente auch gelegentliche Musical-Einlagen in englischer Sprache. Für unseren persönlichen Geschmack fällt die Singerei zu kitschig aus, der in den Worten transportierte Humor zündet nicht immer. Wer sich aber davon abhalten lässt, dieses Juwel der Spielekunst zu erleben, gehört auf den Mond geschossen!


    Der Puppenspieler (PS3)

    Spielspaß
    90 %
    Grafik
    10/10
    Sound
    10/10
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Traumhafte Theaterinszenierung
    Viel Humor, zahllose Überraschungen
    Abwechslungsreicher Spielablauf
    Fantasievolle, mitreißende Geschichte
    Viele versteckte Bonuslevels und -köpfe
    Bosskämpfe spielen sich oft ähnlich.

    02:05
    Puppeteer: Düsteres Puppenspiel im Trailer
    Spielecover zu Der Puppenspieler
    Der Puppenspieler
  • Der Puppenspieler
    Der Puppenspieler
    Publisher
    Sony
    Developer
    Sony
    Release
    11.09.2013
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

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Der Puppenspieler
Test: Ein vor Kreativität übersprudelndes Meisterwerk
Der Puppenspieler im Test für PS3: Der Puppenspieler ist eine große Bühnenshow mit rotem Vorhang, einem Erzähler, Marionetten als Figuren und Kulissen aus Polygon-Pappmaché. Sogar an ein (unsichtbares) Publikum haben die Entwickler gedacht, das mit großem Eifer Szenenapplaus gibt, überrascht aufstöhnt, laut lacht oder spitze Schreie von sich gibt. Das Ergebnis überzeugt durch liebevoll gestaltete Kulissen, die bei jedem Szenenwechsel auf amüsante Weise aufklappen und die Illusion von Tiefe erzeugen.
http://www.videogameszone.de/Der-Puppenspieler-Spiel-21258/Tests/Der-Puppenspieler-im-Test-1087879/
11.09.2013
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2013/08/Puppenspieler_04-pc-games_b2teaser_169.jpg
sony
tests