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Call of Duty: Finest Hour (PS2)

Release:
03.12.2004
Genre:
Action
Publisher:
k.A.

Call of Duty: Finest Hour

20.09.2004 15:53 Uhr
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Call of Duty: Finest Hour Im Genre der Actionspiele, die auf realen Konflikten basieren, ist die Konkurrenz derzeit groß. Das momentane Lieblingsthema der Publisher scheint der Vietnamkrieg zu sein - gleich drei aktuelle Spiele handeln davon: ShellShock: Nam ‘67, Conflict: Vietnam und Vietcong. Da könnte Call of Duty: Finest Hour mit seinem Setting, angesiedelt im Zweiten Weltkrieg, fast schon als willkommene Abwechslung bezeichnet werden - Electronic Arts' Medal of Honor-Reihe setzt dieses Jahr schließlich aus und auch Ubisofts großer Rivale Brothers in Arms, ein weiterer großer Action-Titel mit Zweiter-Weltkrieg-Thematik, soll erst Anfang kommenden Jahres erscheinen. Doch dem neu gegründeten Entwicklerteam Spark Unlimited ist klar, dass sein Debütspiel mehr brauchen wird als ein glück-liches Timing.

Sechs Mann gegen die Nazi-Herrschaft
Das Entwicklerteam Spark besteht zum größten Teil aus ehemaligen Mitarbeitern von Dreamworks Interactive, die seinerzeit die ersten Medal of Honor-Spiele bis einschließlich Frontline schufen. Einer der Gründe, warum man angesichts der Umwandlung des Teams von Dreamworks Interactive in EA LA (Electronic Arts Los Angeles) lieber die Unabhängigkeit wählte, führte bei der Entwicklung von Call of Duty zu dem wohl interessantesten Feature: Man wollte etliche Ideen im Spiel unterbringen, die vielleicht - alleine betrachtet - kein ganzes Spiel hergaben, aber als zusätzliche Features in einem bestimmten Zusammenhang für Abwechslung sorgen würden. Und so erleben Sie den Zweiten Weltkrieg bei Finest Hour nicht nur an einem einzigen Schauplatz aus der Sicht eines einzigen amerikanischen Soldaten. Drei Fronten in vier Ländern aus der Sicht von sechs Soldaten von drei Armeen will man abdecken. Sie rollen also mit einem amerikanischen Panzer durch Belgien, kämpfen für Großbritannien in Nordafrika oder erleben die Schlacht von Stalingrad aus der Sicht eines russischen Rekruten. Das Spiel ist folglich kein reiner Ego-Shooter. Es soll zwischendurch auch Missionen geben, bei denen man Fahrzeuge steuern kann oder sogar für einen ganzen Level einen Panzer nicht verlassen darf. Im Rahmen einer Präsenta-tion des Spiels auf Activisions "Hausmesse" Activate 2004 in Barcelona konnten wir bereits einen solchen Panzerlevel, der erstmals der Öffentlichkeit gezeigt wurde, Probe spielen. Sie haben dabei die Wahl zwischen drei Perspektiven: aus dem Panzer heraus (mit stark eingeschränktem Sichtfeld), eine Außenperspektive und die Sicht aus den Augen eines Soldaten, der oben durch die Luke steigt und feindliche Soldaten mittels Maschinengewehr unter Beschuss nimmt. Den Panzer und seinen Geschützlauf können Sie unabhängig voneinander steuern, was dank der beiden Analogsticks problemlos funktioniert. Besonderen Wert legt Spark Unlimited übrigens auf die Umsetzung der Zusammenarbeit zwischen Infanterie und Panzerverbänden. Im weiteren Spielverlauf kommandieren Sie teilweise kleinere Soldatengruppen und müssen Ihre Vorstöße mit denen der Panzer koordinieren.

Beklemmende Atmosphäre
Während der Panzer-Abschnitt eher mittelmäßig wirkte, konnte uns die andere Sequenz, die Spark schon auf der E3 im Mai öffentlich präsentierte, wirklich begeistern. Sie schlüpfen in die Haut eines Neulings in der russischen Armee und kommen zusammen mit weiteren Rekruten mit einem Boot in Stalingrad an. Die ersten Spielminuten bleiben Sie unbewaffnet und müssen auf Ihrem Weg durch die Stadt stets Deckung suchen. Speziell die bombastische Soundkulisse macht diese Eröffnung zu einem packenden Erlebnis, das locker mit dem Anfang von Medal of Honor Frontline mithalten kann. Das klingt alles vielversprechend, aber leider gab es vorerst nichts mehr zu sehen. Man könnte vermuten, dass die Entwickler mit dem Enthüllen weiterer Spielabschnitte warten wollen, bis diese ihren hohen Ansprüchen genügen. Allerdings wirkte der gezeigte Panzerlevel eher ernüchternd. Auch wurden zu vielen angekündigten Features noch keinerlei Details genannt, etwa was die Spieleranzahl im Multiplayer-Modus angeht. Letztendlich sind wir ein wenig skeptisch, ob das Spiel die angepeilte Qualität erreichen wird, wenn es tatsächlich noch vor Weihnachten in den Läden stehen soll. Hoffen wir, dass Activision den Entwicklern wie angekündigt genug Zeit für einen echten Knaller lässt, denn das Potenzial ist zweifellos vorhanden. Obwohl es sich bei Finest Hour um eine völlige Neuentwicklung handelt, will man natürlich den ex-zellenten Ruf, den Call of Duty seit der PC-Version genießt, nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.

   
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20.09.2004 15:53 Uhr
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