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  • Bully

    Jimmys "Überredungskünste" verschaffen ihm die gewünschten Informationen, aber nur wenig Sympathien. Jimmys "Überredungskünste" verschaffen ihm die gewünschten Informationen, aber nur wenig Sympathien. Wenn Rockstar Games ein neues Spiel ankündigt, dann werden die meisten Spieler hellhörig. Grand Theft Auto, Midnight Club oder Red Dead Revolver - wenn das Rockstar-Logo auf der Packung prangt, dann kann man sicher sein, ein außergewöhnliches Spiel in der Hand zu halten, das in Sachen Stil und Präsentation auf hohem Niveau liegt. Dementsprechend gespannt waren wir, als wir uns dem Messelärm der E3 für eine halbe Stunde entziehen konnten und uns im vollklimatisierten Reisebus bei Cola und Crackern Bully (Titel noch nicht final) vorgeführt wurde. Doch nicht nur die äußeren Umstände waren überraschend angenehm, auch das Spiel war anders als erwartet.

    Internats-GTA

    Doch halt, ganz so unerwartet war das Gezeigte dann doch wieder nicht, denn auch wenn die Thematik des Spiels völlig neu und unverbraucht ist, kann die Spielmechanik gewisse Parallelen zu Grand Theft Auto nicht verleugnen.

    Der schwer erziehbare Schüler Jimmy Hopkins landet nach unzähligen Rauswürfen aus Lehranstalten in der (fiktiven) Privatschule Bullworth Academy. An der traditionsreichen Lehranstalt werden sowohl die Sprösslinge reicher Eltern als auch ärmere Kinder unterrichtet. Es versteht sich von selbst, dass Jimmy zur letzteren Gruppe gehört und sich erst einmal einen Namen machen muss.

    So schlägt man sich mit fiesen Lehrern, noch fieseren Mitschülern und den ganz alltäglichen Nöten eines Schülers herum. Ähnlich wie in Rockstars Aushängeserie GTA genießt man dabei größtmögliche spielerische Freiheit und eine sehr lebendige Umgebung.

    Die Uhrzeit in der rechten oberen Bildschirmecke erinnert dabei ebenso wie die Minikarte im unteren Bereich frappierend an GTA. Der gesamte Campus und einige Außengebiete können relativ ungehemmt erforscht werden, doch nicht jeder Bereich ist von Beginn an zugänglich. Dazu bedarf es der Erledigung von Aufträgen, die man von Lehrern, Cliquen oder anderen Schülern erhält.

    Das Recht des Stärkeren

    Die uns gezeigte Beispielmission gab schon einen kleinen Einblick in den Alltag von Jimmy Hopkins: Der gleichermaßen gruselige wie greise Biolehrer bestellt Jimmy zu sich, um sich ein wenig auszuheulen. Seine Fleisch fressende Pflanze fristet ein Schattendasein neben der gleichartigen Pflanze eines reichen Schülers.

    Was liegt da näher, als Jimmy zu beauftragen, das Gewächs des Kontrahenten zu vernichten? Also schnappt sich der Protagonist im nächsten Waschraum einen schmächtigen Schnöselschüler und verpasst ihm eine unfreiwillige Haarwäsche im Klo, um das aktuelle Passwort vom Bereich der reichen Schüler zu erfahren.

    Dort angekommen, erweist sich die gewonnene Information als hilfreich und die Pforten öffnen sich. Dummerweise erweisen sich die dort anwesenden Schüler als sehr wehrhaft und Jimmy muss seine Fäuste fliegen lassen.

    Das Kampfsystem bietet erheblich mehr Vielfalt als die GTA-Serie - und aufgrund des Verzichts auf Feuerwaffen ist dies auch bitter nötig. Ob Schwitzkasten, Schlag in die Magengrube oder Kopfnuss: Alle Gemeinheiten, die viele von uns in der Schule selbst einmal erlebt (oder verteilt) haben, sind möglich.

    Trotz teils wirklich schon beim Zusehen schmerzhafter Kampftechniken kommt das Spiel übrigens komplett ohne Blut aus - schließlich spielt der Plot an einer Privatschule und nicht in den Straßenschluchten einer Großstadt. Dementsprechend dient in der oben erwähnten Mission ein großer Böller als Bombe, um die prachtvolle Pflanze des reichen Schülers in kleine Stücke zu sprengen.

    Der erste Schultag

    Es bleibt abzuwarten, wie viel Abwechslung die Entwickler ins Spiel einfließen lassen, denn Schulhofprügeleien allein können kaum dazu motivieren, sich für Stunden oder gar Tage auf dem virtuellen Schulgelände herumzutreiben.

    Während eine ganze Stadt oder sogar ein kompletter Staat in Grand Theft Auto reichlich Möglichkeiten zum unterhaltsamen Zeitvertreib anbot, dürfte das Angebot auf einem Campus etwas dürftiger ausfallen. Schon sehr amüsant wirkte bei der Vorführung der Sportunterricht, in dem man in einer Art Minispiel Dodgeball (zu Deutsch: Völkerball) spielen durfte.

    Abschließend bleibt nur zu sagen, dass uns zwar nicht gerade die größte Innovation in Sachen Gameplay ins Haus steht, sich aber letztlich nicht nur GTA-Fans auf Bully freuen können, auch wenn der Hauptcharakter ungefähr so sympathisch wirkt wie Dieter Bohlen in der Jury von Deutschland sucht den Superstar.

  • Canis Canem Edit
    Canis Canem Edit
    Publisher
    Take-Two Interactive
    Release
    27.10.2006
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21.07.2005
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