De Blob 2 (Wii)

Release:
25.02.2011
Genre:
k.A.
Publisher:
THQ

de Blob 2 im Test für Wii: Toller Humor, sehr gute Grafik, aber wenige echte Neuerungen

22.02.2011 14:30 Uhr
|
Neu
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de Blob 2 im Test für Wii: Bringt vor der Lektüre dieses Reviews eure weißen T-Shirts in Sicherheit - de Blob kehrt auf die Wii zurück und hat noch mehr Farbe im Gepäck als zuvor!


Die Musik ändert sich, je nachdem, wie viele Dinge ihr angemalt habt. Die Musik ändert sich, je nachdem, wie viele Dinge ihr angemalt habt. [Quelle: THQ] de Blob 2 im Test für Wii: Über zwei Jahre ist es her, dass de Blob mit seinem unverbrauchten Spielprinzip, dem ungewöhnlichen Setting und einer Menge abgefahrenen Humors die Spielerherzen eroberte. Das Spiel punktete vor allem in der Disziplin "Einfallsreichtum". Denn während sich andere Entwicklerstudios mit lauen Aufgüssen zufriedengaben, schuf Blue Tongue beim Blob ein völlig frisches Spielerlebnis. Das Jump & Run wurde zwar kein Millionenseller, aber verkaufte sich offensichtlich so gut, dass THQ bald einen zweiten Teil in Auftrag gab.

Der bunte Schleimklumpen erlebt jetzt auch Abenteuer im Untergrund. Außerdem steht der Humor deutlich stärker im Vordergrund als es im Seriendebüt der Fall war. Aber welche Neuerungen gibt es sonst noch? Und wie sind diese gelungen? Im Test von de Blob 2 verraten euch, ob der Blob die hohen Erwartungen erfüllen und gegen die starke Jump and Run-Konkurrenz bestehen kann!

Hübsch: Die Welten sind grafisch sehr abwechslungsreich und kreativ gestaltet. Hübsch: Die Welten sind grafisch sehr abwechslungsreich und kreativ gestaltet. [Quelle: THQ] Das gefällt uns an de Blob 2:

Buntes Spielprinzip
Das grundsätzliche Spielprinzip von de Blob 2 ist ebenso simpel wie unterhaltsam: Ihr rennt als der namensgebende Blob durch eine in grau gehaltene Welt und müsst als lebender Farbschwamm Häuser, Bäume und ganze Landstriche wieder zum Leben erwecken, indem ihr sie anmalt. Das macht ihr, indem ihr die Spielfigur in Becken voller verschiedener Farben tunkt und die entsprechenden Objekte dann einfach berührt. Die allesamt in schwarz-weiß gehaltenen Feinde, darunter mechanische Krabben und putzige Kult-Anhänger, versuchen euch mit aller Gewalt daran zu hindern. In jedem Level könnt ihr zudem sogenannte "Inspiration" sammeln, durch die ihr eure Werte aufleveln und somit etwa mehr Farbe oder Lebensenergie mit euch führen könnt. Die Steuerung verzichtet dabei fast vollkommen auf unnötige Schütteleinlagen, lediglich, um Feinde abzuwimmeln, ist ein wenig Muskelkraft gefragt – sehr schön! Euer jeweils nächstes Ziel wird auf einem praktischen Kompass angezeigt, sodass ihr euch so gut wie niemals verlaufen könnt. Ebenfalls angezeigt werden die zahlreichen Nebenaufgaben, die ihr absolvieren könnt, sobald ihr die Hauptmissionen erfüllt habt. Lustige Bonus-Items, die euch zum Beispiel kurzzeitig unbesiegbar machen oder euch für eine Weile unendlich Farbe zur Verfügung stellen, runden das Paket gelungen ab.

Gute Grafik, super Sound
Technisch präsentiert sich der Titel von seiner Schokoladenseite. Sowohl Grafik als auch Sound sind auf hohem Niveau: Verwaschene Texturen seht ihr etwa so gut wie niemals und die Welten sind allesamt sehr abwechslungsreich gestaltet. Gerade der Wechsel von den schwarzen, öden Welten hin zu bunten Farboasen weiß zu begeistern und ist extrem gut umgesetzt. Das wahre Highlight stellt aber, wie schon im Vorgänger, der Soundtrack dar. Dieser präsentiert sich nämlich dynamisch und verändert sich je nachdem, wie weit ihr mit euren Mal-Anstrengungen fortgeschritten seid. Hört ihr so am Beginn eines Abschnitts lediglich monotone, düstere Töne, wandelt sich die Musik im weiteren Verlauf in einen wunderbar schrägen, sehr Jazz-lastigen Soundtrack. Je nachdem, welche Farben ihr benutzt, hört ihr übrigens auch andere Klänge. Auf eine Sprachausgabe wurde hingegen verzichtet – die hätte dem Cartoon-Stil des Spiels unter Umständen aber sogar mehr geschadet als gutgetan.

Unterhaltsam: Der wundervolle Slapstick-Humor kommt vor allem in den überaus witzigen Zwischensequenzen super zur Geltung. Unterhaltsam: Der wundervolle Slapstick-Humor kommt vor allem in den überaus witzigen Zwischensequenzen super zur Geltung. [Quelle: THQ] Witzige Atmosphäre
Ein Highlight des Abenteuers stellt neben dem lustigen Spielprinzip die abgefahrene Geschichte dar, die direkt an die des ersten Teils anschließt. Der böse Genosse Schwarz, Chef des INKT-Konzerns, wurde besiegt, ist aber noch lange nicht bereit, aufzugeben. So kehrt er nun zurück und beginnt erneut munter, die Welt von de Blob einzuschwärzen und die Bewohner in willenlose Sklaven zu verwandeln. Eure Aufgabe ist es nun natürlich, wieder Farbe in die Welt zu bringen und dem Treiben des bösen Kerls ein Ende zu bereiten. Was sich auf den ersten Blick nach einer recht kindischen Story anhört, ist in Wahrheit eine schwarzhumorige Satire voller Slapstick-Gags, die ihre Inspiration eindeutig aus dystopischen Werken wie George Orwells "1984" bezieht und somit eigentlich mehr an Erwachsene gerichtet ist. Präsentiert wird die Story übrigens durch super gemachte Render-Zwischensequenzen, die durch ihren Humor und Stil stark an die Disney-Pixar-Filme erinnern.

Wenige, aber sinnvolle Neuerungen
Die Veränderungen gegenüber dem ersten Teil sind leider ziemlich marginal ausgefallen. Zwar sind die Welten allesamt ein bisschen größer und ihr habt mehr zu tun, das Spielprinzip selbst wurde aber so gut wie unangetastet übernommen. Ein paar Neuerungen gibt es aber freilich dennoch. So wurde der vielleicht größte Minuspunkt des Vorgängers ausgemerzt: Dort musstet ihr, um zu springen, die Wii-Fernbedienung schwingen, was einfach nur nervig war und das Spielgefühl nicht bereicherte. Nun reicht ein kurzer Druck auf den A-Knopf, um den Blob springen zu lassen. Ebenfalls neu sind die sporadisch über die Levels verteilten 2D-Abschnitte, zu denen ihr meistens gelangt, indem ihr durch Kanalschächte in den sogenannten "Untergrund" schlüpft. Diese sind stark Puzzle-basiert und fordern immer wieder mal eure grauen Zellen, aber natürlich darf auch hier fröhlich gesprungen und gefärbt werden.

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22.02.2011 14:30 Uhr
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22.02.2011
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