Mit dem fünften Teil der Spieleserie geht es zurück in den zweiten Weltkrieg. Kann das genauso fesseln wie das Meisterwerk Call of Duty 4?
JEDER LEVEL IST EIN FEST
Spaß macht das Spiel aber allemal. Das Kern-Gameplay ist grundsolide und Kenner der Serie sollten sofort bemerken, wie gut sich das Extra-Jahr Entwicklungszeit auf den Titel ausgewirkt hat. Fast jedes Gefecht spielt sich wie der beste Level eines anderen Shooters. Ob ihr ein japanisches Schloss erobert, durch die Berliner U-Bahn schleicht oder euch einer Gegenoffensive erwehren müsst - alle Abschnitte sind wirklich unterhaltsam. Durch die starke Linearität fühlt man sich jedoch fast in einem interaktiven, acht Stunden langen Kriegsfilm.
Wie durch ein Wunder werfen eure Gegner ihre Granaten stets exakt auf euch – nervig!
Zu oft gibt es nur eine Möglichkeit, eine Situation zu lösen. Ihr könnt euch zwar aussuchen, wo ihr Deckung nehmt und welche Waffen ihr nutzt, doch letztendlich hat man jeden Level nach einmaligem Durchspielen erschöpfend erlebt. Danach lohnt das erneute Spielen aber immer noch, da es einfach tolle Unterhaltung ist und weil ihr fast alle Story-Missionen auch mit bis zu drei Freunden spielen könnt. Das geht via Xbox-Live, System-Link oder per Splitscreen.
VIER FREUNDE MÜSST IHR SEIN!
Ein nahtloser Übergang von der Solo-Kampagne zum Koop-Modus ist zwar nicht möglich, doch ansonsten funktioniert das Einrichten einer Sitzung völlig problemlos. Ihr spielt die Missionen wie gehabt. Eure Freunde sind farbig markiert und können per Headset mit euch sprechen. Fällt ein Spieler im Kampf, wird einer der vielen fair verteilten Save-Points geladen. Ist einer eurer Mitspieler verwundet, darf er noch eine Weile mit der Pistole ballern, während er am Boden liegend auf Heilung wartet.
Per Knopfdruck holt ihr ihn zurück ins Leben, während ihr ihm per Headset einige belehrende Worte mit auf den Weg gebt. Das Koop-Spiel macht wirklich Spaß! Je nach Spielerzahl wird die Zahl der Gegner angehoben, sodass eine Vier-Mann-Sitzung für wirklich epische Schlachten sorgt. Für jeden Treffer und das Erfüllen verschiedener Herausforderungen gibt es außerdem Erfahrungspunkte, die für den Mehrspielermodus übernommen werden. Außerdem können in der Einzelspielerkampagne verschiedene Karten gefunden werden. Diese bewirken im Koop-Spiel einige kuriose Effekte. Beispielsweise zieht ihr dann nur mit Steinen und einem Messer in die Schlacht - oder ohne HUD und mit realistischer Schwierigkeit.
Das zerstörte Berlin ist bedrückend und begeisternd zugleich – einfach eine grandiose Kulisse.
