Conan - The Dark Axe
Wer hat noch nicht, wer will noch mal?
Mit nichts am Leib außer einem Lederhöschen, einer Fellmütze und einem dicken Zweihänder über dem Rücken, stapft ein schweigsamer Barbar durch den Schnee. Plötzlich schnellt ein Rudel Wölfe vor, um sich ein Stückchen warmes Fleisch einzuverleiben. Sekunden später liegen die Tierchen leblos am Boden und der Kämpfer zieht seines Weges. Was wie das Storyboard einer neuen Xena-Folge klingt, ist in Wirklichkeit eine Szene aus dem Spiel Conan von TDK Mediactive.
Viel Schwert, wenig Worte
Conan ist ein klassisches Hack&Slay-Spiel aus der Third-Person-Perspektive, angereichert mit einigen dezent eingeflochtenen Adventure-Elementen. So kann man sein Waffenarsenal um Äxte, Keulen und Schwerter bereichern. Auch Erfahrungspunkte dürfen gesammelt werden. Diese werden jedoch nicht in Charakterwerte gesteckt, sondern vielmehr dazu benutzt, Spezialfertigkeiten zu verbessern. Neue Moves erlernt ihr im Laufe des Spiels des Öfteren; mittels der Kombination zweier Tasten für einen hohen und einen niedrigen Hieb lasst ihr stylische Schwertschwinger auf die Gegner nieder und lehrt sie den nötigen Respekt. Aufgelockert wird das Spielgeschehen durch gelegentliches Schalterdrücken oder das Wegrücken von Felsbrocken; allerdings wird dies eher selten von euch gefordert. Einfallsreichtum erkennt man bei der Gegnerauswahl: Über 50 verschiedene Gegnerarten versuchen euch im Laufe des Spiels ans Leder zu gehen.
Horden von Gegnern
Dabei schöpfte TDK Mediactive mit vollen Händen aus dem gängigen Fantasy-Fundus: Angefangen von Skelettkriegern, dunklen Zauberern, Wölfen und Mumien bis hin zu bildschirmfüllenden Endgegnern treten euch teilweise bis zu einem Dutzend Feinde auf einmal gegenüber und wollen bezwungen werden. Dank der gelungenen Steuerung hat man selbst bei hohem Gegneraufkommen das Kampfgeschehen ständig unter voller Kontrolle. Als geglückt kann man vor allem die Fantasy-Atmosphäre von Conan bezeichnen. Ob es nun die düsteren Texturen, die unheimlichen Lichteffekte oder die stimmigen Soundeffekte sind, man hat ständig das Gefühl, der Hauptakteur in einem Barbarencomic zu sein. Als Sprecher wurde unter anderem Thomas Danneberg engagiert; er leiht keinem Geringeren als Arnold Schwarzenegger höchstpersönlich seine Stimme. Ein Zweispielermodus wird in der finalen Verkaufsversion leider nicht integriert werden. Schade eigentlich, wie wir finden. Lediglich ein Arena-Duellmodus war vorhanden, in welchem man sich mit bis zu drei Freunden die Birne weich klopfen kann. Die uns zur Verfügung gestellte Preview-Version spielt sich bereits sehr gut; Fantasy-Fans sollten sich diesen Titel auf jeden Fall vormerken.