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Datenschutz: Apple wehrt sich gegen FBI-Forderungen

17.02.2016 16:40 Uhr
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Das FBI will von Apple Hilfe beim Knacken eines Attentäter-iPhones - das Unternehmen aus Cupertino ist von dieser Forderung nicht begeistert. In einem offenen Brief hat sich Tim Cook nun an die Kundschaft gewandt und vor den Plänen des US-Geheimdiensts gewarnt.

Apple wehrt sich gegen Forderungen des FBI, eine Backdoor für das iPhone zu enwickeln. Apple wehrt sich gegen Forderungen des FBI, eine Backdoor für das iPhone zu enwickeln. [Quelle: Apple] Apple soll dem FBI dabei helfen, das iPhone des Attentäters von San Bernardino zu knacken. Das hat Apple-CEO Tim Cook nun in einem offenen Brief an die Kundschaft enthüllt. Per Gerichtsbeschluss soll das Unternehmen aus Cupertino dazu gebracht werden, bei der Entwicklung einer entsprechenden Backdoor mitzuhelfen. Konkret soll die automatische Löschfunktion, die bei mehrfachen PIN-Fehlversuchen einsetzt, deaktiviert werden. Außerdem soll es ermöglicht werden, Zahlenkombinationen digital an das Handy zu senden, statt sie per Hand eintippen zu müssen. Normalerweise obligatorische Verzögerungen nach der Eingabe falscher PIN-Codes sollen außerdem deaktiviert werden. Diese Maßnahmen würden sogenannte Brute-Force-Attacken, bei denen einfach alle möglichen PIN-Kombinationen ausprobiert werden, ermöglichen.

Wie Tim Cook im offenen Brief schreibt, gehe man davon aus, dass das FBI es mit dieser Strategie gut meine. Allerdings werde man sich weigern, dem US-Geheimdienst derartige Möglichkeiten einzuräumen - gerade mit Blick auf die Zukunft. "Eine iOS-Version zu entwickeln, welche die Sicherheitsmaßnahmen auf diese Weise umgeht, würde ohne Zweifel eine Backdoor erschaffen. Und auch wenn die Regierung angibt, dass der Einsatz der Backdoor auf diesen einen Fall beschränkt ist, kann man eine derartige Kontrolle nicht garantieren", schreibt Cook. Eine überarbeitete iOS-Version ohne die genannten Sicherheitsfunktionen würde jedes Gerät anfällig machen. Der Apple-CEO vergleicht das mit einem Generalschlüssel für iPhones.

Cook ruft auch weitere Technik-Unternehmen auf, sich dem Apple-Protest gegen derartige Maßnahmen von US-Geheimdiensten anzuschließen. "Wir fechten die Forderungen des FBI mit dem größten Respekt für die amerikanische Demokratie und Liebe für unser Land an. Wir glauben, es wäre für alle am besten, Abstand zu nehmen und sich über die Implikationen Gedanken zu machen." Auch wenn es sich aktuell nur um einen Einzelfall handelt: Der Ausgang des Konflikts zwischen Apple und der US-Regierung könnte Signalwirkung entwickeln. Mit dem offenen Brief will Cook sicherstellen, die öffentliche Meinung auf der eigenen Seite zu haben. Schlechte Argumente hat er dabei nicht.

Quelle: Spiegel.de

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17.02.2016 16:40 Uhr
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20.02.2016 23:58 Uhr
Ich bin natürlich auf der Seite von Apple, Kriminalität hin oder her kann die Executive nicht ihre Arbeit anderen übertragen und auch nicht erwarten dass andere für sie die Arbeit übernehmen. Das wäre für die Software Firmen und die Bürger jede Staates eine "loose-loose" Situation.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
17.02.2016 18:33 Uhr
Zitat: (Original von LOX-TT;9573806)
oder die NSA :-D
Das magische Triforce der USA. 
Community Officer
Bewertung: 0
17.02.2016 18:30 Uhr
Zitat: (Original von Kraxe;9573805)
Warum wendet sich das FBI nicht an die CIA? :-B


oder die NSA 
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Datenschutz - Apple wehrt sich gegen FBI-Forderung nach iPhone-Backdoor
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http://www.videogameszone.de/Datenschutz-Thema-255522/News/Apple-wehrt-sich-gegen-FBI-Forderungen-nach-iPhone-Backdoor-1186483/
17.02.2016
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2015/12/Apple_Laut_Tim_Cook_verschwiegener_als_die_CIA-pcgh_b2teaser_169.jpg
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