Call of Duty: Modern Warfare 3 im Test: Der von Infinity Ward entwickelte Ego-Shooter punktet mit einer grandiosen Inszenierung sowie emotionaler Einzelspieler-Story und befördert die nette Dreingabe Spec-Ops zum echten Stundengrab. In unserem Test lest ihr, wie gut Modern Warfare 3 für PS3 und Xbox 360 schließlich geworden ist.
Viel Abwechslung
Modern Warfare 3 verpackt seine simplen Grundmechaniken wie gewohnt auf äußerst gekonnte Art. Ihr fahrt im Verlauf der Kampagne Schlachboot, steigt als Beifahrer ans Bordgeschütz eines Panzers, Helikopters und eines AC-130-Bombers. Dazwischen infiltriert ihr eine Feindbasis, taucht mit Navy Seals durch ein Hafenbecken, übernehmt die Rolle eines Scharfschützen und eines Juggernauts.
Quelle: Activison
Die Abwechslung von Modern Warfare 3 ist wirklich enorm. Ihr werdet um den gesamten Erdball geschickt.
Spec-Ops-Modus
Modern Warfare 3 befördert die nette Dreingabe Spec-Ops zum echten Stundengrab. Wichtiges Instrument dabei: Ein separater Rangaufstieg. Ihr bekommt weiterhin bis zu drei Sterne pro abgeschlossener Mission, erhaltet zusätzlich aber wie im Mehrspielermodus Erfahrungspunkte und krabbelt die Karriereleiter hoch, was Zugang zu neuen Levels und besserer Ausrüstung gewährt. Eine Hälfte des Koop-Umfangs besteht aus dem Überlebensmodus, der dem aus Gears of War 3 (Xbox 360) bekannten und beliebten Horde-Modus entspricht. Auf allen 16 Mehrspielerkarten verteidigt ihr euch zu zweit gegen anrückende Feinde. Die Gegner kommen in Wellen, die einerseits mit zunehmender Spieldauer immer stärker und zahlreicher werden und sich andererseits auch in ihrer Zusammenstellung unterscheiden.
Die zweite Spielart des Spec-Ops entspricht dem Modus des Vorgängers und hält 16 Missionen für euch bereit, die auf abgeänderten Levelabschnitten des Soloabenteuers basieren. Dabei gibt es einerseits recht rudimentäre Aufgaben, die etwa das Eliminieren zweier Zielpersonen oder das Absolvieren eines Parcours in möglichst kurzer Zeit erfordern. An anderer Stelle warten die Entwickler aber auch mit witzigen Ideen auf: So beschränkt sich das Sichtfeld eines Spielers in der Mission Firewall auf die feste Position einer Überwachungskamera, von der aus er seinem Partner mittels Geschütztürmen den Rücken freihält. Spieler 2 schleicht dagegen durch den Level und hackt unter Zeitdruck Computerterminals, um seinem Partner neue Kameras und Geschützpositionen zu verschaffen. Eine großartige Idee! Bis auf drei Missionen lässt sich zudem jede Herausforderung auch alleine angehen, was den Schwierigkeitsgrad zwar erhöht, aber Solisten einige zusätzliche Stunden Spielzeit beschert.
Quelle: Activision
Hier sind wir mit Gasmaske in Paris unterwegs. Die Schauplätze sind wirklich abwechslungsreich gestaltet.
Tolle Schauplätze
Unter dem Schutz einer Atemmaske rücken wir durch das von einem Giftgasangriff gezeichnete Paris vor, attackieren anschließend mit dem tschechischen Widerstand das nächtliche Prag, um später an der Seite deutscher Kameraden durchs zerbombte Berlin zu rollen. Dazwischen schickt uns Modern Warfare 3 in New York Big Apple, das verschneite Sibirien, eine Londoner U-Bahnstation und nach Samibia. Nennt einen großartigen Schauplatz dieser Welt - und wir sind uns beinahe sicher, Modern Warfare war dort!
