Erste Eindrücke von Call of Duty: World at War
Call of Duty: World at War, PS3, Bild: Activision
FEUER MIT FEUER BEKÄMPFEN
Die erbarmungslosen Japaner zum Feind zu haben, sorgte im Pazifikkrieg nicht nur für eine völlig andere Kriegserfahrung, sondern auch für eine gänzlich andere Kriegsführung. Es musste eine Waffe her, die dem Gegner die Deckung nimmt, die abschreckt und unheimlich effizient ist. Kurzum - her mit dem Flammenwerfer! Damit hatten die US-Truppen damals ein probates Mittel gegen die Bunkersysteme der Japaner und ihr erhaltet im Spiel eine überaus mächtige Waffe. Mit der könnt ihr die Grasflächen abbrennen, in denen eure Gegner lauern und die kletterfreudigen Scharfschützen von ihren Bäumen holen. Die Dynamik des Feuers ist lange nicht so ausgeprägt wie beim Zündel-Streber Far Cry 2, doch einmal angezündet verbrennt eine Grasfläche nach und nach. Dabei springt das Feuer auch auf Bäume über und verzehrt Kisten oder Zäune.
Im Spiel werdet ihr neben diversen anderen Vehikeln auch einen Panzer steuern, der mit einem Flammenwerfer ausgestattet ist. Dabei könnt ihr die Kiste auch zusammen mit Kumpels besteigen, schließlich gibt es jetzt einen Koop-Modus, der uns ebenfalls gezeigt wurde. Was wir sahen, funktionierte wunderbar und verspricht jede Menge Spaß - insbesondere, da ihr dabei Erfahrung sammeln und euch, ähnlich wie im Mehrspielermodus von Modern Warfare, in verschiedene Richtungen spezialisieren könnt. Apropos Multiplayer - wir haben uns natürlich versprechen lassen, dass das Online-Zusammenspiel diesmal sofort ohne große Probleme funktioniert und der genialen Spielerfahrung des Vorgängers in nichts nachsteht. Diesmal gibt es übrigens auch Fahrzeuge und Boote in den Mehrspielerschlachten.
KÖNNTE WAS WERDEN
Schafft es Call of Duty: World at War mit all diesen neuen Features, die Shooter-Krone an sich zu reißen oder gar das Genre zu revolutionieren? Das lässt sich so früh schwer sagen, schließlich hat das Spiel gerade erst "Hallo!" zu uns gesagt und sich kurz vorgestellt. Das neue Setting, die recht düstere Erzählweise, der Koop-Modus und der Flammenwerfer sind auf jeden Fall willkommene Neuerungen in diesem eigentlich ausgereizten Genre. Wir sind besonders froh darüber, dass die erwachsene Erzählweise von Modern Warfare fortgeführt wird. Schon deshalb erwarten wir ein deutlich intensiveres Spielerlebnis als in Call of Duty 3. Hoffen wir, dass Treyarch auch die russische Kampagne zum mitreißenden Erlebnis macht und uns den Zweiten Weltkrieg - wie versprochen - aus völlig neuen Perspektiven zeigt.