Dante's Inferno im Test für PS3 und Xbox 360: Blut und Brüste

Test Markus Rehmann

Dante's Inferno im Test für PS3 und Xbox 360: Um seine Sünden zu büßen, muss Dante durch die Hölle gehen. Sein größtes Vergehen: Er hat Kratos sein Spiel geklaut!

Dante's Inferno im Test: Bitch Slap - Bei den nackten Versucherinnen müsst ihr schnell sein, sonst spießen sie euch mit Stacheln auf, die aus ihrem Unterleib platzen. Ganz schön krank! Quelle: videogameszone.de Dante's Inferno im Test: Bitch Slap - Bei den nackten Versucherinnen müsst ihr schnell sein, sonst spießen sie euch mit Stacheln auf, die aus ihrem Unterleib platzen. Ganz schön krank! Blut und Brüste
Aber wo wir schon mal beim Thema sind: Wenn Dante ein Alleinstellungsmerkmal hat, dann das extrem abgefahrene Design von Gegnern und Umgebung. Bei der Gestaltung der Höllenzirkel und ihrer Insassen machten die Entwickler wirklich vor keiner noch so abstrusen oder geschmacklosen Idee halt. Ihr wolltet schon immer mal gegen nackte Frauen antreten, denen riesige Schwänze aus dem Unterleib platzen? Oder gegen ungetaufte Babys mit Sichelarmen? Kotzende Schwabbelmonster? Dann seid ihr hier genau richtig! Die thematisch an die Todsünden angelehnten Höllenzirkel liefern das entsprechend kranke Ambiente zum gepflegten Sünderschnetzeln. Der Lustzirkel etwa geizt nicht mit phallusförmigen Säulen und ziemlich eindeutig an den weiblichen Intimbereich erinnernden Mons­terportalen. In der Abteilung für Wollust wiederum stapft ihr durch glitschige Fleischhöhlen. Quasi das komplette Teufelsreich ist tapeziert mit armen Seelen: Ganze Wände bestehen aus übereinandergestapelten (Ex-)Menschen, bei eurem Abstieg ins Zentrum der Hölle gleitet ihr an Strängen aus aneinandergebundenen Körpern nach unten und aus den Blutseen recken sich Hunderte von Händen nach euch. Wirklich anders, wirklich verstörend!

Dante's Inferno im Test (2) Quelle: videogameszone.de Dante's Inferno im Test (2) Die schräge (Unter-)Welt von Dante's Inferno hat aber auch zwei kleine Nachteile: Obwohl sich die Grafikdesigner Mühe gegeben haben, für massig Abwechslung zu sorgen, wirkt doch alles wie ein großes Gemälde von Salvador Dalí auf einem Horrortrip. Im Laufe der rund zwölf Spielstunden nutzt sich der kranke Stil ein wenig ab. Und da ihr sozusagen nur unter Tage unterwegs seid, gibt es auch selten Gelegenheit für richtig bombastische Momente. Versteht uns nicht falsch: Wenn Dante sich vor glühend roter Kulisse einen hitzigen Fight nach dem anderen liefert, während sich immer wieder mal das hochhausgroße Lavaungetüm aus dem Hintergrund einmischt, oder er später auf ebendiesem Brocken reitend eine unterirdische Festung platt macht, ist das schon sehr cool anzuschauen. Es kommt aber einfach nicht die Gänsehaut auf, die wir zum Beispiel hatten, als wir zum ersten Mal mit Kratos den Tempel auf dem Rücken des durch die Wüste kriechenden Kronos bestiegen. Oder vor Athen den wütenden Ares erblickten. Oder ...

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