Dead Space 2 (PS3)

Release:
03.02.2011
Genre:
Action
Publisher:
Electronic Arts

Dead Space 2 im Test für PS3 und Xbox 360: Ein enorm packender Horror-Shooter - Jetzt im Handel

25.02.2011 09:01 Uhr
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Neu
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Nach dem Kampf gegen die USK nun der Kampf gegen die kritische Videogameszone-Test-Crew: Wie gut ist Dead Space 2 wirklich? Im Test zu Dead Space 2 für PlayStation 3 und Xbox 360 erfahrt ihr es!


Advent, Advent, ein Schurke brennt: Per Telekinese werft ihr Sprengfässer auf eure Widersacher - sehr effektiv! Advent, Advent, ein Schurke brennt: Per Telekinese werft ihr Sprengfässer auf eure Widersacher - sehr effektiv! [Quelle: videogameszone.de]
Dead Space 2 für PlayStation 3 und Xbox 360 im Test: Vor Dead Space 2 fürchtet sich nun nicht mehr nur die Action-Konkurrenz und der Jugendschutz, sondern auch der Autor dieser Zeilen. Denn das Schauerspiel entpuppte sich bei unserem Test als Angstmacher der fiesesten Sorte. Gruselig, verstörend, furchtbar spannend: So lässt sich am besten beschreiben, was wir erlebt haben. Hervorzuheben seien an dieser Stelle auch die Spielwelt und der Hauptcharakter, die im Vergleich zum Vorgänger deutlich an Profil gewonnen haben.

Denn Isaac Clarke nimmt die Ereignisse nicht mehr nur stumm hin, er kommentiert sie in Dead Space 2 auch! Im Gegensatz zum Vorgänger kommuniziert der Protagonist nämlich per Sprachausgabe mit den anderen Überlebenden der Katastrophe. Diese unter den Fans umstrittene Veränderung wirkt sich enorm auf die Atmosphäre aus: Man nimmt den Helden nun endlich als Mensch mit Emotionen wahr, entdeckt die Persönlichkeit, die unter dem blau leuchtenden Helm steckt. Im nachfolgenden Dead Space 2-Test erfahrt ihr, was uns am Horror-Shooter noch gefallen hat - und was weniger.

Das hat uns an Dead Space 2 gefallen:

Spielwelt und Hauptfigur haben im Vergleich zum Vorgänger deutlich an Profil gewonnen

Absoluter Wahnsinn: Während Isaacs Kollegin einen riesigen Bagger steuert, steht der Sci-Fi-Krieger auf dem Dach des Gefährts und kämpft gegen Monster. Absoluter Wahnsinn: Während Isaacs Kollegin einen riesigen Bagger steuert, steht der Sci-Fi-Krieger auf dem Dach des Gefährts und kämpft gegen Monster. [Quelle: Electronic Arts] Im Mittelpunkt der schrecklichen Ereignisse steht wie bereits im Vorgänger Isaac Clarke, seines Zeichens Ingenieur und Monsterbekämpfer wider Willen. Direkt im Anschluss an das Finale von Dead Space 1 landet Mister Clarke in einer Weltraumstadt namens The Sprawl. Dummerweise ist er jedoch nicht der einzige Neuankömmling: Auch die Nekromorph, das grausam verunstaltete Mutantengesindel aus dem Seriendebüt, hat sich in The Sprawl niedergelassen. Und dort richten diese Kreaturen der Hölle ein schreckliches Blutbad an: Menschen sterben, Panik bricht aus, die Stadt wird zur Todesfalle. Isaac Clarke nimmt diese furchtbaren Ereignisse nicht mehr nur stumm hin, er kommentiert sie nun auch! Im Gegensatz zum Vorgänger palavert der Protagonist nämlich nun per Sprachausgabe mit den anderen Überlebenden der Katastrophe. Diese unter den Fans umstrittene Veränderung wirkt sich enorm auf die Atmosphäre aus: Man nimmt den Helden nun endlich als Mensch mit Emotionen wahr, entdeckt die Persönlichkeit, die unter dem blau leuchtenden Helm steckt. Das Dead Space so prägende Gefühl der Isolation und Hilflosigkeit bleibt dennoch erhalten - exzellent gemacht, liebe Entwickler! Den größten Fortschritt hat indes die Spielwelt gemacht: Während die Umgebungen im ersten Teil noch recht gleichförmig und starr wirkten, ist The Sprawl mit abwechslungsreichen, interaktiven Elementen förmlich vollgestopft.

So könnt ihr beispielsweise die Außenfenster zum Weltraum zerdeppern. Das sieht nicht nur erstaunlich realistisch aus, der Vandalismus hat auch einen spielerischen Sinn. Denn durch den daraus resultierenden Druckausgleich werden alle rumstehenden Gegner ins All gesaugt. Freilich klebt auch Isaac nicht am Boden fest: Er muss vielmehr rechtzeitig auf einen Notfallknopf schießen, damit sich die Sicherheitstüren schließen - sonst fliegt der Held unfreiwillig in den Tod.

Nach wie vor geniales Shooter-Grundprinzip mit coolen Waffen und fiesen Gegnern

Oben oder unten: Nein, dieses Bild ist nicht verkehrt herum - Isaac baumelt hier nur kopfüber aus einem entgleisten Zug! Oben oder unten: Nein, dieses Bild ist nicht verkehrt herum - Isaac baumelt hier nur kopfüber aus einem entgleisten Zug! [Quelle: EA] Trotz der erhöhten Geschwätzigkeit bleibt das Spiel aber ein reinrassiger Action-Titel: Ihr blickt Isaac über die Schulter, spaziert mit ihm durch die virtuelle Sci-Fi-Stadt und kämpft gegen ungezählte Nekromorph. Die makabere Grundidee aus dem Vorläufer bleibt unangetastet: Gegner lassen sich ergo nur erledigen, indem ihr deren Gliedmaßen durch gezielte Schüsse abtrennt. Und auch die hierfür benötigten Offensivwerkzeuge kennen Fans bereits aus Teil 1: Der Plasma Cutter und die Line Gun spucken tödliche Laserstrahlen, das Pulsgewehr hingegen verballert ultraschnelle Kugeln. Der bedeutendste Neuzugang im Waffenschrank ist jedoch die Speerkanone.

Wie ihr Name bereits androht, stößt diese Riesenflinte angespitzte Metallbolzen aus. So getroffene Gegner werden nicht nur weggeschleudert, sondern durch den Aufprall auch gleich noch an die Wand genagelt. Als ob das noch nicht sadistisch genug wäre, kann Isaac den verschossenen Speer per Sekundärfunktion nachträglich noch unter Strom setzen. Ihr merkt es bereits: Dead Space 2 ist ein Spiel, das sich ausschließlich an Erwachsene mit starken Nerven richtet! Erstaunlicherweise erscheint es in Deutschland dennoch ungeschnitten. Lediglich die Friendly-Fire-Option aus dem Mehrspieler-Modus musste EA für eine USK ab 18 streichen. Ziele für eure Waffen gibt es mehr als genug. Denn auch die Nekromorph haben seit dem ersten Dead Space beängstigend aufgerüstet. Zu den neuen Gegnerarten zählt unter anderem der Puker. Dieser gemeine Geselle kotzt Isaac im wahrsten Sinne des Wortes an: Wenn ihr von dem Strahl aus Erbrochenem getroffen werdet, ist euer Held kurzzeitig betäubt - und somit ein leichtes Ziel für die Nekromorph-Meute. Am meisten Bammel hatten wir bei unserem Testzock aber vor den Stalkern. Deren Angriffstaktik ist derart perfide, dass einem der Angstschweiß von der Stirn tropft: Die Stalker verstecken sich in dunklen Ecken und stürmen auf Isaac ein, sobald er ihnen den Rücken zudreht. Nur wer blitzschnell reagiert und die Biester bereits dann attackiert, wenn sie ihren Schädel aus der Deckung strecken, hat eine Überlebenschance.

Tolle Neuerung: Das Fliegen durch die Schwerelosigkeit funktioniert prächtig

Freiwillig abheben kann euer Sci-Fi-Kämpfer nun auch - wenn die künstliche Schwerkraft in einem Levelbereich aussetzt. Waren die Schwebepassagen im Seriendebüt noch arg limitiert, so könnt ihr nun dank nagelneuer Raketenstiefel völlig frei im Raum herumfliegen. Genial gelöst: Wer die Orientierung verliert, drückt einfach auf die entsprechende Taste - und schon richtet sich Isaac wieder gen Boden aus. So wisst ihr stets, wo oben und wo unten ist.

Unglaublich dichte, enorm packende Atmosphäre und Inszenierung

Tödliche Erinnerung: Ständig wird Isaac von schrecklichen Visionen heimgesucht. Tödliche Erinnerung: Ständig wird Isaac von schrecklichen Visionen heimgesucht. [Quelle: Electronic Arts] Der größte Trumpf der Horror-Mär ist ihre auf Hochglanz polierte Inszenierung. Die Entwickler sprechen in diesem Zusammenhang von "Epic Moments" und meinen damit Zwischensequenzen, bei denen der Spieler weiterhin die Kontrolle über sein Alter Ego behält. Ein Beispiel: Isaac spaziert durch die Waggons einer fahrenden Schwebebahn, als selbige entgleist und in den Abgrund rast. Eure Spielfigur rutscht nun durch die abschüssigen Zugabteile - vorbei an zahlreichen Nekromorph. Dieser spektakuläre Absturz ist von vorne bis hinten durchgeskriptet, aber ihr könnt dennoch weiterhin Isaacs Waffen abfeuern.

Am Ende der Szene baumelt der Protagonist kopfüber aus dem Bahnwagen: Monster rücken an, ihr könnt nicht weglaufen, die Munition ist knapp - intensiver kann ein Action-Spiel kaum sein! Auch die Technik ist durchgehend auf höchstem Niveau. Besonders die Darstellung von Licht und Schatten hat im Vergleich zum ersten Teil noch mal deutlich an Güte gewonnen. Einzig einige unsaubere Texturen sind uns aufgefallen. Auffällig: Die Entwickler setzen verstärkt auf Farbfilter. So erstrahlt das Bild bei Explosionen in einem satten Orange, während Ausflüge ins All durch eine Art Grauschleier noch bedrohlicher wirken. Und genau wie Dead Space 1 liefert auch der Nachfolger eine perfekt abgemischte Soundkulisse: Ständig knarzen Türen, schreien Menschen, ertönen Kratzgeräusche - das Spiel ist ein Traum für Audiophile.

Redakteur
Moderation
25.02.2011 09:01 Uhr
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Dein Kommentar
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
05.02.2011 14:09 Uhr
Wow, das aller beste horror - spiel ever!!!!!
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
04.02.2011 13:54 Uhr
WOW! Einfach nur wow, das Spiel ist der Hammer!
Das Spiel ist nur zu empfehlen!
Kaum zu glauben, dass Videogames "nur" 88% gibt. Ein Ausnahmespiel wie dieses sollte doch erkannt werden.
Was hier an Atmosphäre und Druck aufgebaut wird ist einzigartig, da kommt nur der 1. Teil ran.
Es ist richtig, im Kern ist…
Community Officer
Bewertung: 0
03.02.2011 14:32 Uhr
Zitat: (Original von Casual-Kong;9131975)
Ich habe irgendwo gehört, dass Dead Space 2; nun in Bayern erst im März erscheinen soll; ist was dran?
Nicht nur in Bayern (   ) sondern ganz Deutschland. GEsagt wurde, dass es bis spätestens Anfang März erscheinen wird.

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