Im Test von Darksiders 2 erfuhren wir schnell, dass Vigil Games dem Prinzip des Vorgängers treu geblieben ist und das Action-Abenteuer um sinnvolle Verbesserungen erweitert hat - auch Neuerungen beim Gameplay erwarten euch. Diverse Kritikpunkte muss sich Darksiders 2 im Test aber ebenfalls gefallen lassen. Wie gut das Action-Abenteuer um Protagonist Tod schließlich geworden ist, erfahrt ihr im ausführlichen Review.
Tolle Dungeons und gute Rätsel
Wie schon im ersten Teil sind die Dungeons in Darksiders 2 ein wichtiger Teil des Spiels. Tod muss in den raffiniert aufgebauten Gewölben nicht nur den richtigen Weg finden, sondern auch viele Umgebungsrätsel lösen. Schalter, Hebebrücken, Physikknobeleien und vieles mehr - eure grauen Zellen werden stets gefordert, ohne es euch aber übermäßig schwer zu machen. Ebenfalls löblich: Für jeden der vier großen Akte gibt es eine bestimmte Art von Rätseln, die sich in anderen Akten aber praktisch nicht wiederholen.
Neue Sprung- und Klettereinlagen
Zentraler Unterschied zum ersten Darksiders: Neben Kämpfen und Rätseln muss Tod nun viele Sprung- und Klettereinlagen meistern. Anders als sein Bruder Krieg kann der agile Tod nämlich an Wänden entlang flitzen oder Säulen hinaufklettern. Das ist grundsätzlich cool und spaßig, weil die Leveldesigner so deutlich abgefahrenere Levels basteln können als im Vorgänger, pfiffige Rätsel und gut versteckte Secrets inklusive. Diese Neuerung hat aber nicht nur Gutes, was sich vor allem nach längerer Spielzeit zeigt. Den Negativpunkt lest ihr auf der letzten Seite unseres Tests.
Gute Synchronsprecher, tolle Atmosphäre
Atmosphärisch ist das Spiel gut gelungen, und das liegt nicht nur am hübschen Stil, sondern auch an den Sprechern: Nahezu alle Rollen wurden passend besetzt, auch in der deutschen Fassung. Wie so oft klingt das US-Original aber deutlich besser, beispielsweise sprechen die Erschaffer- Riesen hier wieder mit einem schottischen Akzent, was die Figuren erst so richtig charmant macht. Zum Glück ist Darksiders 2 multilingual.
Tolle, präzise Kämpfe
Quelle: Videogameszone
Freundlich: Der lässige Sensenmann trifft nicht nur auf Feinde in Darksiders 2. Viele NPCs greifen ihm auf seinem Weg unter die Arme.
Auch wenn die Klettereien "nur" gut und nicht überragend sind, überzeugt Darksiders 2 doch in einer anderen Kerndisziplin: Die Kämpfe sind sogar noch besser als im tollen Vorgänger! Der flinke Todesbringer hechtet über das Schlachtfeld, reiht fein animierte Kombos mit seinen riesigen Sensen aneinander, befördert Gegner mit Tritten in die Luft oder setzt zu brutalen Finishing Moves an, sobald ein Feind genügend geschwächt wurde. Das steuert sich flüssig und fühlt sich super an, trotz manchmal ungünstiger Kameraperspektiven. Besonders cool: Ihr habt diesmal mehr Waffen zur Auswahl als im ersten Teil, der euch eure Werkzeuge noch streng vorgab. Nun könnt ihr Tod neben seinen Sensen auch mit einer Zweithandwaffe ausrüsten, im Angebot sind Hämmer, Schwerter, Äxte, Klauen und mehr. Jede Waffengattung bringt andere Attacken und Kombos mit sich, hier könnt ihr also selbst entscheiden, welches Kriegsgerät zu eurer Spielweise passt. Das System ist nicht komplex, bietet aber deutlich mehr Freiheiten als im Vorgängerspiel - und das ist ein klarer Gewinn.
Todschick
Weder Polygondichte noch Texturauflösung können mit modernen PS3- und Xbox 360-Titeln mithalten, hin und wieder könnte auch die Performance besser sein. Und trotzdem: Das Spiel sieht richtig gut aus! Der comichafte Grafikstil ist durchweg gelungen, zumal die Designer von Vigil Games diesmal noch freier und kreativer arbeiten konnten - immerhin spielt Darksiders 2 nicht mehr auf der Erde, sondern in Fantasy-Welten, wo euch die Grafiker mit gigantischen Bauten und abgefahrenem Figurendesign überraschen können. Besonders schick sind auch Tods Kampfanimationen geraten - sie sorgen dafür, dass die Sensenschwingerei auch nach vielen Stunden ihren Biss behält.
