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  • Conan

    Conan ist grimmig, Conan ist Barbar und - bei Crom! - Conan ist auf der Xbox 360!

    Stark, aber langsam: Diese gewaltige Statue hält – oder besser hielt – in jeder Hand eine Zweihänderwaffe. Stark, aber langsam: Diese gewaltige Statue hält – oder besser hielt – in jeder Hand eine Zweihänderwaffe. Conan, seines Zeichens Barbar und muskelbepackter Held aus den Romanen von Robert Ervin Howard, hatte bei Frauen schon immer einen Stein im Brett - man denke nur an die Sexszene mit einer Hexe aus dem Film Conan der Barbar mit Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle. Und wer würde nicht am liebsten ständig von seiner Freundin den folgenden Satz ins Ohr gesäuselt bekommen: "Nimm mich und ersticke mich mit deiner Liebe!" Diese Worte bekommt der Titelheld in dem Schwertkampf-Actionspiel Conan von fast nackten Sklavinnen serviert, sobald er diese befreit. Auch im übrigen Spiel tut Conan das, was man von ihm erwartet: Jeden, der dem Cimmerier krumm kommt - also fast alle -, lässt Conan über die Klinge springen.

    Das Spielprinzip kopierte THQ vom PS2-Spiel God of War (dt.), doch das muss ja nichts Schlechtes bedeuten. Die Mann-gegen-Mann-Kämpfe in Conan machen zunächst sogar mächtig Laune. Dank der gelungenen Rütteleffekte spürt man förmlich die Kraft des Zweihänders, der gerade durch einen Piraten fährt. Abgetrennte Gliedmaßen und Blut gibt es in der deutschen Version aber nicht zu sehen. Trotzdem bereitet es Freude sich mit mächtigen Kombos durch die Feindesmengen zu hauen. Richtig barbarisch wirkt auch die Trinkanima­tion, bei der Conan einen Tonkrug über seinen Kopf hält, den über das ganze Gesicht strömenden Wein in vollen Zügen schluckt und den Krug anschließend mit gewaltiger Wucht auf dem Boden zerdeppert.

    Etwa einhundert Kombos gibt es. Sie sind unterteilt in die Kategorien Faustkampf, Ein- bzw. Zweihandwaffen sowie den Kampf mit einer Waffe in jeder Hand. Somit hängt es auch von der gerade verwendeten Waffe ab, welche Kombo ausgeführt wird. Erfreulicherweise erhält der Spieler mit jedem erledigten Gegner recht schnell viele Lernpunkte, die zum Aneignen weiterer Schlagkombinationen nötig sind. Kombobezeichnungen wie "Hyborischer Kopfstoß", "Genickhebel" oder "Säge des Schlächters" lassen erahnen, was dahintersteckt, und wurden jeweils mit einer eigenen, hübschen Animation bedacht.

    Nach wenigen Stunden Spielzeit macht sich jedoch die schwache Handlung bemerkbar, die zu wenig hergibt, um für ausreichend Abwechslung zu sorgen. Conan verliert im Kampf gegen einen mächtigen Zauberer seine magische Rüstung, die er gemessene 7, aber gefühlte 15 Spielstunden später wieder beisammen haben wird. Nach jedem Bosskampf erhält der Cimmerier ein Stück der Rüstung zurück, wodurch auch seine magischen Fähigkeiten steigen. Mit den insgesamt vier Zaubersprüchen verwandelt Conan unter anderem Gegner zu Stein oder lässt sie in eine Art schwarzes Loch saugen. Trotz der dünnen Story musste der Verfasser dieser Zeilen am Ende des Spiels einige Tränen zerdrücken - und das nicht nur wegen der etwa 40 virtuellen Tode, die er dank der fiesen Attacken des ultimativen Bösewichts sterben musste.

    Gerade im letzten Drittel der Barbarenschnetzelei kommt der Spielfluss durch die unfair gesetzten Kontrollpunkte gewaltig ins Stocken. Einmal gilt es vor einem Bosskampf, zehn Gegner zu beseitigen. Versagt man gegen den Obermotz, muss man die vorigen Opponenten erneut besiegen.

    Auch wirkt der Spielablauf oft gestreckt, zum Beispiel wenn sich der leere Gesundheitsbalken eines Bossgegners wieder füllt und der Kampf erneut geführt werden muss. Davon abgesehen stellen sich über weite Strecken die gleichen Gegner in Conans Weg, sodass man das Ende der großen Levels regelrecht herbeisehnt. Häufig stehen Gegner einfach untätig herum und greifen erst dann in das Kampfgeschehen ein, sobald sie selbst angegriffen werden. Auch laufen Angriffe - abhängig vom Gegnertyp - stets nach einer stur heruntergeleierten Choreographie ab. Unterm Strich bleibt ein Spiel, dessen Potenzial durch die zahlreichen Designmängel weitgehend ungenutzt bleibt und das daher nur hartgesottenen Fans empfohlen werden kann.

    Conan (X360)

    Spielspaß
    67 %
    Grafik
    7/10
    Sound
    7/10
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Gute Vibrationseffekte
    Viele Kombos erlernbar
    Spielablauf wirkt oft gestreckt
    Eintönige Gegnerklopperei
    Unfair gesetzte Kontrollpunkte
    Fazit
    Mäßiges Actionspiel, dem es nur teilweise gelingt, die Eintönigkeit im Spielverlauf durch die Vielfalt an Kombos auszugleichen.
  • Conan
    Conan
    Publisher
    THQ
    Developer
    Nihilistic Software
    Release
    29.01.2009

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Conan
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http://www.videogameszone.de/Conan-Spiel-20326/Tests/Conan-619146/
29.10.2007
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