Ist es ein Flugzeug? Nein, es ist ein BMX-Fahrer, der ein bisschen Superman spielt!
Fast unendlich erstreckt sich der Canyon über den Bildschirm. Mit tiefen Schluchten und bizarren Felsformationen haben die Designer von Z-Axis hier eine beeindruckende Landschaft erschaffen. Da sie sie in ein BMX-Spiel gesetzt haben, sind Schluchten und Felsen aber nicht als Augenweide gedacht, sondern als Rampen für waghalsige Sprünge und Tricks. Die sind allerdings nicht so überzeugend wie die Umgebungen. Die Steuerung ist in Ordnung, wie bei jedem Trendsportspiel gehen die Stunts und Grinds leicht von der Hand. Leider fehlt es dabei etwas an Dynamik. Das Grundtempo der Fahrradfahrer ist relativ niedrig, was sich auf die Sprünge auswirkt. Zwei bis drei Tricks lassen sich noch locker kombinieren, danach wird es sehr schwer. Als Geschwindigkeits- und Spaßbremsen wirken auch die vielen Hindernisse, die in den Umgebungen herumstehen. Keines kann man unbeschadet rammen. Natürlich sind die Hindernisse nicht zum Rammen da, doch manchmal lässt sich das eben nicht verhindern. Und wenn man dann jedes Mal vom Rad fällt, nimmt das ganz gewaltig Tempo aus dem Spiel. Dabei wäre in den wirklich riesigen und detailreichen Umgebungen viel möglich gewesen. So werden die guten Grundvoraussetzungen ein wenig verschenkt: Immerhin 14 Profisportler lassen sich von Anfang an auswählen. Alle haben einen selten dämlichen Gesichtsausdruck und wirken etwas leblos. Mit starrem Gesicht geht es dann durch acht heftig flimmernde Levels. Das Ganze funktioniert auch zu zweit, allerdings nur nacheinander.
